Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 10 (8.3.1901)
- Article
- Conferenz der österreichischen Zionisten (erster österreichischer Zionistentag)
- Date
- 1901-03-08
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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Redaction und Administration: WIEN IX., Türkenstrasse Nr. 9. Telephon 14199. Erscheint eden Freitag, Zuschritten sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaction oder Administration: Wien, IX., . Türkenstrasse Nr. 9, zu richten. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und Manuscripte nicht zurückgesendet. Sprechstunden der Redaction: Montag, Mittwoch und Freitag von 3—4 Uhr. Preise der Anzeigen: Die viermal ^espalteno Petitzeile 20 Heller. Der Inseratentheil wird Dienstag abends geschlossen. Einzelne Nummern 30 Heller. Oesterreich- Ungarn: ganzjährig 12 Kronen, halbjährig 6 Kronen. Für das Ausland: Deutschland ganzjährig 13 Mk. 70 Pf., halbjährig 6 Mk. 85 Pf., England ganzjährig 14 Shg., halbjährig 7 Shg., Russland franzjährig 7 R., halbjährig 3 R. 50Kop., Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Aegypten ganzjährig 17 Frcs., halbjährig 8 Frcs. 50 Cts., Amerika ganzjährig 3 Doli. 40 Ct. Nr. 10. Wien, 8. März 1901. 5. lahrgang Conferenz der österreichischen Zionisten. (Erster österreichischer Zionistentag.) Der Verband „ZionK hat für den 24. und 25. März 1901 eine Conferenz der Delegierten der etwa 200 zionistischen Vereine Oesterreichs nach Olmütz in Mähren einberufen. Es handelt sich nicht um eine Heerschau oder eine blosse Demonstration. Es sollen Arbeitstage im vollsten Sinne des Wortes werden. Das Werk der Organ isationderösterreichischenZionsvereine soll endlich durchgeführt und die feste Grundlage für eine systematische und ausgebreitete Thätigkeit geschaffen wer d en. Als Basis für die Berathungen des Zionistentages wurde folgende Tagesordnung festgestellt (mit je einem Hauptreferenten und einem Correferenten für II—V): I. Die Lage der Juden inOesterreich. II. Programm. III. Organisation. IV. Agitation. V, Presse. VI. E v e n t u a 1 i a. Im Interesse einer starken Betheiligung und einer allseitigen gründlichen Behandlung der Gegenstände der Tagesordnung wurde beschlossen, dass jedem Vereine das Recht zustehe, zwei Delegierte zum Parteitage zu entsenden. Ferner wurde beschlossen dass im Interesse einer geregelten Debatte die Grundzüge der Referate den Vereinen mindestens 14 Tage vor dem Parteitage behufs Discutierung bekanntgegeben werden müssen, drittens, dass Initiativ-Anträge entweder spätestens acht Tage vor Abhaltung des Zionistentages oder am Zionistentage selbst, aber durch sechs Unterschriften von Delegierten unterstützt, bekanntgegeben werden müssen. Die Gesinnungsgenossen werden dringend gebeten, gleich nach Kenntnisnahme dieser Verlautbarung deren Inhalt vor die competente Stelle ihrer Vereine zu bringen und zwei Delegierte zum Parteitage zu designieren. Es ist Ehrensache und Pflicht eines je den Vereines, mitzuarb ei,ten. Die Delegierten mögen der Verbandsleitung (wZion% Wien, IX., Türkenstrasse 9) ehebaldigst bekanntgegeben werden. Sämmtliche Zuschriften und Bekanntmachungen werden den Vereinen rechtzeitig zugestellt werden. Nur durch die Mitarbeit aller gesinnungsgenössischen Vereine wird der Zionistentag wahrhafte Bedeutung erlangen und eine wirklich erspriessliche Thätigkeit entfalten können. Mögen alle Vereine ihre Pflicht thun Die gegenwärtige Lage der Colonien in Palästina. Von Dr. H. Jofe und Dr. S. Soskin (Jaffa). Es gab wohl kaum eine Zeit in der Geschichte unserer Colonisation in Palästina, die in einer so schnellen Folge so viele wichtige Ereignisse mit sich brachte Es ist erst ein Jahr verflossen, seit die „Jewish Colonisation Association" die Erbschaft des Barons E. v. Rothschild angetreten hat und hiermit die entscheidendste Wendung in der gesammten Verwaltung der alten Colonien, sowohl derjenigen, welche unter dem Protectorate des Baron v. Rothschild standen, wie auch so ziemlich aller übrigen palästinensischen Colonien, einzuleiten begonnen hat. Und schon sehen wir uns vor einer allgemeinen palästinensischen Krisis, von welcher nicht nur die Colonisten, sondern auch in grossem Masse, ja, wie wir weiter sehen werden, leider in allzu grossem Masse, die Arbeiter und schliesslich auch in gewisser Beziehung die jüdische Bevölkerung der Städte betroffen sind. Die Colonisten griffen zur Selbsthilfe, organisierten sich überall, indem sie an ihre Spitze ihre besten Vertreter zu stellen suchten und begannen für die endgiltige Lösung ihrer Lage zu arbeiten, ohne sich, wie es immer früher der Fall gewesen war, auf die rühmlichst bekannte Fürsorge der Administration zu verlassen. Delegationen von verschiedenen Colonien wurden nach Paris entsandt, um mit den Vorstehern der Ica über ihre Fragen zu verhandeln. Einige Vertreter haben sich auch nach Odessa begeben, um bei der General-Versammlung des Odessaer Colonisations-Vereines*) die öffentliche Meinung der russischen Zionisten für ihre Forderungen, sowie einige Fürsprecher bei der Ica für ihre t . f .. , :^uV<irgL den folgenden Artikel und ^Die Welt^ Nr:,? :, General-Versammlung der russischen „Chowewe Zioh".