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Die Welt · 1901-05-23 · 21 (23.5.1901) · p. 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
5 (1901)
Issue
21 (23.5.1901)
Article
[Ohne Titel] / Die Welt <Administration>
Date
1901-05-23
Page
14 (sequence 1)
Language
German
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Seite 14 „Die & Welt" Nr. 21 ,jprn8ny 12: tnynya&w ö«n »S]nr}$rKPT h .tn "«Twin,, nsn ix -inj» jwiinros tö ypann yfo -h^k pä jyDHjyaoaaiaa^Tya jnp7:ia jjöjd 1*0 p» ♦pnr;n w jk 71 &prn p;avn:y:ySy::s -r*Kjyöpa jy^aya^s-j^ansi^T jny.T'ifc yynis* pnsn pmic nSya in*« pfni "T ^^air^s tais S^e jySnyä oy jw-; y^Syn p« /rchyn ytr^n. n -8&"ijn -jn« pw tö |yi»n aSyirjK^^T iyi iyoij yearyS h — öi*n mt |y:yr tjn«^ ,t:pwipjnw w.an pyo 28, ds irs« |yayp pyona y»S» — .|y:ySyj jj?3$m ^-n nj?r« stonsD d*h :\s* d^» pä p» ,]ypn? •»lunsn ijjra myo m «-.jrriö ur ^rß Die „Administration der Welt", IX., Türkenstrasse Nr. 9. A^WS^»^WW^V^»^iWMWM»V)M^MW»>WW^^ $fas cUl) Berichte. Wien. (Der Einzelverein „Fünfhaus" 'les- Verbandes „Zion") veranstaltete am 15. Mai seinen fünften Vereinsabend, zu dem ein zahlreiches Publicum und viele Gesinnungsgenossen aus anderen Bezirken erschienen waren. Den Reigen der Vorträge eröffnete der Altmeister der zionistischen Propaganda Herr Dr. Kahn. Er entwaif an der Hand reicher Daten ein Bild der Lage d e r j ü d ischen Colonien in Palästina, nachdem er die Geschichte ihrer Gründung dargelegt hatte. Durch da* Eingreifen der russischen Zionisten werden sie wohl für die Zukunft dauernden glücklichen Bestand haben. Wie immer lohnte reicher Beifall den Redner. Sodann ergriff Herr Berthold Fei wel das Wort, um über den ersten österr eichischen Zionistent«g zu referieren. Referent beschränkte sich auf die Erklärung der zionistischen Forderungen zur körperlichen, geistigen und wirtschaftlichen Hebung der Juden. Er liess nicht unerwähnt, dass die österreichische Organisation mustergiltig sein wird, dass durch die Thesen Arbeit für Jahre hinaus vorbereitet wurde. Nun beantwortete Herr Cultusvorstand Ge witsch mehrere schon früher an ihn gestellte Interpellationen über die Constituierung der- Bezirks-Commission, die jüdischnationale Gesinnung des Cultusvorstandes etc. und fand vertrauensvolle Anerkennung für den Fieiss, mit dem er, der stramme Gesinnungsgenosse, sich in die Agenden eines Cultusvorstandes eingelebt hat. Gegen den Brauch des Einzelvereines wurde endlich eine Discussion über das Verhältnis der zionistischen Partei zum „Jüdischen Volksverein" begonnen. Von Seite der letzteren sprachen die Herren Pla,schkes und Dr. Kadiscb, den Standpunkt der Zionisten vertraten die Herren Gross, Buber und Dr. Kahn. Das Resultat der Discussionen war die Differenzierung der Programmpunkte beider Parteien. Wien. In Gemässheit der Beschlüsse des ersten österreichischen Zionistentages wurde in Fünfhaus ein „Z ion istischer Los- und Spar verein Fünf haus11 gegründet, dessen Statuten von der Statthalterei genehmigt j-ind. § 2 lautet: Der Verein bezweckt, mit dem durch die Einzahlungen seiner Mitglieder angesammelten Capital einerseits in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern gesetzlich erlaubte Lose anzukaufen, die den Mitgliedern gemeinsam gehören, andererseits aus den in § 5 erwähnten Strafgeldern von 20 Hellern und einer wöchentlichen freiwilligen Einzahlung von 40 Heilern in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern gesetzlich erlaubte Actien solcher Unternehmungen zu kaufen, die für specifisch jüdische Zwecke bestimmt sind. § 3 lautet: Die Aufnahme der Mitglieder erfolgt durch den Ausschuss. Die Mitglieder müssen eigenberechtigt seih. §4 lautet: Die Einzahlungen finden jeden Donnerstag (eventuell Mittwoch) statt und betragen für jeden Antheil zwei Kronen österreichischer Währung. § 8 lautet: Die Anzahl der Antheile ist unbegrenzt, und kann jedes Mitglied mehrere Antheile erwerben, wodurch es auch die gleiche Anzahl Stimmen erhält. §20 lautet: Gewinnste bis 1000 