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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 29

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 29 (sequence 29)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476260--0838-3476973
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_ 29 _ In Bulgarien hat der Zionismus nach dem Referate des verdienstvollen Actions-Comite-Mitgliedes Herbst grosse Fortschritte gemacht. Es gelang den Zionisten, die von dem dem Zionismus abholden Notabein aufgestellte Gandidatur eines enragierten Antizionisten für die höchste Würde der Juden in Bulgarien, des Grossrabbinates, auf legalem Wege zu hintertreiben, und dieser Sieg führte zum Abschlüsse eines Compromisses, laut welchem den vorderhand noch in der Minorität befindlichen Zionisten für alle jüdischen Repräsentanzen im Lande die gleiche Vertretung wie den Nichtzionisten eingeräumt wurde. (Lebhafter Beifall.) Ein weiterer Fortschritt ist auch darin zu verzeichnen, dass die in manchen Ländern bestehenden losen Gruppen sich zu Verbänden vereinigten und in diesen Vereinigungen die Mittel für ein intensiveres und extensiveres Wirken schufen. So entstand die „English Zionist Fecleration", das Muster eines demokratischen jüdischen Verbandes; die „American Zionist Federation", dessen Delegierte hier in Basel die erfreuliche Mittheilung erhielten, dass sich in den Tagen nach ihrer Abreise zum Congresse eine grosse, verwandte Gruppe der Federation angeschlossen hat (Lebhafter Beifall.) Die „South Africa Zionist Federation" entfaltete in diesen fernen Ländern, wo trotz der Jugend der Staaten die Juden doch schon viele Zurücksetzungen erfahren müssen, eine rege Thätigkeit. Der alte österreichische Verband „Zion" passte seine Statuten dem Baseler Programme an, gab ein Musterstatut für die Einzelvereine heraus und vervielfachte die Zahl der zugehörigen V ereine und Mitglieder. In Deutschland und der Schweiz, sowie im fernen Ganada, breitete sich der Zionismus in erfreulichster W^eise aus, in Belgien, Holland, Italien und Griechenland hat er tiefes Verständnis gefunden. Als Symptom für die Macht und die Verbreitung der zionistischen Idee mag angeführt sein, dass aus weit entfernten Gegenden, wohin unsere Propaganda noch nicht gedrungen ist, sich Anhänger unserer Idee melden, die das Bedürfnis fühlen, nach ihren Kräften mitzuwirken bei der Erlösung unseres Volkes, so in Chi! a am Baikalsee, in Bokhara und Turkestan und in Wellington auf Neu-Seeland. Wir haben auch die besondere Freude, einen Vertreter der tscherkessischen Berg-Juden in unserer Mitte begrüssen zu können. (Beifall und Händeklatschen.) Erwähnenswert ist ferner, dass fast alle argentinischen Golonien schekelzahlende, zionistische Ortsgruppen bilden (Beifall und Händeklatschen), so die Golonien Klara, Karmel, Casares, Guanaco, Mauricio, La Plata-Calle, Rosch-Pino, San Antonio, Sonnenfeld, Ghuchane, Spandelbary, wohl ein schlagender Beweis dafür, dass unsere Colonisations-Bestrebungen, die nach Palästina zielen, auch bei den jüdischen Golonisten jenseits des Oceans Ver-

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