Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 19 (10.5.1901)
- Article
- Wien
- Date
- 1901-05-10
- Page
- 15 (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 19 rDie # Welt" Seite 15 $Sus dei) \)eFeii)ei). Voranzeigen. Wien. Im Vereino jüdischer Mädchen „Hadassah" findet Samstag den 11. d. M.,., halb 8 Uhr abends, im Congress- Bureau, IX, Türken Strasse 9, ein Discussions-Abend über das Thema : „Die Pflic h t en der modernen j ü d ischen Frau" statt. Referentin Frau Dr. Olga Kadisch. Gäste (diesmal ausn: hmsweise bloss Damen) herzlich willkommen. Olimitz. (Der jüdische Turnclub) turnt jeden Montag und Donnerstag ab llß Uhr abends im Turnsaale der freiwilligen Feuerwehr, in Neugasse bei Olmütz und veranstaltet jeden Sonntag einen mindestens fünfstündigen Turngang in die Umgebung. Ausserdem hat sich eine von Studenten geleitete Fechtgruppe gebildet. Die bisher gezeigte Theilnahme der Turner verbürgt dem Club eine erfolgreiche Zukunft. H. Prag. Am 18. Mai veranstaltet der „Jüdische Frauenverein" einen Unterhaltungsabend unter Mitwirkung des „Jüdischen Gesang- und Musikvereines" zugunsten der palästinensischen Arbeiter. S. R. Pressburg. (Jüdische Krankenpflegerinne n.) Die Eröffnungsfeier der Anstalt zur Heranbildung israelitischer Krankenpflegerinnen in Pressburg in Verbindung mit der Aufnahme der ersten Pflegerinnen findet am 16. Mai d. J., 11 Uhr vormittags, im grosseh Saale des israelitischen Krankenhauses, Maria Theresien-Strasse, statt. Gleichzeitig findet die erste Jahres-G eneral-V ersamm lim g statt/" Berichte. Wien. (Bericht aus d e n z i o n i s t i s c h e n V e r-^ .einen in den ß e z i r k e n Xlt—XV [,,Fü n fh a u s"]j... Die Bildung eines Executiv-Co mit e s aller in FünlW, haus bestehenden zionistisch en Vereine ist im Züge. — Der erste Obmann-Stellvertreter des Em'zelyereines „Fünfhaus* des Verbandes „Zion",; Herr Samuel M o h r, wurde zurm Obmann-Stellvertreter .' der von der Üuitusgemeinde cdh^ stituierten Bezirks-Commission gewählt. Der EinzelverefÄ wird vom Juni ab das Programm seiner Thätigkeit im nächsten Vereinsjahre;berath;en. Der „Zionistische Frauen^ und Mädchen verein Fühfhaus* hat sichneu constituiert unM. wird die Dienstbotenfrage im Sinne unseres Programme^ zur Ausführung übernehmen. — Der „Zionistische Gesang verein*4 hat am 4. Mai mit der Einführung monatlich abzuhaltender Ciubabende einen sehr guten und schönen Anfang gemacht. Die Sänger sind voll Eifer bei der Sache und stehen unter der strammen Führung der Herren Friedrich Fuchs und Otto K o h n. Sie haben in den Bezirken XII bis XV bereits sehr grosses Ansehen erworben. — Der „Zionistische Turnvereinv. übt jeden" Dienstag und Samstag in der Turnhalle des Ba*ron Springer'sehen Waisenhauses und plant für den Söminer. Ausflüge und Schauturnen. Energisch durch die Herren Hugo R e c h n i t z er und Dr. Armin Stern geführt, ist er ein Muster für das Aufblühen aus kleinen Anfängen. — Die niedei österreichische Statthalterei hat die Statuten des zionistischen Los- und Spar ve rein es'" »Fünfhau s*' genehmigt, und dieser tritt als fünfter Verein der Bezirice in die Reihe der zionistischen Gründungen. Wien. Sonntag den 28. April fand im literarischen Geselligkeitsvereine jüdischer Mädchen „Moria" der letzte literarische Nachmittag in diesem Semester statt. Zahlreich waren Mitglieder und Gäste erschienen. Fräulein Adele Pop p s c h e 11 e r führte in Abwesenheit der Präsidentin den;.^fesH55 und eröffnete mit einer kurzen aber gediegenen Ansgri&che den Nachmittag, um dann das Wort dem Mitgliede SVl. Bertha Hermahn zu ertheilen. Frl. Hermann las eine selbstverfasste Erzählung: „Am Ziele" vor. Reicher, ungeteilter Beifall lohnte die Vorleserin. Hierauf dankte Frl. Pop pensc heller in warmen Worten der Referentin und richtete einen Appell ah die Mitglieder, auch während der Ferien die Interessen des Vereines z;u fördern. Sonntag den 12. Mai findet im Vereinslocale der erste hebräische Unterricht statt, an dem jedoch nur Mitglieder des Vereines sich beteiligen' können. Der Verein benützt auch seine Ferien dazu, um? eifrig ah der Ausführung des Programm es zu der im grossen; Stile geplanten Feier anlässlich des zehnjährigen Bestandes zu arbeiten.. Es ergeht hiermit gleichzeitig an'die früheren Mitglieder