Kronen österreichischer Währung werden zur Anschaffung weiterer Lose verwendet; Gewinste, die diesen Betrag überschreiten, werden in vollem Betrage an die statutarischen Mitglieder nach Antheilen aufgetheilt. § 21 lautet: Von jedem Gewinste hat jeder Antheilhaber ein Fünfzigstel seines Gewinnes als Geschenk an den ,«Zion", Verband Österreichischer Vereine für Colonisation Palästinas und Syriens in Wien, abzuführen. §22 lautet: Die Actien der specifisch jüdische Zwecke pflegenden Unternehmungen werden jedes zweite Jahr gekauft und nach der Zahl der Mitglieder vertheilt. § 24 lautet: Nach Ablauf von je zwei Jahren wird das Vermögen des Vereines an die Mitglieder nach Antheilen ausgefolgt und beginnt sofort <Jie Neueinzahlung. § 25 lautet: Die Dauer des Vereines ist unbestimmt. Es werden alle, welche ,auf eine leichte Weise einen Sparpfennig zurücklegen wollen, aufgefordert, ihren Beitritt folgenden Herren anzumelden: 1. Anton Stern, Wien, XIV., Sechshauserstrasse 70. 2. Samuel M o h r, XII, Schönbrunnerstrasse 289. .S.Eduard Herlinger, XIV., Schwendergasse 1. 4. Anton Pick, XV., Mariahilferstrasse 140. Prag. Der erst vor kurzem begründete jüdische Frauenverein veranstaltete am 19. d. M. in Heines Restaurant ein Fest zugunsten der palästinensischen Arbeiter. Die Präsidentin des Vereines Frau Sophie R o b i t s c h e k erinnerte in einer wirkungsvollen Rede an den Heldenmuth der jüdischen Arbeiter, die aus Liebe zu ihrem alten Mutterlande ihre Heimstätte verlassen hatten, um das alte Palästina wieder urbar zu machen, und forderte mit begeisterten Worten zur Unterstützung dieser Volkshelden auf. Das Fest •verlief s*hr animiert. Frau Relschi Redisch, Vicej.präsidentin des Vereines, recitierte mit Wärme und innigem •'Gefühl das bekannte Gedicht von Heinrich Loewe „Das .Schiff im Sturm". Frl. Irma Philipp entzückte dte Zuhörer durch ihren Ciavier- und Gesangsvortrag. Ein besonderes Verdienst um das Gelingen des Festes erwarb sich der „Jüdische GesangsundMusikverei n", der unter Leitung seines I. Chormeisters Herrn Richard Taussig einige Chorlieder exact zum Vortrage brachte. Von den übrigen Mitwirkenden seien besonders erwähnt: Der bekannte Prager Violin-Virtuose Herr MUC. Robert Fleischniann, Herr Helm und der wackere Chormeister des .j,Jüdischen Gesangs- und Musikvereines" Herr Richard;T au ss ig, der das zionistische Lied „Sehnsucht" unter nicht enden wollendem Bei falle vortrug. In vortrefflicher Weise besorgte Herr Ing. Ernst B u c h b i n d e r die Clavierbegleitung. Das Fest war trotz des herrlichen Frühlingswetters gut besucht. Diese allgemeine Anerkennung dürfte Xvohl der unermüdlichen und wahrhaft opferwilligen Vereinsleitung zum Lohne und Ansporne zu weiterer eifriger Thätigkeit dienen und wird gewiss dem jungen Vereine manch neuen guten Freund gewonnen haben. A. B. Troppau. Am 18. d. M. fand die constituierende Versammlung des zionistischen \ ereines „Jeschurun" statt. Mit der Gründung dieses Vereines hat unsere Sache auch bei uns festen Fuss gefasst, und rechnen wir mit Sicherheit, dass ausser den 40 Mitgliedern (2 weibliche), die sofort bei der constituierenden Generalversammlung beigetreten sind, noch weitere Mitglieder der Cuitusgemeinde, die sich für den Zionismus bereits zu interessieren beginnen, dem Vereine beitreten werden. Herr Dr. Zweig aus Ölmütz war bei uns als Referent erschienen und hat sowohl durch, seinen Vortrag, als auch durch seine Schlagfertigkeit in der Erwiderung der socialistischen Einwürfe, die glänzend abgewiesen wurden, unserer Sache grosse Dienste geleistet; dafür sei ihm hier der Dank ausgesprochen. Der Verein schliesst sich der Österreichisch-zionistischen Organisation (Landes-Comite) an. Wittheilungen des österreichischen Landes-Comitös „Verband Zion". Folgende Tage sind für unsere Sitzungen bestimmt: M a i 29. Juni 5. und 27. Juli 4. „ 24. August 8« September 5. und 19. October 10. „ 24. November 14. „ 28. December 12v 23,

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