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Die Welt · 1901-09-13 · 37 (13.9.1901) · p. 6

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Journal
Die Welt
Volume
5 (1901)
Issue
37 (13.9.1901)
Article
Statistisches von den palästinensischen Colonien
Date
1901-09-13
Page
6 (sequence 2)
Language
German
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Seite 6 „Die # WclÜ* Nr. 37 -Vollendung der von der Ica in Angriff genommenen Anstrocknung der gifthauclienden Sümpfe abwarten, um die Colonie wieder zu besiedeln.) 15. Rosch-Pinah (arabisch Dscliajuna). 1 Stunde Weges von Saffed, 4 Stunden von Tiberias, 15 Stunden von Akka (St. Jean d'Acre). Gegründet im Jahre 1882. Flächenraum 32 689 Dunam. Hievon 10 985 Dimam Eigenthum der Cöloriisten, der Rest Eigenthum der Administration. 900 Dut nam Weinberge, f00 Dunam Mandel-, 8992 Oliven-, 1341 Maulbeerpflanzuhgen, 60 Dunam Orangerien, 4602 Dunam Acker-, 23 854 Dunam Brach- und Weideland, 340 Dunam Baulichkeiten sammt Gemüsegärten. Einwohnerzahl 48Ö Seelen. Synagoge, Schule, Bibliothek, Apotheke, Seidenspinnerei mit Dampfbetrieb. (Materiell ist Rosqh-Pinah unter allen palästinensischen Colonien am besten gestellt.) 16. J e s s u d II a m a a 1 a h (arabisch Z'beda). 2 Stunden von Saffed, 1 Stunde von Rofcch-Pinah und Mischmar-Hajarden. Gegründet im Jahre 1883. Flächenraum 11000 Dunam. 9239 Dunam Ackerland, 293 Dunam, Orangerien, 28 Dunam Weinberge, 469 Dunam Oliven-, 177 -Dunam Maulbeerbäume, 576 Dunam Rosengärten, 42 Dunam Feigenbäume, 276 Dunam Häuser und Strassen. Einwohnerzahl 216 Seelen. Synagoge, Schule, Apotheke, Laboratorium für Rosenölbereitung. 17. M ischmar - H a j a r de n. 2 Stunden von Rösch-Pinah, l1/* Stunden von Jessud-Ha - Iah, 5 Stunden von Saffed.. Gegründet im Jahre 1890. Flächenraum 4400 Dunam. Meist Ackerland. Einwohnerzahl 110 Seelen (19 Faerlien). - 18. M a c h a n a j i m. Zwischen Mischnar-Hajarden, Rosch-Pinah und Jessud-Hamaalah, von jeder einzelnen dieser Colonien ungefähr 1 Stunde entfernt. Gegründet im Jahre 1899. .Flächenraum 5857 Dunam, Ackerland und Weide. Einwohnerzahl 63 (17 Familien);19. Metulah. 6 Stunden von Saffed, 8 Stunden von Sidon entfernt. Gegründet im Jahre 1S96. Flächenraum 12 800 Dunam, hievon 8600 Dunam Ackerboden, der Rest Weideland. Einwohnerzahl 284 Seelen. Synagoge, Schule. c) In Transjordanien: 20. ß e n e J e h u d a (arabisch Ischgum). Oestlich vom Genezarethsee. 3l/2 Stunden von Tiberias. Gegründet im Jahre 1891. Flächenraum 3500 Dunam, Ackerland und' Weide. Einwohnerzahl gegenwärtig 33 Seelen. (Schluss folgt.) Der fünfte Gongress. Wir bringen im Nachfolgenden die auf die Wahl der Delegierten bezüglichen Bestimmungen des Baseler Statutes:' . Artikel III. . 3. Die Arbeiten eines Congresses werden nach der vom III. Congresse beschlossenen Geschäftsordnung durchgeführt. 4. An den Verhandlungen des Congresses können nur die, von SchekeJzahiern gewählten Delegierten theilnehmen. 5. Jeder Schekelzahler hat das active und passive Wahlrecht für den Congressy wenn er seinen Schekel mindestens 10 Wochen vor Beginn des -Congresses entrichtet. Die Wahlen müssen vier Wochen vor Beginn des Congresses beendet sein. JSTiir bei Verhinderung eines Gewählten ist bis zum Gongress eine Ersatzwahl zulässig. In den letzten vier Wochen gegründete Ortsgruppen wählen nach Analogie der Ersatzwahlen, sofern sie von der Landesorganisation anerkannt sind. 6. Das active Wahlrecht kann jeder nur in der Wahlgrirppe, der er angehört,- ausüben. Man erlangt..das active Wahlrecht mit dem 18., das passive, mit dem 2L Lebensjahr. 