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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 220

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 220 (sequence 220)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0770-3476904
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— 220 — wäre dieses Landesorgan von Seite der Gesammtheit zu begründen, resp. zu unterstützen. Wir möchten auch diese Angelegenheit dem Actionscomite zum eingehenden Studium und thunlichster Berücksichtigung überweisen. Ferner ist die Frage der Gründung jüdischer Gesangs-, Turn- und Sportvereine gewiss eine acute und die Erfüllung derselben wohl nur eine Frage nächster Zeit. Ich bitte Sie, meine verehrten Damen und Herren, die Anträge und Resolutionen, die ich Ihnen namens des Organisationsausschusses zu unterbreiten die Ehre hatte, en'bloc anzunehmen. (Beifall.) Vors. Dr. HerzI: Ich werde nun die Abstimmung über den Antrag Bruck vornehmen. Dr. Schnirer: Herr Dr. Marmorek scheint mir die Gründe, die gegen die Vertagung des Congresses sprechen, nicht genügend formuliert zu haben. Es spricht gegen die Vertagung auf morgen ein rein rechtlicher Grund, gegen den es keine Abstimmung gibt. Gestatten Sie, dass ich Ihnen diesen Grund in wenigen Worten auseinandersetze. Morgen früh muss eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Delegierten Basel verlassen, weil die Herren zuhause Geschäfte haben, die sie bereits in Anbetracht dessen, dass sie wussten, der Congress werde am 30. zu Ende gehen, auf den 31. bestimmt haben. (Sehr richtig!). Unsere Wähler haben uns hieher geschickt, um bis 30. August an den Verhandlungen theilzunehmen und bei den Beschlüssen mitzuwirken. Wenn Sie daher morgen Beschlüsse fassen, an denen eine Anzahl Delegierter nicht theilnimmt, so legen diese ihr Veto ein gegen die Beschlüsse, die mit Unrecht am 31. August gefasst wurden, weil sie das Recht haben, an allen Beschlüssen theilzunehmen. Es gibt also rechtlich keine Abstimmung, weil Sie die Herren, die wegfahren, nicht zwingen können, hier zu bleiben. Diese Herren haben aber das Recht, an sämmtlichen Beschlüssen theilzunehmen. Dies ist der rechtliche Standpunkt, den ich als Mediciner vertrete. (Heiterkeit.) Dr. Schauer: Ich glaube, es ist nicht möglich, über den Antrag Bruck abzustimmen; er verträgt sich nicht mit den Bestimmungen der Geschäftsordnung. Es wurde der Congress für drei Tage anberaumt und bestimmt, dass er am 30. August endet. Vors. Dr. Herzl: Wir können uns mit Leichtigkeit die Gewissheit verschaffen/ wie der Congress darüber denkt. Die Abstimmung geht dahin, ob wir heute die Discussionen des Congresses zu Ende führen oder noch morgen eine Sitzung abhalten. Diejenigen, welche heute noch den Congress zu Ende führen wollen — ich füge hinzu, dass es möglich sein wird, dies in einer Stunde zu bewerkstelligen — wollen die Hand erheben. Del. Temkin und Del. Wise (übersetzen dies — die Abstimmung erfolgt). Vors. Dr. Herzl: Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag auf Vertagung ist mit 133 gegen 56 Stimmen abgelehnt. Präs. Dr. Herzl: Wir müssen jetzt die Wahlen vornehmen, und zwar zunächst die Wahlen in die Colonisierungs-Commission. Für diese liegt folgender Antrag vor:

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