Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 12 (22.3.1901)
- Article
- Radom
- Date
- 1901-03-22
- Page
- 15 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 12 „Die x£ Welt" Seite 15 und „Der Todtengräber", von den Herren David Steinmann und St. Goldsobel vorgetragen, reichen Beifall fanden. Herzgewinnend und rührend war das von Herrn Alexander Feldstein verfasste Gedicht „Mein, Grab". Auch die; Herren Hü. Golds o b e 1. und L.' B r^lan t brachten zw4L Gedichte in meisterhaffer^^äö iÜm Vortrage, Im Hebräischen declamierten die Herren M. Abramowicz und H. Chwal, im Jargon Herr Sz. Steinmann und L. Zuckermann, Nach der russischen Declamation des Herrn Kaufmann und dem Schlussgesange des Herrn War schauer folgte ein Tanzkränzen, welches bis zum frühen Morgen dauerte. Besonderer Dank gebürt dem Fräulein Marie Fiedler und Herrn Ludwig Brylant. Prossnitz. Am 16. d. M. veranstaltete der Einzelverein Prossnitz des „Ziontt einen Discussionsabond, dereinen befriedigenden Besuch aufwies. Rabb. Dr. L. Gold Schmidt leistete der Einladung zu diesem Abende Folge. Nach der Eröffnung des Abends durch den Obmann Herrn Friedrich Low ergriff der Referent Herr Dr. Egon Zweig aus Olmütz das Wort. In einer längeren zündenden Rede, die mit begeistertem Applaus belohnt wurde, sprach er über das Thema: „Was hat der Zionismus bis nun erreicht?-'' Redner besprach die grosssen und vielseitigen Wirkungen des Zionismus, der neues Leben in die Judenschaft brachte und der bisherigen Versumpfung ein Ende gemacht hat. Ebenso reichen Beifall erntete Herr Doctor L. Goldschmidt, der sich mit der Grundtendenz des Zionismus, nämlich mit der Schaffung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina, einverstanden erklärte und als Seelsorger einen Appell an die Gemeindemitglieder richtete, sich dem Zionismus anzuschliessen. Er gab seinem Bedauern Ausdruck, dass die hiesige Juden gemeinde, die ja zu den grössten von Mähren gezählt wird, die Zionsidee nicht zu würdigen und zu tragen verstehe. An der Discussion betheiligte sich in hervorragender Weise Herr Dr. Gustav Zweig, ferner die Herren Heinrich Lasus und Siegfried Pollak. Nach einem zusammenfassenden Resume des Vorsitzenden wurde der Abend geschlossen, der der hiesigen Ortsgruppe einen nennenswerten Zuwachs und einen grossen moralischen Erfolg brachte. Sadagora. Bei der am 9. Februar a. c. stattgefundenen General-Versammlung und Constituierung wurde Herr Seide Rosenblatt zum Vereinsobmann wieder gewählt. In den Ausschuss wurden ferner gewählt: Herr J. R e 11 e r als Vice-Obmann, Herr A. Gold en berg als Cassier, Herr B. Weinberg und Herr A. Heitner als Secretäre, Herr M. Stern b-erg sen. und Herr S. Rössler als Oekonomen, Herr L. Hecht als Zeitungsverweser, Herr J. Rosenblatt sen., Herr J. R o s e nb 1 a 11 jun. als Bibliothekare, Herr D. G o 111 i e b, Herr H. Ausländer, Herr J. Koch, Herr M. Joel Sternberg jun.j Herr Sch. Heitner und Herr Hermann Gottlieb als Ersatzmänner, Herr J. Tritt und Rachmiel L e s s n e r als Rechnungs-Revisoren. Lemberg. Im Vereine »Dorsche Schelom Zio n" las Herr Josef P erlberger, Kaufmann hier, am 17. d. M. über „D ie körperliche Hebung der Juden mit besonderer Rücksicht auf die galizischen Zustände" unter Zugrundelegung des am Congresse zu London gehaltenen Vortrages von Prof. M a n d e 1 s t am m, Kiew. Der Referent wies auf die misslichen physischen Zustände unter den galizischen Juden hin, wobei er an die grösseren jüdischen Gemeinden appellierte wegen Berücksichtigung des Turnvvesens in den jüdischen Gemeindesch u Jen. Voranzeigen. Wien. (Erster Wiener jüdischer Turnverein, I. Mölkerbastei 5.) Turnabende finden statt: für Herren: Montag—Donnerstag, Dienstag—Freitag V28—9 Uhr, für Damen: Mittwoch—Samstag f>V2— 8l/2 Uhr. V ort ur