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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-08-13 · Heft 20 (13.8.1897) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 20 (13.8.1897)
Date
1897-08-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Seite 7■ Nr. M GestekrerchffchLM^LrischL Lcmtox^M-Zeitrrng: hier tagte, ertheilte folgenderrvonHLmselben ausgesührten B^grjmduyg kihr Plaeet: .,Ser Hongress und. derLudenstaat bÄMHWn^MföWnHMbeMNNWoÄi^D H'eiUÄsstätte zÜ 'Däsftn) 'Mr'JitdÄi iu Äüierikä -leben so M/ MM M'H An'sÄMch^'StäaskeÄe-größersFreiheit gemährewkckm, solMch(!) geht uns der;Judenstäatinichts aiil"—: - ,-Na ״also!" bemerkt hiezu ״die Welt", und /.die ,Herren Haben -ja.׳nichts anderes gechmt^ .als dass sie uns einmal nnvorsichtigerweise ihre wahren, für die meisten ihrer zidnsfeindlichen College« maßgebenden ״Gründe" Hres Verhaltens enthüllten." ' 'Erzuhlüttg voll M. 'VÄßHHn.g, -Falke'nÄü: Horlsetzüng.^ / /. XY NÄHdruck*rMbÄtÄl. Sie rang wöcheniang mit demDöde, und als sie"en6ÜH genas, zeigte sich, dass Me überwündene׳Kraiikheit, sülche Spuren in ihr zurückgelassen, ׳dass!selbstnähere Bekannte-Mühe gehabt, hätten/ in .dem bleichen, gebrochenen Deibe die einst -so schöne! Päierl zu erkennen. ' . ' ' . . . .. . .. | Diesem Zustande Hätte sie' es zü MMnW, MM Peiniger in :ihrer Härte und-Wachsamkeit-etwas machließen, und׳; so gelang es' ihr, einen unbewachten Aügenblick 'benützend. sich ' Web HWldMch Flucht -zu--entziehen, auf!!welcher *ftenntieffeh j in Folge ihrer Schwäche auf der LandsträßelebloszusäMmerrj Wik nüd ׳ durch ׳.den- Mäkler rgerettet -wurde. : I ׳ Mqsvnheim war >gattz ׳ :gebro chen;bei Keyr Anblicke ..seinsr | unglücklichen.?Tochter -und that Alles, um sie wieder in den! Besitz!ihrer-Gesundheit, zu bringen und ihr Gemüth zu erheitern,! .aber es hÄf nichts. -Ihr ׳Geist ׳verfinsterte .sich immer mehr,! chnd da die Tobsuchtsanfälle sich in erschreckender Weise mehrten.! Machte es die Sicherheit nöthig, sie im Hintergebäude unter׳ Entsprechender Aufsicht zu halten.׳ Später, als sie harmlos wurde, ׳ ßentfiel letztere. .! Rosenheim aber hatte" das Unglück seiner Tochter derart? Mebeugt, dass er zu kränkeln begann und bald darauf starb. Vür i Deinem' Tode mochte der streich religiöse Mann der Höheren! WilduÄg 'feiner Päierl den Ursprung - ihres Unglücks beigemessen j Haben, denn erforderte'seinen; ׳inzwischen׳ verheirateten Sohn; Huf, seine Müder einfckch und häuslich׳ zu erziehen, -gleichsam? ials wollte er ׳ sie « durch 'paradiesische Unschuld ׳ vom Bcmme der! :Erkenntnis fernhalten. — ——-" _ j Es war schon ziemlichHät, als ich mich nach Häufe begab.! « Die Erzählung dieses Dramas hätte einen liefen Eindruck; Mus mich - gemacht, und als ich - endlich mein Lager aufsuchte! :Und nach vielen Stunden den länge gesuchten Schlaf fand,? durchlebte ich Alles wieder im Traume. . - ß ' 2. , - :Än?ememHeißen1Sommertage, es war um, MMWagszeit,« wirfäß enYbMbefTisch'e^erschien der ׳Gutsv erwalterBendelovitsch, um meinem Principale eine wichtige MelHch^ zu erstatten. Vor seinem Weggehen machte er rMMDRe Bemerkung, kdafsMur!sen^SohU; die 'baldige AnknnMWUWWud dass auch HeWwM׳ Wkvvski ffrch ׳ entschloffen hahe, aüH^ diesmal seine Ferien-!in-Benevice!als sein Gast zu rDbringensi. , Herr Rosenheim schien von dieseNNachrichW äußerst verchnüßt^zn sein) denn'er ׳'gab wiederholtAiner?׳FMde Ausdruck, über den BMch seines VerwalterscWTHWdHieses Gespräches gläübke^ich^zü -ibemerken, dass GHtelächiMWigender Aufmerk-r samkeit dasselbe verfolge, und-ÄH sie znfälsig meürMlick traf; ׳.bedeckte) eine Helle ׳Röche ihK'Mängen'chrMMe'. wäüdte das Gesicht ab und'beugte sich liefMbev den'Elker, uMMe Aufregung.zu verbergen. '׳ y/. .; , ) v ׳ Wirich später erfahreHhätte,-war es/Bokovskh/eMsimger ׳ äö'eliger Pole, dessen Ankunft hier so vieliFreudeDMArriesi ',. ' T)er Sohn des MiksvWälters uämlichMudiEiüWien bielTechnik und machte! däfelbst die Bekanntschaft desselben: Später verband eine ׳ innige Freundschaft die beiden Hungen 'Leute/Jbie '1!giet '*tte^tgtetu״ .