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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-12-21 · Heft 31 (21.12.1896) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 31 (21.12.1896)
Date
1896-12-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Bk. 81 Gesterreichifch-ungarische Lantoren-Ieitung Seite 7. verpsMl^Md:dorfdasLgkeiHMziehWMund)bikhende)Strehen WWePgen. ' Großloge!s besinberf sich " je^t in" Deutschland, Böhmen, Rumänien/ PcsiästW,)!EgypOnAnd MgieiL(Von allen diesen Schövfungen war Bruder Bien der inspirierendeLeiter, und so (großartig ׳so MN lind׳ktäskraübend ׳ auch׳seine Arbeit war, so hat ihn hoch--dje.Wbe-zUr Sache, hie ihn erfülltes jung erhalten." HM"BiM'׳ 'lief‘ isMhrf,^eiioiderte in der ihm Menen, 4gUtzMLlUWeis.e,:.׳MN.d^dtL Herren, Simon Wölf von Washington und Dr. Henry A. Leipziger von hier folgten mit zündenden; Ansprachen. Eil! herrliches ׳ Bankett folgte dem Empfang: ^j״׳ . - (!) Nrio-HMM Der^ höchverbWte^ Cäntvrmnd PredigK PevL.Dsi!BLHMtzWck^frHer:׳üy^,MeWpeLMnäh FeschuHrHM New-Nörk)' N7 J7, mrd im )Tempel B'näi (Israel^, 7Ö. Str. New-AoM(Und) zuletzt bei dMHonMgatwW /Eden: Street Synagoge" iw Baltimore.! ist nach! «MM,',glänzenden Probe- Vortrag einstimmig öott der Eongregation ,,Ansche Chesed" in New-?Aork gewählt worden. .״• ־■ '׳5! -2!5 -?.5 (׳..״v ChMLAW Dr. Emil Hirsch, der Rabbiner des Sinai- Tempels, der als der, hervorragendste israelitische-, Prediger in der Stadtgilt und zu vielen öffentlichen Festlichkeiten, deutschem und' englischen, als Redner zugezögeu wird, erklärt, dass die Heilighaltung des Sabbaths seitens der Juden aüfhören müsse, schon, üüs7dem Grundeweil sich die' Juden: den Gebräuchen der Völker, unter denensie. wohnen, anpassen müssen. Er empfiehlt die Substitnirung)des ..! Sonntags für.Samstag als Feiertag. Semo ׳'AeußMngen״' etregteü unter den orthodoxen Israeliten großen Aekger, doch Dr. Hirsch kümmert sich nicht därlinü ״ Er und^ seine) 'Gemeinde ׳- gehören(6 dem radikalsten Neformflügel im Judenthum an. ').,) ׳(■'!). Cinrinnnii. Nicht blos die orthodoxen israelitischen Rabbiner, auch einige, die der modernen Richtung huldigen, wie z. B. Rabbi Wise, kritisiren den Präsidenten Cteveland, weil,er in seiner Danksagungs-Proclamation Jesus Christus! geWnn't oder ihn wenigstens gemeint hat, das erste Mal, daM dies in einem Staatsdocmnente djeses -Landes geschah. . «Ich. kann, nnr daswiederholen, was' ich. schon, im ״Anlerican Jsraelite"' gesagt habe'(, erklärte Rabbi Wise. ״Da Juden mehrere Tausend Jahre vor Christi Gebürt beten-gelernt haben, deshalb glauben sie auch nicht, dass zwischen Gott und den Menschen ein Vermittler nöthig oder möglich, ist. Die Juden sind) in der Danksagungs-Proclamation des Präsidenten nicht eingeschloffen, sie werden daher aus )eigene Veranlaffung ׳ Dank' sagen,müssen. Präsident Cleveland hat sich bisher als ein Mann von'freien׳ - Anschauungen gezeigt Und ich bin ganz überrascht, sehen zu-müssen, dass er sich den sectsierischen Fanatikern, die gerne diese, freie. Regierung ,.untergraben .möchten,, jetzt. etwas zuneigt.-." ׳(. ■; ■׳־ ■ ■ - ) -----: l : ״ ,,,,,, ^FWWW» U,, =.״. Gin toleranter Bischof. .) )M SzaMrü Mugarn) sind, wie/Äer ^Pester Lloyd" -mibv theilt. - derzeit die Zeugenvernehmungen in -Angelegenheit der׳ Heiligsprechung des ehemaligen Szatmarer Bischofs Io h a int! Ham im Zuge. Der derzeitige Bischof,..Julius Meßlenyi, sammelt (seit) acht Jahren )die Daten. und hat'in.)dieser Angelegenheit« schon- Mchtere^RöMeisen׳gemacht))׳ Aus^MeftMAn-) lDe theilt DAMWaü.ÄM^D«M).!WI«p^ - interessante ZügeZ aAs dem Leben des Bischofs Ham mit. Wir wollen einen darausß nIch devd,FpaMWW. wWergebmUH^ .