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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 127

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 127 (sequence 127)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 127 — bestimmen. Die Ansichten der bisherigen Colonisatoren in Palästiaa gehen dahin, dass man wohl jährlich eine oder zwei kleinere Colonien nach dem alten System gründen kann, nicht mehr, das ist die Meinung von, ich kann wohl sagen, ausnahmslos allen Personen, die an der Colonisation in Palästina thätig sind und die mir diese Meinung ausgesprochen haben. Nur eine einzige hat sich etwas optimistischer geäussert. Es ist kein Wunder! Die Einfahrt von Juden nach Palästina ist verboten, der Kauf von Ländern ist untersagt, der Bau von Häusern ist nicht gestattet. Wie ist unter solchen Verhältnissen zu colonisieren? Die Colonisation Palästinas muss Volkssache sein, soll sie Erfolg haben, und muss öffentlich betrieben werden. (Lebhafter Beifall.) Die andere, die bisherige, mit der wir wohl als Versuch sympathisieren können, hat mit der Lösung der Judenfrage nichts .gemein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Mein Schluss lautet daher: Wir müssen unentwegt danach streben, dass den Juden die Thore Palästinas geöffnet werden, dass sie ungehemmt Grundbesitz erwerben dürfen, dass sie Garantien in Bezug auf Abhängigkeit und Privilegien in Bezug auf die Ertragssteuer erhalten. In cultureller Beziehung ist seitens der türkischen Regierung der Status quo in den Colonien hinreichend. Dann mag die Volksarbeit beginnen! Bis dahin verdammen wir die Infiltration, während wir die Hebung der vorhandenen jüdischen Volksmassen in Palästina, welche, wie wir vorhin ausgeführt haben, sich dazu eignen, durch Colonisation und industrielle Unternehmungen schon jetzt erstreben können. Zu beiden Zwecken soll uns unser neues Instrument, die künftige Bank, verhelfen. (Stürmischer, langwährender Beifall und Händeklatschen seitens des Congresses und auf der Gallerie. — "Kedner wird von allen Seiten beglückwünscht.) Vicepräsident Prof. Mandelstamm (den Vorsitz übernehmend) : Meine verehrten Damen und Herren! Ich habe folgende Mittheilung zu machen (liest französisch), zu deutsch: Die in Paris wohnenden zionistischen Delegierten werden ersucht, sich morgen 1/5J 9 Uhr früh im ersten Stock behufs einer Besprechung einzufinden. Unmittelbar nach Schluss der Sitzung findet im Sitzungssaale eine -äusserst dringende Sitzung des Permanenzausschusses statt, zu der alle Mitglieder dringend eingeladen werden. Ich möchte mir zu bemerken erlauben, dass jetzt behufs Lüftung des Saales eine halbstündige Unterbrechung der Sitzung eintreten muss. (Die Sitzung wird um Vi2$ Uhr unterbrochen und um 1/49 wieder aufgenommen.) Vors. Präs. Dr. Herzl: Das Wort hat Herr Bogdadli. Del. Bogdadli: Meine Herren und Damen! In dem herrlichen Referate, das wir soeben von Herrn Mozkin gehört haben, wird uns mitgetheilt, dass die Colonisten uns, den zweiten Baseler Congress, grüssten. Ohne irgend welche Hintergedanken, die sich eventuell gegen die gegenwärtigen Administrationen der Colonisationen richten könnten,

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