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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-11-11 · Heft 27 (11.11.1896) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 27 (11.11.1896)
Date
1896-11-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. .2,7. GesterreilchiWEzckmWeEantOresiDditung Seite 7. Niveau des theologischenUnterrichtes^ gehoben werden. Ich bezweifle nicht, dass es ‘ den Konfessionen in erster׳. Reihe am Herzen liegt-,:Pass möglichst rtsigwMxcher;anch zugleich möglichst gebildete Geistliche' die Lehren ihreä Relihwn verkünden sollen." ■z:h: -- Breslau. Die in Qberschlesien wohnhaften,-AltenHerren" der deutschen Hurschenschaftell; in Meiwitz ,habencineHersammlung abgehalten und sich /in ׳derselben gegen' die Antisemitische Strömung, welche sich an den 'Universitäten geltend machte in folgender ResolutiüniUaüsgespröchen^uj-Derntctzte::äüge.rMmeä Delegwten- Convent der deutschen Burschenschaften;, hat den Beschluß gefasst, dM.; G -׳Mwnnscht sei,- wenn fortan, keineBurschenschast -mehr: Judenin-Men Verband anfnimmt:—Die- Unterzeichneten 7,/Ättm Hekren^'erheben '-l e b h ä ft e n Mrn s WnH e^est ch.i e s en Besch lnß-und hoffen, dass überall,"wo! sich Bereinigungen.alter BurschMchMMWWdet-lshaben-y-Vieseche^MnMNDi cfeÄM i ßb i l l i g u n g und s cha.r f e. Zurüchw e i s iui g jenes Beschlusses erfolgen wird, wie dies unsererseits 'geschieht. Der Freiheitsgedanke und der Geist.-zvorurtheilslöW Düldsäinkeit/hat^Her deutschen Burschenschaft , bisher stets.. und überall ihre besondere Zier Metzens Ohne?Wischen Her?GehM -unddesc-religiösen Bekenntnißes haben! alle deutschen ׳Studenten, die sich im idealen Strebenfür׳ Freiheit- Oäterlanvund.',י©)re" in ihr zilsammengefunden hatten, für ,die hohen Äusgäbe.ü der Burschenschaft zusammengME.^ Schultex ach Schulter haben Christen und Inden in ihr gekämpft für die Errungenschaft der Freiheit, und — als cs nothkhat auch für des-Vaterlandes Rühm sindGroße.. ׳Mne^.. Scheidung nach ^nsessionelleNBe^ntiMmHch: u n e r h o r t in der deutschen BursHtnschüft''!' \ttef crawl ‘ z'aArerch°''sind., die Singe־ hörigeB'EWMen'CÄMssiM'wWeMWFWelMMlrschm-. schäften hervorragende Stellungew-errungetr» und- »an ׳ demZ Emporblühen ^ihrer Verbindungen. in verdienstvollster Weise initgetvirkt- ׳haben. Und' aus ׳ dcm; brüderlichen Zusammensein; lvHWd H?EMWen Burschenzelt ist in unzähligen Fällen i zwischen-Christen und Juden., Msigstä Freundschaft erwachsen fürs ganze Leben. Mst ׳ banger, ernster Särge sahen wir alten Herren :unter der jüngeren Generation?ine Bewegung sich entfalten, die ״MassMaMWdMRacenhass^ predigt undMnbuldsauMtjübt Etr;werse.n >foMhen -finstewuGeist, der weder den t sch noch christli ch..ist> der den altgeheiligten Grund- : sähen-, der deutschen Burschenschaft Hohn spricht und die Bande innigerAreundschaft/ünter WMsbrhdern verschiedener. Confession zu "zerreißen trachtet,: wMDon uns zurück. Dieser Geist mißachtet die Freiheit,--deren; erste Grundforderung die Anerkennung der völligen Gleichberechtigung aller Bürger ist; er v eMeM d i?;Oh r^dtv Eommilichnem in ungehöriger Weise, indem ׳ er dieselben; o h n e G r und für nicht gesellschaftsfähig erklärt/sind? er; wiHesistreist?t d!cm Vaterlandssinne, weil-xr Hie Bürger/' die zu einmüthigem Schutze des Vaterlandes und seinepJMeteffeüsierusen sind, in ^Feindschaft zu trennen sucht. Ein, Beharren׳ auf dem eingangs erwähnten Beschlnffe muß zu einer Trennung, der alten Burschenschafter von den activen BurschNschaften führen. Bereinigungen im Zeichen-des-Antisemitismns haben nach unserer Ansicht kein Recht,, den stolzen Namen" ״Burschenschaft"., weiterzu führen." . ־ ״־ Mit großer Liebe hieng Rubinstein, an seiner. südrussischen . Heimat) wo seine, wenn auch nicht׳ glückliche, 'dochheitere׳ Kindheit verfloß, Sein eminentes Talent entwickelte sich nur längs am unter der Leitung seiner, hychmustkäWen.;und? sehr' strengen Mutter. Er. lebte;mit seinen Eltern in einer Vorstadt: Odessas; und musste die meiste Zeit' der: Musik widmen.; Me Unterrichtsstund en b ei der Mutter endeten gar 'oft mit -Strafen und^Thräüen-- in ׳ welche sich׳.auch jeM Wer stlemen^Freundin׳ Anjuta mischten, die in demselben Hause' wohnte und jede G elegenh eit^w ahrnahW stiMwähreuMM MüsikfiuudewiMitgend einem Winkel dMZimmers-W' versteckend- ADerMlübtz ärgerte sich zMx/.wenHMK A MDren^che^UMnsi schwieriger HassMM plötzlich entdeckte,;, aber siel