Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 134)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 134 — Auch aus einem anderen Grunde halte ich dies für nothwendig. weil nämlich jemand, der beschuldigt, seine Daten genau angehen soll. Del. Bambus: Ich möchte einen anderen Vorschlag machen, der die Sache vielleicht beendigen könnte. Sie wissen, dass, wenn es sich um argentinische Angelegenheiten handelt, eine Prüfung sehr schwierige ist; ich möchte daher das Actionscomite bitten, diese Prüfung in die- Hand zu nehmen. Herr Son möge sein Material dem Comlte übergeben — mit Reden allein ist ja nichts geholfen — wird das Actionscomite nach der Prüfung sehen, dass etwas zu geschehen hat, so wird es etwas thun. Vergessen Sie aber nicht, wir sind jetzt bei der Colonisation Palästinas. Vors. Dr. HerzI: Ich kann mich der Ansicht des Herrn Doctor Schnir er nicht ans.chliessen, dass dasjenige, was Herr S o n in einem abgesonderten Saale sagen wird, in das Protokoll des Congresses gehört. Ich habe meinen Vorschlag gemacht, weil es mir billig schien,, dass man einen Herrn, der aus so weiter Ferne kommt, nicht wegfahren lässt, ohne ihn gehört zu haben. Es zeigt sich aber auch, dass es nicht möglich ist, diese Mittheilungen in den Rahmen der heutigen Verhandlung zu bringen, da. nichts hineingehört, was nicht von allen gehört, wird. Herr S o n wird einen informativen Vortrag für jene halten, die sich für die Sache interessieren; es kann aber ins Protokoll nichts kommen, was nicht in der Sitzung vorgekommen ist. Dr. Schauer: Ich möchte einen anderen Vorschlag machen. Herr B a m b u s hat gesagt, wir sind bei der Colonisation Palästinas- Im Princip mag er Recht haben, de facto liegt aber die Sache anders. Wir wollen beweisen, dass Palästina das einzige Land ist, das sich für die Colonisation eignet, nicht aber Argentinien. Deshalb müssen wir den Misserfolg der argentinischen Colonie nachweisen. Richtig ist, dass,. wie Herr Dr. Herzl auseinandergesetzt hat, ein Vortrag, der in einem anderen Saale gehalten wird, nicht ins Protokoll aufgenommen werden kann. Ich möchte daher den Vorschlag machen, dass Herr Son bis morgen die Güte habe, seinen Vortrag schriftlich zu fixieren und einer der Schriftführer kann ihn dem Congresse mittheilen. Dr. Friedemann : Ich bin principiell mit dem Antrage des Herrn Präsidenten einverstanden, möchte aber bitten, Herrn Son zu fragen, ob er so viel mitzutheilen hat, dass er für einen Vorträg ausreicht. Wenn er nur 5 Minuten zu sprechen hat, so dürfte ein eigener Vortrag unpraktisch sein. Vors. Dr. Herzl: Das ist Sache des Herrn Son. Darüber wird er sich mit seinen Zuhörern auseinanderzusetzen haben. Hoffentlich wird alle Herren das interessieren, was er vortragen wird. Ich glaube hiemit diesen Zwischenfall schliessen zu können. (Zustimmung.) Dr. Mar.morek : Im Herzl'schen Judenstaate ist der 7-Stundentagfestgesetzt; wir haben aber schon zweimal den 7-Stund'entag durchgemacht und ich glaube, dass wir nach einer vierzehnstündigen Sitzung weggehen können, da wir genug gearbeitet haben. Wir haben noch eine Pflicht zu erfüllen. Jung Zion gibt uns einen Commers. Ich glaube, es ist nicht gut möglich, dass wir Gastfreunde, die uns so warm aufgenommen haben, mit ihren Damen zwei Stunden auf uns warten lassen. (Widerspruch.) Ich bitte, diese Debatte kann ja morgen um 6 Uhr früh fortgesetzt werden. ' Del. Weizmahn: Wir sind nicht hiehergekommen, um uns zu unterhalten, sondern um zu arbeiten/ Der Commers geht uns nichts an. Vors. Dr. Herzt: Ich glaube, die Frage ist nicht gut gestellt worden. Es handelt sich nicht um den Commers, sondern darum, ob