n er c urs : Mittwoch von V*6—Va7 ^*ir- Wien. (Allgemeiner jüdischer Arbeiterverein.) Der von obigem Vereine veranstaltete Tanzeurs für Anfänger und Fortgeschrittene unter der Leitung des renommierten Tanzlehrers Max Richter (aus der Tanzschule Dubois) findet jeden Sonntag von AJß—0 Uhr nachmittags im grossen Saale des Ersten Wiener Jüdischen Turnvereines, I. Mölkerbast ei 5, statt. Die Theilnahme ist nur Mitgliedern gestattet. Anmeldungen, Einschreibungen und Auskünfte jeden Samstag von 8—10 Uhr abends im Vereinsiocale ll.Schwarzingergasse 2, Thüre 4. Das vom Vereine gemeinsam mit der ,.J ordani a" eingerichtete Lesezimmer ist täglich von 7>8— V210 Uhr abends geöffnet. (Freitag abends geschlossen.) Blblioihek.^stunden Dienstag und Samstag von *uß— 721Ü Uhr abends. Vereins-, Discussions- oder gesellige Äsende jeden 1.5 3. und eventuell 5. Samstag im Monate, beginn 8 Uhr. Wien. („ J ordani a", Verein jüdischer A nge stellter.) Samstag den 23. c. stud. Ernst Müller über: „Hei n rieh Hein e". Gäste herzlich willkommen. ******^AA**A*A**^u****^^**i^^^^^^A^^W***»'W*^WV»V Mittheilungen des österr. Verbandes „Zion". Der „Zion", Verband österreichischer Vereine für die Colonisation Palästinas und Syriens, hat an alle zionistischen Organisationen Zählkarten zur Erhebung ihres Standes am 15. Jänner 1001 ausgesandt. Die Leitung hat ferner folgende Tage für ihre Berathungen festgesetzt: März: 28. April: 8. und 25. Mai: 9. „ 29. Juni: 5. „ 27. An diesen Tagen sin«! die Mitglieder der Verbandsleitung von 7 Uhr abends an im Congress-Bure au, IX., Türkenstrasse Nr. 9, zu sprechen. Ebendahin sind Zuschriften für den Verband zu richten. Der V e rbandsleitung obliegt nun die Aussendung von Flugschriften, Agitationsrednern und die Unterstützung aller zionistischen Organisationen. A*rt***^*^***A**^%^^V»»rt****»Ai^*^^W>>^b»>g^M***^**N****i Mittheilungen aus dem Publicum. Unser bewährter Gesinnungsgenosse Herr Dr. Mayer S c h i f te r in C z e r n o w i t z hat sich mit Fräulein Bertha Fraenkel in Wiznitz (Bukowina) verlobt. WVWWWiVUWVW^ Spenden. Für zionistische Zwecke : Max Mandl, Gaya K —.90, Emil Nadel und Osias Pariser, Rzeszow K 2.—. Zusammen K 2.90. Für die rumänischen Juden : Löwy David, Berlin K 11.74. Für die Arbeiter in Palästina : Zum Geburtstage Sonja Liftschitz-Ekaterinoslaw von Samburski und Frau, Königsberg K 2.30, Moses Garten - stein, Warschau K j.26, Israel Aschenkiel, Warschau K 1.20, Moses Krone, Warschau K 1.26, Hirschwolf Goldlewitsch, Warschau K —.75. David Tennenbaum, Warschau K —.44. Isaias Feldworm. Warschau K 1.03, Zion. Arbeiter-Verein, Warschau K 7.99, Zum 70. Geburtstag Rabb. Dr. Rülf; Zion. Arbeiter-Verein, Warschau K 1.26, Zur Hochzeitsfeier des Meier Kolberg, Warschau K 1.20. Zusammen K 18.81. «. ^A>Vr*A*^*V*J»*'^**1><^/^y*^*** Briefkasten. L G. in Czernowitz. Besten Dank. Leider überholt. Z. Sch. in Torskie. Besten Dank. S. Lutz in Buenos-Aires, Leider zu spät eingelangt. Herzlichen Dank. S. H. in Bielitz. Ihre seinerzeitige Einsendung konnten wir nicht verwenden. Besten Dank. ***VVSj>fi¥*iMf*J*^J*niJV**A*W1**^ Druckfehler-Berichtigung. In den Artikel: „DieBerliner Zio nisten" in der letzten Nummer hat sich ein sinnstörender Druckfehler eingeschlichen. Statt: „...Die auf mehrere hunderte sich belaufende russisch-jüd:sche Studentenschaft in Bern../ soll richtig heissen: „. . . Die auf — Studentenschaft in Berlin .* WWyW^li^W^iW^MVWW^WVMWMM^^ Als vorzügliches Agitationsmittel versenden wir den verbliebenen Rest an alten Nummern gratis gegen blosse Vorausbezahlung des Portos von 72 Heller für ein 5 Kilo-Paket, circa 100 Nummern, nach Oesterreich und Deutschand, 50 Kopeken für 5 russ. Pfund, circa 60 Nummern nach Russland. Für Beträge unter I Rubel können russische Briefmarken gesendet werden.