Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 7 (1887)
- Issue
- Heft 41 (18.12.1887)
- Date
- 1887-12-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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— 7׳ — deren Eltern, noch mehr überrascht, als sie in'.den Sitzungssaal geführt wurden, wo-׳ein. mit dem feinsten Packwerk und sonstigen Speisen reich beladenes Buffet hergerichtet war. Dass es daselbst an einer recht gemüthlichen Unterhaltung nicht mangelte, ist selbstverstündlich. Frl. Philippine -Kaufmann, Herr Cantor Gruschka, sowie Herr Religionslehrer. S. Piskaty sorgten für den gesa״glicheu Theil der Unterhaltung und ernteten auch mit dem Vortrage ihrer Lieder rauschenden Beifall ein. Einen sehr humoristischen Toast ließ Herr Dr. Hofer von Stapel, und auch Herr Dr. Fröhlich ergötzte die Gesellschaft durch seine gediegenen Reden. So verlief in der gemüth^ lichsten Weise -dieses schöne Chanukafest mit dem Wunsche, es möge recht bald ein ähnliches׳ wiederkehren. Um das Zustandebringen dieses schönen Festes hatten sich besonders die Frau Dr. Fröhlich, sowie die Frauen Dr. Hofer, Rosa und Johanna Kaufmann und der Vorsteher Herr Leopold Kaufmann verdient gemacht. Aranzensbad. Der hiesige israel. Cultusrath und Armenvorstand erlasst folgenden Aufruf: P. T. Hochgeehrte Glaubensbrüder und Schwestern! Alljährlich kommen aus allen Weltgegenden 50 bis 60 unbemittelte kranke Glaubensgenossen hieher, um die Cur zu gebrauchen. Viele dieser Armen haben ihre letzten Pfennige schon auf der Herreise verausgabt und langen ganz blank und aller Mittel bar hier an. — Selbstverständlich fühlen wir uns verpflichtet, diesen Bedauernswerthen unsere ganze Theilnahme nach Kräften zuzuwenden. Allein beim besten Willen können wir ihnen, und dieses auch nur mit harter Mühe, nicht mehr als Kost, Bäder und ׳ärztliche Behandlung unentgeltlich bieten. Um Wohnung müssen sie sich selber bekümmern, und dieser Umstand ist es eben, welcher ihnen die größte Verlegenheit bereitet. — Was bleibt also diesen Unglücklichen, selbst den Verschämtesten, die einst bessere Tage gesehen, anderes übrig, als sich auf Gnade und Ungnade dem Bettel in die Arme zu werfen und das Wohlwollen der P. T. Cnrgäste in Ansprach zu nehmen. — Jeder Edeldenkende wird es einsehen, dass solchen Uebelständen für die Folge vorgebeugt werden muß, und dass es. kein besseres Mittel hiezu gibt, als für diese armen kranken Glaubensgenossen ein Curhospital zu errichten, damit sie wenigstens für die Dauer ihres Curgebrauches aller Hauptsorgen enthoben sind. Dieser Gedanke hat sich bei uns schon seit Jahren geltend gemacht und wir thaten auch einen sehr bedeutenden Schritt .zu dessen Verwirklichung, indem wir ein beträchtliches Grundstück, in einer sehr vortheilhaften Lage, mit Hilfe des Allmächtigen uns rdler Menschenfreunde angekauft. Nun handelt es sich nur noch darum, das Gebäude h:rzustellen, wozu uns auch schon ein Plan von einem sehr tüchtigen Baumeister vorliegt. Allein bei all' 1111ferem Bestreben ist es unmöglich, dass wir diesen Bau, ohne ergiebige Beihilfe unserer geschätzten P. T. Glaubengenossen in Anspruch .zu nehmen, zu Stande bringen können.