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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1894-03-21 · Heft 9 (21.3.1894) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 9 (21.3.1894)
Date
1894-03-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Seite 7. Nr. 9^ Gesterreichisch-ungarische Lantoren-Zeitung. Jubilar zu Ehren ein freundschaftliches Symposion veranstaltet, an welchem nebst vielen persönlichen Freunden die Vorstände der Gemeinde und Chewra theilnahmen. Die im Verlaufe derselben dem Jubilar dargebrachten Toaste, gleich tute die int Lause des Tages massenhaft eingelangten Gratulationen und Telegramme, und nicht in letzter Reihe die ihm auch von seinen früheren Gemeinden und Verehrern in großer Zahl gewidmeten Geschenke legten ein beredtes Zeugnis ab für die Werthschätzung und An-- erkennnng, welche der Jubilar sich in allen seinen Wirkungskreisen erworben. Prehburg. Zufolge des jüngsten Erlasses des hohen königl. Honved-Ministeriums wurde für die hier garnisonirenden israel. Militärsleute ein separater Gottesdienst eingeführt. Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Schreiber delegirte zur Ab- Haltung der diesbezüglichen Predigt seinen Schüler, den Rabbinats-Candidaten Herrn Michael Dusch inski, Sohn des rühmlichst bekannten gelehrten Rabbiners Herrn B. Duschinski aus Nämesto. Troppau. Eine Angelegenheit, welche so recht das Gebahren der sich deutsch-national nennenden, im Grunde aber rein antisemitischen Majorität des Gemeinderathes der schlesischen Landeshauptstadt bezeichnet, ist der jüngste, mit nur einer Stimme Mehrheit durchgesetzte Beschluss, einem hochgeachteten, höchst opferwilligen Arzte die Aufnahme in den Gemeindeverband zu versagen. Vergebens wurde von den deutsch-liberalen Gemeinderäthen darauf hingewiesen, dass der betreffende Bewerber um die Aufnahme in den Gemeindeverband, Dr. B u ch b i n d e r, ein äußerst gewissenhafter Arzt ist, welcher keinem Armen die Hilfe versage. Als Corpsarzt der Troppauer freiwilligen Fenerwehr hat er sich ohne jeden Anspruch ans Entgelt zur Berfügung gestellt, die Ausbildung der Sanitütsmannschaft mit Umsicht und Eifer geleitet; er ist Vereinsarzt des Hilfsbeamten- Vereines und beansprucht auch für diese Thätigkeit, die auch niederen Beamten der Gemeinde zugute kommt, keine Entlohnung. Der Gesuchsteller vertrat einen städtischen Jmpfarzt unentgeltlich und erfreut sich seit den fünf Jahren seiner ärztlichen Praxis in Troppau hoher Achtung im Kreise seiner Berufsgenossen, was in der Thatsache Ausdruck findet, dass er Ausschussmitglied und Schriftführer des ärztlichen Vereines ist. Alles das fiel nicht in die Wagschale für die antisemitische Mehrheit des Gemeinderathes, die in dem Bewerber nur den Juden sah, dem sie die Aufnahme in den Gemeindeverband verweigerte. Um eine Ausrede sind die Herren nicht verlegen, und Vice-Bürgermeister Dr. Krommer erklärte, die Ablehnung erfolge aus nationalen Gründen. Bürgermeister Rocho wans ki fügte bei, deutsch-national und antisemitisch seien nicht identisch, überdies fand man, dass der Bewerber zu kurze Zeit in Troppau wohne. .4% Anlehen der Commission fürVerkehrsanlagen in Wien. I. Emission. N 0 m i n a 1 e 100.000,000 Kronen. Zinsen und Tilgungsqnoten gewährleistet durch die Beitragsleistnngen des Staates, des Erzherzogthms Oesterreich unter der Enns und der Gemeinde Wien und hypothekarisch sichergestellt auf den Linien der Wiener Stadtbahn. Prospectus: Die Commission für Verkehrsanlagen in Wien emittirt für die finanzielle Sicherstellung und die Ausführung von öffentlichen Verkehrsanlagen in Wien aufzunehmenden Anlehen in Gemässheit der vom k. k. Handels- Ministerium im Einvernehmen mit dem k. k, Finanzministerium ertheilten Genehmigung zunächst als erste Emission den Theilbetrag von 100.000,000 Kronen. Die Verzinsung und Tilgung dieses Anlehens erfolgt unter nachstehenden Bedingungen: Jede Schuldverschreibung wird mit jährlich vier vom Hundert vom Tage der Ausgabe bis zum Tage der Bück- Zahlung in nachhinein fälligen halbjährigen Baten verzinst, und werden die jeweilig am 1. April und 1. October verfallenen Coupons bei der Kasse der Commission für Verkehrsanlagen in Wien, bei der Union- Bank in Wien oder bei anderen jeweilig bekanntzugebenden inländischen Zahlstellen eingelöst. SämmtHche Schuldverschreihungen