Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 27 — i Was das spaniolische Blatt betrifft, so hielten wir ins- 8 besondere dessen Creierung für eine Nothwendigkeit. Von unseren 3 Gegnern wurde unter den türkischen Juden verbreitet, dass die M zionistische Bewegung gegen das türkische Reich gerichtet sei. Es ff ist klar, dass die türkischen Juden als treue Unterthanen Seiner % Majestät des Sultans infolge solcher Ausstreuungen sich uns zu f| nähern fürchteten. Wir sehen daher in der Gründung des spanioli- U sehen Blattes ein Mittel zur Bekämpfung und zur Zerstreuung H dieser Intriguen und Verleumdungen, und wir hoffen, dass es uns m gelingen wird, unsere Volksgenossen in der Türkei darüber aufij zuklären, dass unsere Bewegung der Türkei gegenüber nicht nur || eine vollkommen loyale, sondern clirect eine türkenfreundliche ist, H und sie davon zu überzeugen, welche enorm wirtschaftliche und J| politische Erstarkung das türkische Reich durch die Realisierung || des zionistischen Gedankens erfahren müsste. f? Eine Umfrage bei den Vertrauensmännern im Oriente über i die Lebensfähigkeit einer spaniolischen Zeitung fiel günstig aus und so Hessen wir am 1. Juni d. J. den „ElProgreso" erscheinen, welches Journal nicht bloss dem Zionismus dient, sondern mit allen das Judenthum des Orients angehenden Fragen sich beschäftigt. Wir begrüssen auch das Erscheinen des zionistischen Journals „1/ Echo Sioniste", welches in den nächsten Tagen in Paris herausgegeben wird. (Lebhafter Beifall.) Als wichtiges Mittel der zionistischen Propaganda erwies sich die persönliche Agitation, fi und wenn es in einem vortrefflichen Berichte eines unserer „'/; Freunde aus Russland heisst, „wo kein Wanclerredner gewesen ist, da entsteht kein Verein", so entspricht dies auch zumeist unseren Erfahrungen. Es wurde daher auch von diesem Mittel f| der ausgedehnteste Gebrauch gemacht. Es vergieng kein Tag, an $1 dem nicht auf dem so weiten Gebiete unserer Bewegung mehrere Agitations-Versammlungen stattgefunden hätten. Am meisten wurde fi in dieser Richtung selbstverständlich in den östlichen Ländern % geleistet. Sie kennen ja zur Genüge die unermüdliche Thätigkeit v der Freunde und Führer in diesen Ländern, welche alle ausnahmslos der Idee sich mit vollster Hingabe widmeten. (Lebhafter;| Beifall und Händeklatschen.) Aber auch in anderen Ländern, wo £ Juden wohnen, Avurden viele Agitationsversammlungen abgehalten, 4: und es sei nur an dieser Stelle Erwähnung gethan der Reden ~# Nordaus in Wien, Berlin, Köln, Paris und Amsterdam (Lebhafter Beifall), Dr. Herzls in Berlin, London, Wien (Lebhafter Beifall), \ der Agitationstouren der „English Zionist Federation" in den \ grösseren englischen Städten unter Führung Dr. Gasters, Sir Francis Montefiores und unseres Freundes cle Haas (Lebhafter Beifall), der Thätigkeit der „American Zionist Fecleration" unter Leilung des Herrn Professors Gottheil und der ebenso unermüd-