׳׳׳; Bokovski war eine höchst sympachifchä ErschWW'Hoü äußerst einnehmenden Gesichtszügen und-guten MaüierM. Er h ätte" etwas an sich; ״' &a§"' ifm urinjiHfürtf^i äHe )$€1:£fö7-Sü$öfli» Früh verwaist, schML; w imc bchhMven Berhältnißen erzogen: wordm. zu:seim ^_n.. ....... . .. De^Z^Me..MÄ^.B«c.wayhken /Mte er..sich äA der Hochschule:sür Bodeücnsinr. gusgebiMt, üpi. hie HeW walchrch der Güter einH hohen ÄristoMÜten zu MMeDaen. Pach einer kurzen ThaticsieW wandte .er sich Her! TeKH Hz. ::für die ׳ er. eine besondere Vorliebe fasste und Mag nun seinen Uüidieu am Wiener Polytechnikum. . , . . Ln: Beneviee Mrr er, trotzdem er erst zwNMäl daseLW seine- Fenm ^erbracht!hatt^ :durch feine Liebenswürdigkeit sowie durch seine ׳besonderen Fachkeuutniße iü rder Deeommie allgemein bekannt und:bewundert^ .׳- -Er Hatte seinen:׳ Gastherrn, dem«Berwälter, der noch einer ans ider älten Schule ׳war, ׳so manche nützliche Wücke in-dessen Fach gegeben, die überrasWnöe Resultate erzielt hatten.. : .Einst Hatte der -Verwalter dem Gutsherrn worgefchlagsn. ein ׳ großes ^Stück-Feld mitHuckerrüben ׳Msuchsweise -cktzubauen. Derselbe!wollte-anfangs ׳nichts :davon missen, iüdem -er meinte, dass -der Grund der tzänzen Gegend fSr-rZuckerrüben nicht-»geeignet!sei, mnd wles״aüf -den ׳Schäden HW -den-ihm^ ßin MHrächen bringen -könne. Allein der Berwälter führte ihm Vre großen Vortheile vor -Angen, die ׳ihm em Gelnrgen bei 8er .Men Steigerung «der LZuckerpreise ׳bringen könne-üM-;gelang ihm, ihn für seinen Plan zu gewinnen. Der Erfolg war ein überraschender. Der Verwalter konnte es dann - nicht unterlassen, dem hocherfreuten Gutsherrn zu -gestehen, dass dieser Plan nicht sein eigener gewesen, sondern von dem'F'rmnde' felüM'SoAres, d'sr^^ ebenfalls Student sei und 'bei ihm nls Gast werte,; . Der Gutsherr ließ sich den süsigG Mann^ vorstMn mch ׳tzs gelang derNsekben, ׳Mi dieser ׳Gekegeicheit Herrn Rösenheim )zür Hlnbäullng gröMeh ^Grundeomple^e Mit Zuckerrüben ׳zu!bewegen. Ais auch. naMer ein gMWM' etziekk wäth, ,verstand es -der junge Mann, in. ihm den Plan zur ErhauMg "einer ZuckeEabrik ׳arHuregen, indem er - auf die Vorthecke hmwies, 'hie 'EföHW'ÄdnMeMs'Ankerriöhmen^ für! ihn uüd das Dorf .im Gefolge' haben könne. . . .; \; Der Gutsherr folgte -seinem.eGxHt«tzMM nüd .im Äörfe erhob sich bereits -Mr mächtige.-Ban dW Zuckerfabrik,, .dm in dem'MWk Msenheim^s.so viele schöne WWmrgen weckte. ׳Kein Minder, dass er ch HM׳.'erfteut'׳'w.är,.) ׳Ms er vM detÄnkuMhes rhin.fo stch gewWenensijuNgen^äänes.brMr. M hätte deMwen schon früher dringend eingelähen, nn Schloße Wohnung zu nehmen, doch der junge Mann lehnte -dies zwar hsstich aber fest ab, Wem er Wwkes, Mfs er .den Verwalter, der immer frenndlich gegen ihn sei, nicht zürW 'setzen wolle.׳ , . Der Gutsherr würdigte diese Gründe und war bemüht, fo. yst )stch mur^!.eMe "Gelegenheit bot, ihn zu Tische zü laden LrA.in seine Familie als Freund einzüführen. . .... Bokovski lernte, je..öfter : m: nach^ Beiüviee-wieherWWe, desto mehr, den Werth GiWes keimen, deren natürlichen Geifb liebenswürdige Anmuth. und bescheidene Einfächheit bewNnMH. Seit der Ankunft des jungen Polen in Benebice gieng eine auffallende Veränderung mit Gietelen vor. Sie war . zerstreut und unaufmerksam bei dem Unterricht, gab verkehrte Antworten und schien befriedigt zu sein, wenn ich die Unterrichtsstunde für beendigt-erklärte La,, oft bat sie mich, sie vom Unterrichte zu disspensiren, ihrem Vater aber nichts davon zu erwähnen. Ich kvMte.׳ mir ׳• dieses Alles nicht gut erklären; hätte!aber dennoch den Mnth micht, ihr zu widersprechen. Däbei wär sie stets bei ausgezeichneter Laune, wie ich es ftüher bei ihr mie - bemerkt! hätte; ihr! schönes Gesicht strahlt^ undMre Züge zeigten schalkhaften Muchwillen itnd lachende Hesterkech. . ^׳! . Das ganze Gebühren Gieteles konnte ich mir damals nicht deuten; ich war ja so jung und unerfahren. Später, freilich ein wenig zu spät, hatte üch dies alles begriffen:.; Das holde Mädchen war nämlich voll Bewunderung .für den schönen, jungen.Pblen. Ein unbeschteibliches Gesühl. es Par die mächtige, erste Liebe, welche sie unwiderstehlich hinzog zu ihm. (Forts, folgt.)

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