werden im Wege der Verlosung innerhalb 85 Jahren, vom 1. Jänner 1898 an gerechnet, nach Nassgabe des den Titres beigedruckten Tilgüngsplane3 zurückgezahlt. Die Commission für Verkehrsanlagen in Wien behält sich jedoch das Becht vor, in dem einen oder anderen Jahre, wann immer, auch eine grössere Anzahl von Obligationen als nach dem Tilgungsplane enfalien würde, zu verlosen oder auch sämmtliche noch im Umlaufe befindlichen Obligationen für verlost zu erklären und einzuziehen. Die Bückzahlung der verlosten Schuldverschreibungen erfolgt gegen deren Bückstellung zum vollen Nennwerthe drei Monate nach der Ziehung, das ist jeweilig am 1. April bei der Kasse der Commission für Verkehrsanlagen in Wien, bei der Union-Bank in Wien oder bei anderen jeweilig bekanntzugebenden inländische Zahlstellen. Diese Schuldverschreibungen sind Stempel- und gebührenfrei, und werden die Zinsen derselben von der in Gemässheit der gegenwärtig geltenden Gesetze, zur Einhebung gelangenden Einkommensteuer sowie von jeder Steuer, die etwa durch künftige Gesetze an deren Stelle eingeführt werden sollte, dann von der Entrichtung der Couponstempelgebühr bis 1 Jänner 1928 freigelassen. Für die pünktliche Bezahlung der Zinsen und Rüekzahlungsraten dieses Anlehens haften die dem Gesammterfordernisse hiefür gleichkommenden, gesetzlieh bestimmten Beitragsleistungen des Staates, des Erzherzogthums Oesterreich unter der Enns und der Gemeinde Wien, ferner die Erträgnisse des unter der Verwaltung der Commission für Verkehrsanlagen in Wien stehenden Fondes, insbesondere die Erträgnisse der jeweilig ausgeführten Verkehrsanlagen und überdies die im Eisenbahnbuche des k. k. Landesgerichtes Wien eingetragenen Linien der Wiener Stadtbahn. Unter Bezugnahme auf vorstehenden Prospect werden von dem durch die Union-Bank in Wien und das Bankhaus Mendelsolm & Co. in Berlin übernommenen Anlehen 40.000.000 Kronen Nominale unter nachfolgenden Bedingungen zur Subseription gebracht. 1. Die Subscription erfolgt: in Wien bei der Unionbank, m Wien bei der Wechselstube der Union-Bank, in Triest bei der Filiale der Union* Bank, in Brünn bei der Mährischen Escompte Bank, in Graz bei der Steiermärkischen Escompte Bank, in Lemberg bei der Landesbank des Königreiches Galizien und Lodomerien mit dem Grossherzogthum Krakau und deren Nebenstellen, in Lemberg bei der k. k. priv. Galizischen Actien-Hypotheken-Bank und deren Filialen, in Linz bei der Bank für Oberösterreich und Salzburg, in Prag bei der Böhmischen Escompte- Bank und deren Filialen, in Prag bei der Zivnostenskä banka pro Cechy a Moravu u Praze und deren Filialen, am Dienstag, den 20. März 1894 während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden. 2. Der Subscriptionspreis beträgt fl. 88.50 Oe. W. für je 200 Kronen Nominale nebst den laufenden 4-percentigen Stückezinsen vom 1. April 1894 bis zum Tage der Abnahme. Abonnements-Einladung. Am 1. April beginnt bas 2. Quartal dieses Jahrganges und ersuchen mir um umgehende Erneuerung des Abonnements und sofortige Einsendung des Pränumerations-Betrages. שמחת פורים♦ Indem wir unseren geehrten Herren Abonnenten dir angenehmste Purimstimmung wünschen, bitten wir dieselben in der Festesfreude auch an uns nicht zu vergessen und die rückständigen Nbonnementsbrträge, die leider wieder übermähig anwachsen, umgehend an uns zu senden. Hauptsächlich werden diejenigen Cvllegrn, welche fürs 1. Quartal 1894 noch nichts gesendet haben, an ihre Pflicht erinnert. Die Redartion. Moritz Hartmann’s gesammelte Werke I; 10 Bände, elegant gebunden, wie neu, anstatt fi. 25 für nur tt. 6. ||! Ganz bedeutender Dichter, war 1868 Mitarbeiter der ״Neuen Freien M \ Presse“,hat sich sowohl durch seine Dichtungen Kelch und Schwert, A!die Zeitlosen, sowie Erzählungen eines Ünstäten, Von Frühling ||; zu Frühling. ״Die letzten Tage eines Königs“ und andere Novellen. K ן einen bedeutenden Namen von bleibendem Werth in der deutschen^ i Litteratur erworben ||! Zu beziehen durch: M! Ja.! Josef nDe־u.־bler.!B־dc:h.:1n.a,:r1dl־a.:n.g• h | Wien, II., Praterstrasse Nr. 9. ff Synagogen-Ornate für loren, Ballinen r verfertigt billigst und gesehmackYollst ausschliesslich M. GOLDBERG, Schneidermeister Wien, I., Fleischmarkt Nr. 9. Herrenldeidei־ nach Mass werden feinst ausge führt.

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