Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 27 (11.11.1896)
- Date
- 1896-11-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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VNr. - 27. GesteN-eiMsch-ungärische EarttorenDeiMng. Sette L solches: :Vorürtheil in Europa nicht exiftirt.* -.Sieht man sich nach -Vörurtheilen üm") führ^der-Redner forh?«.so findet man sies-8M in allen mögliches Schattiiüügen> atzet dieses Vornrtheil WM dort nicht./.Hin zuLande, wo mehr Freiheit herrscht und mehr Gerechtigkeitssinn, hier ist dieses Vorurtheil zu Hause. Dies ift: eine eigenthümliche und in's Auge fallende Erscheinung. - Die Ursachen sind zweifacher Natur: ׳ Wahrscheinlich ist/ dass, wo dieses Vornrtheil vorhanden״ ist, die Schuld theils am Juden Nbfi liegt, theilsamNichtjuden. Viele suchen die Erklärung darin^dass siedie Ursache dem Juden allein zuschieben. <i>ie klopfen: sich .׳auf die Brust und rufen stolz aus. Wären alle Juden gleichmir, so würden keine Vorurtheile existiren. Es kann wohl keinen größeren Jrrthum geben.. Wenn alle Juden sich in! beü besten- Gesellschaftsmanieren befleißigen würden, so würde daß: Vornrtheil noch viel allgemeiner sein als es setzt ist. Diese Theorie streift an das Idiotische. Welche Chancen würden die armen Juden haben, wenn alle Juden in dieser unvollkommenen Welt vollkommen wären? Meiner Ansicht nach fällt ein großer; Theil der Schuld auf die Nicht-Juden. Ihre Vorurtheile müssen * auf gewissen Ursachen fußen. Einer der wahren Gründe ist der, dass das Sommerhotel eben kein Hotel ist. Mir ist noch gar kein Fall zu Ohren gekommen von einem Wirthe, der nicht gerne so viele Gäste, aufnehmen möchte, als in sein Garn laufen. Düs MerMnische.Sommertzotel.-ist eher ein Sömmerclub, in welchem Personen, welche gemeinsame Interessen haben, für sociale Zwecke sich zusammenfinden. Man muß da eben ׳bereit sein, das ganze Spiel mitzumachen. Gegenwärtig gehört es nicht zum guten Ton, in ein Hotel zu gehen. Villas in Newport verlangt' die Mode; blos die niederen, Stände gehen in Hotels. Was muß Huu .gethan werden, um der Welt!zu-zeigen, dass man zur bevorzugten Classe gehört? Jemand mußaus dem Kreise ausgeschlossen werden, und man greift zu dem Juden, als dem bequemsten Sündenbock.. . . Wenn die Juden gar keine andere Mission hatten, so ist es immer noch ihre Pflicht, als eine der Minoritäten das Recht der individuellen Ueberzeugung zur Geltung zu bringen und dadurch schon dem Fortschritt Vorschub zu'leisten. Wenn im Mittelalter sie gezwungen waren, ein besonderes Abzeichen zu tragen, so war dieses ein größeres Zeichen des Adels, als die, welche von Denen getragen würden, uN deren Mitte fie-letztem" ׳?i ': Die hundertste Versammlüng der Amerika Loge des Ordens B'nai > B'rith war eine höchst gelungene Affaire. Eine' zahlreiche Brüderschaft' hatte sich eingefunden, Und die Einführung der neuen Candidaten wurde unter Leitung des Präsidenten der Gi-oßloge Herrn Joshua Kantrowitz vorgenommen. Als Mentor fungirte der. beredte Anwalt Morris Goodhart, und seine Ansprache, in welch er er die erziehlich en und ethischen Prinzipien des-Ordens beleuchtete, -machte, einen tiefen' Eindruck.' Nach der Logensitzung fand ein Festmahl statt:und: würden da eine Anzahl Toaste :ausgebracht- . und erst , in früher Stunde verließen die Mitglieder-die gastlichen Räume:des B'nai Mrith Club. - ■'oiiri Die? Sulämith Löge feiette׳ihren 25-Mrigkn Stiftungß-- tMMchMntzenen Donnüstäg WM in Werth Hast.durch PiceDräfidenten -der Großloge, Herrn.