der Ruf um gefällige Bekanntgabe der Adressen! * N. P. Brünn. Der Leseverein' jüdischer Mädchen „Jehudith" in Brünn, der, um die Sonntag-Nachmittage den Veranstaltungen der „Toynbee-Halle* widmen zu können, seine innere Vereinsthätigkeit sistierte, geht von neuem an die Arbeit. Montag den 22. April veranstaltete der Verein eine Mädchenvers ammluhg, die einen glänzenden V erlauf nahm. Die Präsidentin Frl. Hedwig Schmidl sprach über die Nützlichkeit der Mädchenvarsammlungen, die allein imstande sind, den Indifferentismus der Frauen und Mädchen zu brechen. Hierauf hielt Fräulein Jula Klein ein formvollendetes Referat über das Thema: „Der Zionismus und die jüdische Frau/ Fräulein K1 e i n hob die Gefühlsseite des Zionismus hervor, die wohl geeeignet ist, auf die empfängliche Seele der Frau zu wirken. Sie schloss mit einem Appell an die anwesenden Damen, den Sinn für die Schönheit der jüdischen Art und des jüdischen Lebens zu wecken und zu fördern. Fräulein Schmidl sprach über den Zionismus als sociale Frage und dessen ethischen Wert. An der Hand actueller "Begebenheiten zeigte sie, welch sittlicher Gehalt unserer Bewegung innewohnt. Zum Schlüsse hob Fräulein Schmidl die zionistische Tendenz des Vereines hervor, da der Zionismus allein die Kraft besitzt, das Judenthum rein und stark zu erhalten. Es wurde unter allgemeiner Zustimmung beschlossen, alle 14 Tage erweiterte Vereinsritzungen zu veranstalten, um den bis nun ausserhalb der Bewegung stehenden Mädchen Gelegenheit zu geben, sich über Zweck und Ziol des Zionismus ihr eigenes Urtheil zu bilden. Prag. (General -Versammlung der jüdischen Volks -Vorschusscassa.) In der ersten General- Versammlung vom 26. März erstattete der Geschäftsführer "Herr Josef Stein den Geschäftsbericht, aus dem zu ersehen ist, wie rührig der Ausschuss dieses jungen Unternehmens, das sich als wichtigstes Ziel die wirtschaftliche Stärkung des jüdischen Mittelstandes gesetzt hat, seines AmtoR waltet. In dem ersten Halbjahre des Bestandes des Vereines wurden bereits Credite im Betrage von 174.922 Kr. an 279 Theilnehmer bewilligt. Ausser einer 472percentigen Verzinsung der Antheile des Unternehmens erzielte dieses noch einen Reingewinn von 1160 Kr., von dein 1< 00 Kr. dem Reservefond.s zugewiesen und 160 Kr. auf neue Rechnung vorgetragen wurden. Die Volks-Vorschusscasse zählt 418 Mitglieder mit 1788 Antheilen a 20 Kr. Spareinlagen: -Eingelegt im Monate März .29 911-02, Stand am 28. Februar 33:422-47 Kr., Stand am 3t. März 1901 Kr. 54.546-84.. - D a r- 1 e h e n sü n d E s e-o m p t e - V e r k e h r: Stand am 28. F( bruar 1901 169.077-46 Kr., im Monate März wurden rück-;gezahlt 20.171-63 Kr., 148.905*83 Kr. Bewilligte Dar- 1 e h e n im Monate März 74.910*73 Kr., Wechselstand am 31. März 1901 223.816*56 Kr. In den Ausschuss wurden die ausgelosten Mitglieder Herren: Apotheker Max Fanta, J. M. R e d i s c h und Josef Stein wieder-, Herr Jonas Frahk neugewählt. Als Ersatzmänner wurden die Herren Sigmund Hahn, Josef St. Oester reicher und Leopold Zucker, als Revisoren die Herren Arnold P o 11 a k, Igriaz P o r g e s und Hugo Schleim gewählt. ^VWMM^»0^VW»^V^WM^ Druckfehlerberichtigung. In dem Artikel „Die ökonomische Lage der Jrden" von S. Chaikis in Nr. 16 der „Welt** (aus dem russischen Manuscript übersetzt von Otto Glogau) soll es anstatt „Prof. Pilatc< richtig heissen Prof. P l at e r. (^»w^^»VMy^^v^^\w^w>%^^ Mittheilungen aus dem Publicum. Wir werden ersucht, zu constatieren, dass die Verhandlungssprache der Conferenz zionistischer Studenten in München, über die wir in Nr. 16 berichtet haben, die russische war.;; ^^yyv^»yvwMNA^Aw^^NV¥^ Spenden. Für die Rosa Kollmann-Stiftung: Jüdischer Mädchen-Verein „Moria4-, Wien K 50.—, Aaron Schreier1 und Beril Baron, Bohorodzani K 1.—. Zusammen K 51. Briefkästen. M. J., Wieiu Die Mitglieder des grosseh Actions-Comites für die betreffenden Länder sind im stenographischen Protokolle des IV. Zionisteh-Congresses Seite 279 angegeben. Näheres eventuell persönlich»; R. M., cand. jur., Berlin. Aber wer wird sich denn um jede unbedeutende Zeitungsnotiz: kümmern! Dank und Zionsgruss. Frl. J. 6., Wien. Besten Dank, S. T., Külz. In jeder jü tischen Buchnandlimg. M. K., Teschen. in einer der nächsten Nummern. M., Lodz, Leid er xm geeigo et. - \.\ »;