Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 6 (1886)
- Issue
- Heft 12 (6.4.1886)
- Date
- 1886-04-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 7״ — wegen Beleidigung des Herrn P. P. verurtheilt worden." Herr Stöcker hat gegen das ihn verurtheilende Urtheil Berufung eingelegt" — das find die einzigen Rests der einstmaligen so unbegrenzten Herrlichkeit. 'MetersönrA. Am 14. d. M. f eierten die Anhänger der neuen religiösen Secte ,Neu-Jsrael' in der südrussischen Stadt Elisabet׳ * grad das Jubiläum des sechsjährigen Bestandes ihres neuen Glaubens. Das Fest fand in dem Bethause der Seele statt, welches in einer der entlegensten Gassen liegt und aus einem kleinen Häuschen besteht. Die ,Brüder* und die ,Schwestern* — so nennen sich die Bekenner Neu-Jsraels untereinander — waren so zahlreich erschienen, dass das Bethaus sie alle nicht zu fassen vermochte, und mehr als hundert Personen vor dem Bethause stehen mussten. Das ziemlich geräumige Betzimmer enthält nur schwarz angestrichene Bänke und eine .Kanzel für den Prediger. Es wurde das Evangelium in russischer Sprache verlesen, worauf eine Predigt folgte, welche auf die Zuhörer großen Eindruck machte. Vor Beginn der Andacht wurde von Kindern die russische Volkshymue gesungen, wobei auf Violin und einem Harmonium gespielt wurde. Nach der Andacht wurden die zahlreich eingelaugten Begrüßungstelegramme ans allen Enden des russischen Reiches verlesen. Nus dem hierauf zur Verlesung gelangten Nechensckaftsberichte über die sechsjährige Thätigkeit der Secte erhellt, dass dieselbe sehr, arm und nicht im Stande ist, auch nur eine Schule zu erhalten. Sie erhält aber eine Wagner- und eine Schmiedewerkftatt. Die Gesellschaft beabsichtigt, eine Ackerbau-Colonie zu gründen. Am Abend desselben Tages fand eine von der Secte veranstaltete Festtafel mit Musik und Tanz statt, welchem Feste auch zahlreiche Russen und orthodoxe Juden beiwohnten. Die Seete Neu-Jsrael zählt heute 2000 Anhänger. Jerusalem. Nachdem der frühere hiesige deutsche Consul .Herr Dr. Neitz nach Smyrna als Reichsconsul versetzt wurde, ist diese Consulstelle mit Freiherrn Dr. v. Tischendorr, Sohn des berühmten Professors V. Tischendorf zu Leipzig, besetzt worden. Dieser neue Consul kennt keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Völkern, welches folgende Thatsache beweiste: Die Stelle eines Dragomans am hiesigen kaiserlichen deutschen Consulate war seit einigen Monaten unbesetzt;' selbstverständlich haben mehrere Personen von verschiedenen Confessionen sich uw diese Stelle beworben. Als solcher wurde-nun unser Glaubensgenosse, Herr Arie, Sohn eines hiesigen sfardischen Bankiers, Herrn Isaak Arie, seitens des Cousuls vorgeschlagen und vom auswärtigen Amte in Berlin bestätigt. — Herr Arie ist bereits zu Freude seiner sämmtlichen Glaubensgenossen in seinem Amte thätig. Dies ist der erste Fall, dass ein Jude als definitiver Beamter bei einem Consulat zu Jerusalem sich einer Anstellung erfreut. Gründlings- und Vereinsbeiträge. F. Teltsch, Stockerau, ganzjährigen Beitrag. I. Körner, Smichow, halbjährigen Beitrag. I. Heymann, Amsterdam, ganzjährigen Beitrag. L. Spiegel, Gr. Biese, dreivierteljährigen Beilrag. S- Streicher, Holics, halbjährigen Beitrag. Weiß, Simontornya, vierteljährigen Beitrag. G. Löwenthal, Wölkersdorf, vierteljährigen Beitrag. S. Nussbaum, Holleschau, ganzjährigen Beitrag. A. Fische r, Vereinscassier. Correfpondenz. M. in Hol. Wollen Sie nur endlich Pünktlichkeit zeigen. Gr. in Pr. Gesandten Betrag für Rest 1885 und 2 fl. 75 kr. für 1886 gutgebucht. Gruß. Sp. in Gr- B. Ihren gesandten Betrag haben wir Ihnen für Ihr Saldo bis 1. October 1385 gutgeschrieben. H. in Ap. Wir senden pünktlich an Ihre Adresie das Blatt. H. in Amst. Bestätigen dankend den gesandten Betrag. Besten Gruß. W. in St. G. Haben den gesandten Betrag gutgebucht. B. in Podg. Wollen Sie, nachdem Sie nichr Mitglied sind, den Rest uachsenden. N. in H. Den Betrag von 5 fl ö. W. erhalten, die eine Hälfte auf Rest pro 1885, die andere auf das erste Halbjahr 1886 gutgebucht. Dr. F. G. in K. Jede einzelne der erwähnten Arveilen, sowie Alles, was den Gottesdienst betrifft, uns stets erwünscht. Schw. in T. Geiger's Gebetbuch zu beziehen in jeder jüdischen Buch« Handlung. G. in A. Gewünschtes in nächster Nummer. L. Sch. in Br. Wir senden pünktlich daS Blatt an Ihre Adresie und begreifen Ihre oftmaligen Reclamationen nicht. Kr. in Kl. Mußte für die nächste Nummer Zurückbleiben. Die Redaktion. Abonnementsnnd Znsertionsbeträge find Ln der Nedaetion, Wien, II., Nvvaragafse 2V, zahlbar. von Josef Eberle & Co. ״ ,.בב©.ב"7\7\י■ יVII., SeicLe:n.g־a,sse USTr. 7׳ (im eigenen Hause), empfiehlt sich den P. T. Herren Cantoren und Compositeuren zur Anfertigung von Notenstich u. Notendruck als einziges, complet eingerichtetes Institut dieser Art im In- und Auslande. Den P. T. 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