—Demzufolge erlauben wir uns im Namen der guten Sache und im Interesse unserer armen kranken Brüder und Schwestern, an das oft bewährte und von aller Welt anerkannte edle Mitgefühl unserer geschätzten Glaubensgenossen ׳ergebenst zu appelliren und bitten um namhafte Betheiligung an diesem schönsten Werk der Nächstenliebe, namentlich um einen Beitrag zur Errichtung eines israel. Curhospitales in unserer Curstadt Franzensbad. Korrespondenz der Wedaction. L in K. Zur geeigneten Zeit wollen wir das Möglichste thun. Wir ׳weinten die Beamten Zeitung. L. in Hürb. Herzlichen Dank für Ihre Gratulation, dieselbe hat uns ^außerordentlich erfreut. R. in T. Wir gratuliren zur neuen Stellung. S. in I. B. Ihre Berufung auf §. 19 des PresSgesetzeS ist nicht stichhaltig, da Ihr Eingeseudet keine Richtigstellung der Thatsachen, sondern zum großen Lheile der Ausdruck Ihrer persönlichen Meinnng ist. Gegen die Auf- »ahme des recensirenden TheileS, sowie der angeführte Jourualstimme haben wir nichts einzuwenden. Die geeHrten Kerren Abonnenten, welche «och mit dem Abonnernentsbetrage im Uückstande find, werden drin- ^end ersucht, denselve« vor Jahresschluss unbedingt öegteiche« zu wolle« * Die Redaktion Bei der gefertigten Cultusgemeinde ist die Stelle eines geprüften Lehrers, der zugleich Cantor, Koreh und Schochet ist, za besetzen und werden musikalisch Gebildete bevorzugt. Gebalt 500 fl., freie Wohnung, Beheizung, das Erträgnis der Scheehita und die üblichen Emolumente; es werden nur dem Acceptirten die Reisespesen vergütet. Offerten mit Zengnissabschriften bis längstens Ende December d. J. an die israel. Cultusgemeinde in Hartmanitz (Böhmen)» Concurs. Vom 15 Januar l8t-8 ist die hiesige zweite Cantorstelle, verbunden mit שוחט קור« בתורת gegen ein jährliches Honorar von der Gesammt-Schechita von 700 bis 800 fl. sowie den üblichen Emolumenten, zu besetzen. Candidaten, welche einigermassen musikalisch, sind, zeitgemäss vorbeten, die Befähigung zur Matrikenführung hesitzea, mögen sofort ihre Gesuche nebst Approbation»-Attesten einreichen. Nur österreichische Unterthanen werden berücksichtigt Dem Acceptirten werden die Reisespesen vergütet. Göding, im December 1887, Der Cultusvor&taud: Wilhelm Ziechner. O01clc־clxs - -Ä-־Q.ssciixei'b־Q.jagf• Bei der gefertigten Cultusgemeinde ist die Stelle eines geprüften Religionslehrers, Vorbeters und Schlächters am 15. April 1888 zu besetzen. Der Gehalt beträgt 220 fl., das 8ehaehtgeld beiläufig 100 fl. und das Unterrichtsgeld etwa 60 fl. jährlich. Bewerber, welche auch der böhm Sprache mächtig sein müssen, wollen ihre gehörig belegten Gesuche längstens bis Ende Januar 1888 einsenden. Die isr. Cultusgemeinde Karä&sch-Retsehits. Pramifrt aaf den Weltausstellungen; London 1852, Paris 1867, Wien 1873 Paris 1878. Auf RatenC 1 a v i 0 r e für Wien und Provinz Concert-, Salon- und Stutzflügel wie. auch Pianinos aus der Fahr k der weltbekannten Export - Firma Gottf. Gramer, Wilh. Mayer in Wien, von fl. 880, fl. 400. fl. 450, fl. 550, fl. 650. Claviere anderer Firmen fl. 280—350. Clavier-Verschleiss und Leih-Anstalt von A. Thierfelder Wien, VH-, Burggasse 71. Die von Josef Eberle ־SS Co. WIEN, VII., Seidengass»Kr?. (im eigenen Hause,) empfiehlt sich den P. T. Herren Günteren und Compositanren, zur Anfertigung von Notenstich, u. Noten druck als einziges* complet eingerichtetes Institut dieser Art im In- und Auslands.