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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 49

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 49 (sequence 49)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 49 — bestände. Ich kann bloss von der Umgebung von New-York sprechen. In Brooklyn, Jersey, Baltimore, Philadelphia und Washington, überall nehmen die Frauen an der zionistischen Bewegung theil. Und wie könnte es anders sein? Ist es nicht unsere Pflicht, die Pflicht der Frauen Israels, mitzuarbeiten an der Restaurierung des jüdischen Volkes? Ist es nicht unsere Pflicht, an unsere Kinder zu denken? Ich will noch weiter gehen. Ich würde sagen: Es ist unsere Pflicht, dass, so lange nur noch ein Jude inSclaverei sich befindet und leidet, wir uns alle noch als Sclaven betrachten sollen. Denn wir leiden alle mit ihnen. Darum haben wir Frauen Amerikas die Interessen des Zionismus zu unserer Herzenssache gemacht. Und wir thun das Menschenmöglichste, um diese Realisierung des zionistischen Ideals durchzuführen. Die Schwierigkeiten sind gross und ich brauche es Ihnen nicht erst zu sagen. Prof. Gottheil hat es Ihnen gerade mitgetheilt. Aber unsere Bestrebungen haben sich trotzdem nicht einen Augenblick verlangsamt und ich kann sagen, dass heute der Zionismus in Amerika geachtet ist. (Stürmischer Beifall.) Ich muss Ihnen übrigens sagen, dass die intelligenten Frauen, gestatten Sie mir diesen Ausdruck, in Amerika durchwegs Zionistinnen sind. (Stürmischer Beifall.) Ganz besonders beglückwünschen wir uns, dass in New-York, in der ältesten Gongregation, eine zionistische Vereinigung zustande gebracht wurde, nämlich in der portugiesischen Synagoge. Hier haben wir wohl eine gemischte Gesellschaft, aber die Frauen in dieser Gesellschaft sind Zionistinnen von ganzem Herzen (Stürmischer Beifall) und wenn wir es auch in diesem Augenblick zu keinem grossen Resultate gebracht haben, in dem nächsten Jahre hoffe ich ein besseres mittheilen zu können, wenn ich wieder hieher komme. Und nun noch eines. Bei der Banksubscription sind in Amerika die eifrigsten Theilnehmer die Frauen gewiesen. Es ist mir eine angenehme Pflicht, den Namen einer solchen zu erwähnen. Es ist unsere Secretärin, Mlle. Fischmann, ein junges 19jähriges Mädchen, welches für sich, allein hundert Subscriptionen für die Bank zustande gebracht hat. Ein Verein, der aus 60 jungen, armen Fabriksarbeiterinnen besteht, hat selbst 30 Actien gezeichnet. Die Frauengesellschaften haben gethan, was sie thun konnten, und ich hoffe, es wird noch besser werden. Aber ich will, dass unser bescheidenes Beispiel unsern Schwestern in Europa zum Ansporn gereichen möge, dass sie trotz aller Schwierigkeiten, welche sich ihnen entgegenstellen, nicht vergessen sollen, ihren Eifer zu verdoppeln und ihr Möglichstes zu thun, um unserm Werke zu dienen. Wir sind die Depositeure der Familie. Wir müssen machen was wir können, um unseren Armen zu helfen, damit später, wenn man die Geschichte Israels 4

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