% ** § 1 AMHmn^m^Jahre ¥827 Bischöffdon WMckU würdeH War seine erste Sorge,' das vernachlässigte ׳Unterrichtswesen mR seiner Diöeese.M7wMeffern/)Zn2MesM Behufes chMdete erj HA., eine' Mädchenerziehuygs-Anstolt, welche. e.r dex.DbhuK dM'SchWestern^ vom heiligen^ Vineenz^ dö Pauln^anverträitte.Z (Heise^Mosterschule:erwaMMch! alGald einen vortrefflichen RüH ich.7LMW.--Lay.de,xMdM) N)chden-ZWinge,Ms^chenMeürsteH (Hgenöen)dHHändesMhin gebracht.,..GegenAnhaheLWxrziger-E nach;Hzatmar/) perschefl^^mit() einem.- Großwürdeiner Propstes, Fürsten - Hohenlohe.. In Debreczin hielten die Damen Rast und machten" Besuch bei. einer befreundeten Familie, wo^ der Hausherr eben mit seinem sndischeu Pacht er beschäftigt war. Die Mama erzählte, dass sie ihr Lotkchen nach Szatmar in die Erziehungs-Anstalt bringe, von der man so viel Schönes erzählt. : -Der jüdische Pächter hatte dies gehört und bemerkte seufzend: ) -• ׳ ״ -.Ach wäre ich kein Jude, ich würde meine Tochter gerne KMalls dahm/sützxen. M , ist ein so kkugM Kind,.)das fast Von selbst schreiben gelernt und liest fließend ״wie Wasser". Aber auf der Pußta habe ich keine Gelegenheit, sie mstermchten zN lassen; in die besseren Anstalten aber nimmt mau jüdische Mädchen nur ungern auf."! Die Dame sagte nach einigem Nachdenken: ״Ich will Ihre Tochter dem Bischof Ham empfehlen; i vielleicht gelingt die Sache." j ' ״Das ist unmöglich, gnädige Frau", erwiderte der Pächter l traurig. .! 7 In Szatmar fand die Dame eine sehr zuvorkommende | Ausnahme. Der Bischof gab ihr M Ehren ein gWnzendes Diner. I bei welchem sich jeder gütlich Hat, nur der Bischof selbst niD: j Ham war ein Asket, mißachtete die TaWfreuden und tMA m i gewissen Tagen einen Stachelgürtel, um sich M kasteien. ' \! ״Das Schmausen taugt nichts für-emen Priester," saM \ er oft. Nufer Heiland war arm. Wir müssen rmstr Vermögen! nicht selbst verprassen, sondern den Armen zuwenden." , ( z Als Lottchen unter die Zöglinge ausgenommen unlL. W!Zimmergenossin Rosa Reviczky, die- Tochter des Kanzlers^ M \ halten hatre. fragte Lottchens Mutter^ Hb ,auch MstdchM;anderer Konfessionen ausgenommen werden. j 4,.״HZarum denn nicht?" erwiderte der Bischof miR^siuWn ׳)Lächeln. -4Es sind auch Kinder aus^ protestantischen^^FamAEeb \. da): Di^ Quellen der WissenschafL sind da, damit alle^ .ohne i UnterMW bes Glaubens daraus schöpfen." ׳ > \ ' ('()"^HDwürde man auch ein Mädchen;j ü d-r s ch en Gkauhelis ,׳ aufnehmen?".. fragte die Dame, immer mehr Muth fassend. - ‘ ״Warum nicht? Bisher hat sich zwar ein solches noch l nicht gemeldet, aber wenn eins käme, würde ich es sofort aus-? nehtnen) lassen; schon deshalb, um ein Beispielvon T o l e r nn z -zu geben. ׳ - | Die Dame erzählte hierauf den Debrecziner Zwischenfall | und der Bischof sagte ohne Säumen: | ) >i^noä Wl... Der Pächter kann getrost kommen j und-Sie> gnädige Frcm! können die Sache so betrachten, cM!wäre das Kind schon (ausgenommen." .? )1 ))'; )f2!lind so geschah es, auch.. Das Töchterchen -des ׳jüdischem! Pachters, ward in das Kloster ausgenommen Md blieb HgselM i bis)zum 15. Lebensjahre. Das Kind war von ungewöhnlich^er! Begabung und der Bischof interessierte sich lebhaft fiir die FoO-! schytte :desselben) )Die׳> Nonnen äußerten ):W )vyA! LoW)!über sie und hebauerten! nur, dass sie ihren Glauben mW lveHtffeü wolle:' ') ' .!'!! (!; .'! 4־? W ״Laffm Sie sie in Ruhe," sagte der Bischof. ,MyM :GHlt(srnd alle Religrouen gleich) und wenn)doM \ MÄdchett an dem GkaubÄr ihrer Väter sefthält, soll, ma# '.mM weiter behelligen." . '!( .)' .7). ׳ . )*° )Ä l ffi- So sprach der ausgezeichnete Mschof ׳VÜN Szatmar״ '-fünfzig Jahren."Nnd er war ein eifriger-AnhäUgeckffemer Kirch^!! ekrW Zierde des , Clerns^ein wahrer Priester , Wicht, rmh . W ffMbey^.h.er.,.sich«M^PaW»mchLMmmertß^... . ״. . . (:) um Mit LM WKwpcheMiÄM brfchLieM!dre-..,»Orste^-migM. .ffsrMeM-ZrWMS" den Mhv- 189^. iym lsdrn, dsMM dtze.WMMU!Lrfrv^ unhMK BlsÄes regelkerM rin. vM Abonno-!ment ,.(. (,)))V

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