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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 132

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 132 (sequence 132)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 132 — neun hinausgeschmissen wurde. (Lebhafte Heiterkeit.) Wir haben das Factum vor uns, dass vor einigen Wochen erst eine kleine jüdische Truppe aus Nemen mit türkischen Juden aus Constantinopel einwandern wollte und die türkische Behörde dies nicht zuliess. Die Leute wandten sich an den englischen Consul und dieser hat mit seinem gesunden Menschenverstände sich auf die Suprematie Englands gestützt und hat der türkischen Regierung erklärt, dass sie nicht das Recht habe, Jaden auszuweisen, welche unter dem Schutze Englands stehen. Das hat geholfen. Die Juden sind zugelassen worden. Man könnte nämlich diese Leute, die keine Heimat haben, die unbedingt hinaus müssen und unbedingt nach Palästina wollen, die nominell schon unter dem Schutze der englischen Regierung stehen, wirklich unter ihren Schutz stellen und sie soll dann an die Türkei das Ansuchen stellen, dass man diese Leute hereiniässt. Vors. Dr. Herzl: Zu meinem grössten Bedauern sind zehn Minuten bereits um. Ich für meine Person würde Ihnen gerne zuhören, aber es ist leider ein Beschluss gefasst worden. (Rufe: Weiterreden! Zuhören!) Wenn sich kein Widerspruch dagegen erhebt, dass Herr Markus weiterspricht, dann bitte fortzusetzen. Del. Markus : Wir glauben durch diese Taktik sämmtliche schwebenden Fragen zu lösen und der Welt dadurch zu zeigen, was wir defacto etwa für die Colonisation leisten können und dass wir die türkische Regierung beeinflussen können, das Einwanderungsverbot zu mildern. Wir können gleichzeitig in Verbindung treten mit den jetzigen Besitzern, die in Palästina bedeutende Ländereien haben und dann wäre zugleich die Frage gelöst, welche selbstverständlich den Hauptgegengrund gegen diese Infiltration bildet, was man nämlich mit den Leuten anfangen soll, wenn sie wieder den wilden Beduinen oder sonstigen Gefahren ohne völkerrechtlich-gesicherten Schutz ausgesetzt werden. Hier läge das Verhältnis anders. Wenn die Leute dort dem sicheren Tod preisgegeben sind und man nicht imstande ist, die Leute vor Mord und Schändung und allen möglichen Unbilden zu schützen, so könnte es nicht in Betracht kommen, ob die Leute dort Unbilden zu erdulden haben und in die Hände der Beduinen fallen. Das ist kein grosser Unterschied.- Dort werden sie den Boden ihres Vaterlandes mit eigenem Blute düngen, während sie dort in fremdem Lande verkümmern müssen. Ich glaube, das wäre die kleinste Sorge. Aber gleichzeitig brauchen wir nicht an die romantischen Motive zu appellieren, denn wenn die Leute unter den Schutz der englischen Regierung gestellt sein werden, wird ihnen kein Haar gekrümmt. Auf diese Weise liesse sich die unglückliche Lage der Juden verbessern und wir könnten der Welt zeigen, dass wir den Namen einer politischen Vertretung des jüdischen Volkes verdienen; dass wir imstande sind, mit Regierungen zu unterhandeln und den Eigensinn dieses jüdischen Potentaten brechen könnten, welche in merkwürdiger Wohlthätigkeit ihren Eigendünkel nicht beschmutzen lassen wollen und 7000 Seelen dem Elend preisgeben. Und damit, glaube ich, wäre die grösste Propaganda gemacht für unseren Congress und die zionistischen Bestrebungen, wenn wir dem Volke zeigen, dass wir factisch etwas leisten können. Ich bitte den Congress, diese Resolution anzunehmen, damit wir mit einem praktischen Erfolge von dannen ziehen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vors. Präs. Dr. Herzl: Zur Geschäftsordnung hat Herr Doctor Schauer das Wort. Schriftführer Dr. Schauer: Wir haben eben gehört, dass Herr Son, der zuvor nicht zum Worte gekommen ist, uns interessante Mittheilungen über die Art uiid Weise der argentinischen Colonisation zu

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