7. Jeder zionistische Verein wählt als Wahlgruppe so viele Delegierte, als er 10Ö Mitglieder hat. Bei einer Ueberzahl von, inehr als 50 Mitgliedern wählt der Verein um einen Delegierten mehr. Schekelzahler, welche keinem zionistischen Verein angehören, werden durch das Landes-Comite nach je Hunderten in Wahlgruppen eingetheilt. In demselben Orte haben aber schon 50 solcher Schekelzahler als Wahlgruppe das Recht, einen Delegierten zü wählen, wenn die Landesorganisation dem zustimmt. ' ' 8. Die Wahl der Delegierten für den Zionisten-Congress ist eine directe und geheime. 9. Der Wahlmodus bleibt den - Landesorganisationen überlassen. Diese haben jedoch mindestens drei Monate vor dem Congresse die Bestätigung des Actions-Comites einzuholen. 10. Jeder Delegierte hat das Recht, bis fünf Mandate zu übernehmen, verfügt am Gongress jedoch nur über eine Stimme. 11. Die Delegiertenmandate sind nicht übertragbar. 12. Jedes Landes-Comite führt eine eigene Liste seiner Schekelzahler, die es ebenso wie die Namen der gewählten Delegierten dem Actions-Comite wenigstens acht Wochen vor jedem Congresse mitzutheilen hat. 13. Wenigstens drei Wochen vor jedem Congresse soll dessen Tagesordnung jedem Landescomite zugeschickt werden. Diese Tagesordnung muss vom Landes-Comite in die betreifende Landessprache übersetzt und den Delegierten des Landes bekannt gemacht werden. * In Ausführung dieser. Bestimmungen des Organisations-Statutes wird als letzter Tag der Sehekelzahlung der .17. October 1901 festgesetzt. Die Schekellisten sind an diesem Tage abzuschliessen und bis spätetsens 31. October an das Congrcssbureau einzusenden. Bis spätestens 10. November sind von den Landesorganisationen die Wahlen auszuschreiben, welche ■ spätestens am 26, Kovember 1901 beendet sein, müssen. Die Namen und Adressen der ge- Avählten Delegierten sowie die Wahlprotokolle sind bis spätestens 10. December 1901 an das Congrcssbureau einzusenden. Basel rettet 1789 die Juden des Elsass. Im Revolutions-Almanaeh von 1793, verlegt von Joh. Christ. Dietrich, Güttingen, finde' ich eine ThatSache verzeichnet, die nach mehr als einer Seite merkwürdig ist. Die erregten Volksleidenschaften fachten freien und latenten Antisemitismuszur flammenden, sengenden Lohe-auf. Im Juli 1789.. als die Bauern im Sundgau und im Elsass die Juden plünderten und sie aus ihren Dörfern verjagten, flüchteten 700 oder 800 derselben nach Basel. Nicht blos der Canton, sondern auch Privatpersonen nahmen sie freiwillig auf; sie beköstigten und beherbergten die Aermsten von ihnen unentgeltlich mit ihren Familien; man wartete nicht auf ihre Bitte, sondern kam ihren Bedürfnissen zuvor und theilte ihnen freiwillig reichlich Almosen aus. Um eben diese Zeit befand sich der menschenfreundliche misshandelte Lavater auf dein Landgute eines Freundes unweit Basel, und eilte, sein Scherflein zu dem guten Werke beizutragen. Er schrieb und Hess zum Benefice. für diese Unglücklichen ein kleines deutsches Büchelchen drucken, das 100 moralische und philosophische Sätze enthält, und von welchem man in kurzer Zeit (>00 Exemplare absetzte. Als die Unglücklichen wieder in ihre Heimat zurückkehrten, vergassen sie nicht das Gute, das ihnen von den Baselern widerfahren war. Ein gelehrter Elsässer Rabbiner setzte ein. Gebet auf, das von nun an an jedem Sabbathstage gleich nach dem Gebete finden König in den Synagogen verlesen wurde. Ich konnte bisher nicht erfahren, in welchen Gemeinden dieser Brauch noch gehalten wird. Dieses Gebet, schreibt der Revolutions-Almanaeh von 1793, macht der Wohlthätigkeit der Baseler und der Dankbarkeit der Juden zu viel Ehre, als dass wir es hier nicht einrücken sollten. „O Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs! erbarme Dich Deines Volkes und der Schafe Deiner Herde! Denn die Zeiten der Wehen sind gekommen, und es mangelt ihnen an Kraft! Sah man wohl, je etwas, dasdem gleicht, was wir erdulden mussten? Thränen entstürzen unseren Augen, und Ströme rollen über unsere Wangen,

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