wusSMWKr^eiuabZorn; miststiÄW einer: kleüEWsinerksdMeit/WKUEmWoöEelW^MrMeM zu befanfstgen^ : drex M-am MeeresuWfür chHfamMtte. FüWe er sich sehr unglücklich" fMtröstete^M^ ihtt mit den Worten: -,Wie kann deine Muttersiir nur auf; die Hände klopfen, da dmboch meiner Meinung nach so himmlisch spielst״UH. ach — ich bin-faul, schrecklich faul und kann das -Ckavierspieleu nicht asssteheiE — erwidertes trauriW wer Knabeein GefiändnK, - das mitleidige Thräneu in die Augen׳ des Mädchen lackte. Um! ihm seine Mühe zu erleichtern und ihn abznlenkensang sie! manchmal die Melodien seiner Uebungen mit ihrem schwachem,; dünnen Stimmchsn. Auch glättete sie ihm gerne seine׳ langen , wilden Locken und ordneteseine Notenhefte, die zerstreut herumlagen, : was ihm so manchen ernsten Vorwurf der Mutter einbrachte.; ׳ In sich: verschlossen widmete der sonderbare Knabe oft!tagelang nicht die geringste Aufmerksamkeit der kleinen Anjuta,; bis er eines Tages, da er sich gmrz besonders niedergeschlagen; fühlte, sich zu ihr in einen Heuschuppen setzte. Sie reichte ihm;Kastanien hich er ergriff ihrHälldchen und mit zitternder Stimme bat er: ״Komm' zu uys^kein Mensö^;,i^mxHause, ich will dir ein Lied vorspieleu, das noch keiner gehvrt und das. nur du allein kennen sollst." Die Kinder liefen nach Hause.' Der kleine Komponist setzte sich ans Clavier und spielte seiner treuen Freundin sein.erstes Werk vor. Bald darauf, siedelten Rubinsteins Eltern nach Moskau über, wo der Knabe öffentlich auftrat und das Publikum, in Erstaunen versetzte. Dann ging er nach Paris. Sein Name wurde allbekannt und er legte den Grund zu seiner großen Berühmtheit. Mit Hilfe eines ' unermüdlichen. Fleißes erreichte seine Kunst eine bedeutende Höhe .und..hie kleine Idylle am Schwarzen Meere lvurde unter den Wogen des wachsenden Ruhmes, vergessen, ׳ Einige Jahre vor Rubinsteins Tode brach m der Stadt Charkow ein verheerendes Feuer aus. In ganz Rußland wurden Sammlungen, zum Besten der schwer Betroffenen gemacht, aber im gaWen wurde die Noth der von allem Entblößten nur wenig gelindert^ Da machte Jemand; den BorsWäg, män nOge Rublnstew ausfordern/ ein 'Concert für Charkoiv zu geben und eine Dame, , die in der Nähe von Charkow mit ihrem Sohne wohnte, schrieb ihm.;folgende schlichte Worte: ״Hochverehrter MaSstro! Noch- Armuth und Elend herrschen m unserer Stadt; eines ihrer Concerte wäre eine unbeschreibliche Wohlthat. Darum bittet Sie in Erinnerung der lieben^Kindertage — Ihre Anjuta:" ' In-der darauffolgenden Wocke schon befand sich die Stadt in Mberhafter Aufregung. Rubinftein hatte zugesagt, in Charkow ein Eoncert zu geben uMman bemühte sich« ihm einen würdigen Empfang zu bereiten, Gutsbesitzer aus der Umgebung der StadL strömten zusammen, uird zum Concerte erwies W der größte Saal zu klein für die drängende Menschenmenge. Viele, die Rubinstein oft gehört, verstcherten, dass er nieD schöir gespieL habe, als gerade damals in Charkow Garye Berge von Blumen ünd-Lorbeeren thürmW sich Mf der Estrade auf, Rubinftein aber. saß wie in fernabliegende Gedanken tief versunken und als der betäubende Beifallssturm sich nicht legen wollte, stand er auf, verbeugte sich und ließ seine feurigen Blicke forschend . hurch die Menge fliegen, als suche er jemanden. Dann setzte ch.Kch wieder ans Clavier uud leicht pMudirend gieng er zn einem einfachen kleinen Liede über, das voll tiefen, ergreifenden GeWls war. und dem andächtig lauschenden Auditorium so recW-zu Herzen gieng. Keiner kimnte' diese kleine Composition und;berauscht Won Entzücken klatschte man wie rasend. .!; / Der Künstler fuhr sofort ms Hotel und äußerte den Wunsch, des Morgens in aller Frühe unbegleitet zum Bahnhof zu gehen. Slus den Zug wartend saß er ernst im Wartesaal. : Eine/Dame in schwarzem Kleide trat an ihn heran und überreichte? WW: eiben Strauß einfacher FeWAmerr. Beide standen stumm einander gegenüber und blickten sich verständnisinnig mit ernstem AusdruK am -denn an ihrer Seele ׳ zog der Traum der Kindheit voriiber mit ihren trüben und heitern Bildern. Sie sahen sich als spielende Kinder, während sie nun Menschen im vorgerückten Lebensalier waren. ״Anjuta!"' sagte endkichRublnstein initf tzchtWz hWe^el/ Stumne,: ״DaM vielen Dank- .;füH/MßÄ! cheüe? Erinnerung? ״kkud ich danke Ihnen! für das» erste MdM? eutgegnetL. ergriffen dieHgme.- Es Mutete zuEMbfahrk undfeim . ÄandUfsino?rte^MkM^ekn M....

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