׳Adolf Htrsch/HomlizsoeLkW Mc^Präsidenten,׳ Herrn!Henry M :CanH^ VDN-demSchätzmeistM HrrrWSM - Sülzberger. Und''dein- Präfiöenten depLoße, ׳BriÄK WchtngaM richtig) üü den WeMderwi»n<-ev Nordsee hLrrfchtödäS -Mrurt-üh-g'egMJütieM.ebLr-kfy/MMuMro-lMt ßogärM »üel PMakerev MelseHMrAüsdrDcatsM Ameriküü oittoNnA Edmund Kohn, treffliche und zistldende Reden gehalten. HerrSvkzberM forderte die anweseiHn^MmeN aus, eine Damen-HiHlöge zu bilden,, und gab fiG große Begeisterung für diese Bewegung kund. Dem.Präsidenten und Schatzmeister wurden in Anerkennung von deren geleisteten Diensten Stöcke mit Goldgriffen Mm Geschenk gemäW> Das Beamtenpersünal der Loge ist aus folgenden Herren zusammengesetzt: Präfident Samuel .7 Wiener,, Vice-PräsidenL Ignaz Meirowitch, Schatzmeitzer S. Mainchef, Finanz-Sekretär L. Berg, Schriftführer S. Zipfe. In einer von der Lebanon Loge abgehaltenen Festfitzüng wurden dem Sekretär, Herrn S. Hamburger, welcher feit 40 .Jahren dieses Amt mit Treue und Hingebung bekleidet, ein Ehrengeschenk in der Form von zwei kostbaren Perl-Knöpfen ükerreichtinÄnerkennung seiner langjährigen tteuen Dienstleistung. Herr Hamburger ist auch Sekretär der Großloge, em Amt, daser nun ebenfalls seit beinahe 30. Jahren bekleidet. Herr Philip W. Frank, welcher das Geschenk im Namen der Loge überreichte, ergieng sich in launiger, humorvoller Anrede über die Verdienste des Jubilars, welche der Letztere augenscheinlich tief gerührt erwiderte. -Auch der als Gast anwesende Moritz Ellinger hielt eine paffende Rede, in der er hervorhob, dass er seit beinahe 40 Jahren im Weinberge des Ordens mit dem Jubilar gearbeitet und daher volle Gelegenheit hatte, fein Wirken zu beobachten, seine Verlässlichkeit und Treue, seine Hingabe an das Streben des-Ordens, und diese Auszeichnung sei in vollem Maße verdient. Hädafsah Loge des Ordens, der Treuen Schwestern wird ihr 25-jähriges Stiftungsfest am 8. November in Terrace :Garden mit Bankett und Ball feiern. \ . Die Begehung des50 ׳Hährrgen Jubelfestes der Gemeinde : Ahawath Chesed, welches am vergangenen Samstag hätte stattfinden sollen, wurde auf den kommenden Monat vertagt, da die Vorbereitungen nicht zum völligen Schluß gebracht werden konnten. Das Mitglied des Executiv-Commitss des Ordens Mnai B'rith für den 8. District, Herr Eugen Rosenstiel in Berlin, machte dem Comits für Feriencokonien aus Anlass seiner silbernen Hochzeit ein hochherziges Geschenk.. Es besteht aus einem zur Aufnahme von 30—40 Kindern geeigneten Wohnhaus nebst Garten im Soolbad Elmen bei Magdeburg. Das Grundstück, nur wenige Minuten von der Badeanstalt und dem Kur- Haus entfernt, am öffentlichen Badepark gelegen, ist vorzüglich für den Zweck geeignet. Alle baulichen Veränderungen, sowie der Umbau der Küche und der Neubau einer Glashütte im Garten, werden von Herrn Rosenstiel selbst vorgenommen. Das Geschenk ist in der Hauptsache zur Unterbringung der jüdischen Kinder bestimmt und. kann durch mehrmalige Belegung in den Sommermonaten 10Q—150 kranken Kindern Genesung und Kräftigung verschaffen , :.? WchMLtzromtz. V-!!'•; iii Wreru-^SormtaKu dtzn:8.:. fc.farchim türk. Tempel dieDränung ׳. des: Frl.VnL eri e Et ras, f: Tochter des Groß- Händlers iuM!Bankiers Heinrich: M. E l ras, mitHerrn Emrl HagH, Sohn des Großindustriellen Jacques Haas ausBuda- Pest) ׳ unters Anwesenheit - einesf äußerst distinguirtW.PubtvmmK ylch vieles׳ Honoratioren stattü:Unter: den Aätvefendenwurden bemÄcktr: Der 2 'runMiWe) - Gesaudte׳ rLI Mhir-ka.: HerrenhmA- Mitglied ׳ MMchM. DwWb?a/: i Dtteetor B äu e!r! vom Wiener! Panköerxin/^ MmnnereiälraHnHeiurich׳: KLiMgier, > dicklGroß- - indüstrMensikäfferb'Rach Bog-sh -'HeLmanL Gidtz): ׳Wilhelm