Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 9 (1.3.1901)
- Article
- Wo wären die "Zehn Stämme Israels" zu suchen? [Nachricht]
- Date
- 1901-03-01
- Page
- 8 (sequence 1)
- Language
- German
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Seite 8 Die & Welt* Nr. 9 ^eitscbpifaet)* nt)d %tich*v= Rundschau, Bücher-Einlauf. Wo wären die „Zehn Stämme Israels" zu suchen? Nach Quellen dargestellt von Dr. M. Levin, Rabbiner zu Ma- Taczka. J. Kauffmanu, Frankfurt a. M., hebräische Buchhandlung, 1901. Mittheilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde. Unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter herausgegeben von M. Grunwald. Heft VII. Hamburg, 1901. Selbstverlag der Gesellschaft. Oer Zion und die Akropolis in Athen. Ein Vortrag, gehalten von Dr. Hermann Klueger. Wilhelm Koebner, Buchhandlung und Antiquariat, Breslau, 1900. fiTtrin» nmi nnsp npwbrrn ZnVmsD ♦,,pDfcTwna ♦TiKOjan ♦D-nn laa (♦Y3p J"3p ,Mp) -1 o ^ikw dkö ♦on,,w ♦n i r 3 j ö i n 13 r? n ♦(.Tbp) "»pDain^a ♦D^nn rnybi ni-iBD^pneb^n^npanao ♦riSwn #a -ps ♦nastra *wk :"pipn /^DaTm* rron t^ion ♦**p*np fK"D"in eaw erb) 'a msin pjor n v/y nari ♦rwem mpan p»b isti* nsfmn main /'rp^na« man marin ♦s^iü S"t ps ♦V'ta-^r Zionism. A Sermon delivered by the Rev. Meldola de Sola, of Montreal, on the seventh Day of Passover, 5600. Published by request, and dedicated to the Montreal Zionist Society. ♦DHIÖ'H "ISD- Das ß"cn ü^er die Elemente. Ein Beitrag zur jüdischen Religionsphilosophie des Mittelalters von Isaak b. Salomon Israeli. Nach dem aus dem Arabischen ins Hebräische übersetzten Texte von Abraham b. Samuel Halevi Ibn Chasdai aus einer Handschrift der Universitäts-Bibliothek zu Leyden etc.. zum erstenmale herausgegeben, mit Anmerkungen, sowie mit einer biographischen Einleitung versehen von Dr. Salomon Fried, Rabbiner in Ulm a.D., Württemberg. J. Kauffmann, Frankfurt a. M., hebräische Buchhandlung. Zionism: What it is, and what it is not. An Address delivered at a meeting of Ihe Birmingham, m33 (Daughter of Zion) Association, held ad the Hebrew School Eoom. Singer's Hill, on Sunday, 9th December 1900— 17th Kislev 5601, by the President, Miss T. A. G o 1 ds m i d, B. A. XIII. Jahresbericht des Kranken-Unterstützungs-Vereines „Liwias Chen" pro 1900. Bethaus und Kanzlei: IL,, Obere Donaustrasse Nr. 89 (nächst der Sophien-Brücke). Wien, Im Selbstverlage des Vereines, Das Jänner-Heft der bekannten hebräischen literarischwissenschaftlichen Monatsschrift „Haschiloah" (herausgegeben vom Verlag „Achiasaf" in Warschau) weist einen überaus reichen und gediegenen Inhalt auf. An erster Stelle leitet der Redacteur Achad-Haam (A. Ginzberg) eine Artikelserie über „Palästinensische Fragen" ein. Fürs erste beschäftigt er sich mit der vielbesprochenen Frage des ß eth- Hasepher (der hebräischen Schule) in Jaffa, über dessen Verhältnisse er auf Grund eigener Wahrnehmungen — * r?i ' H a a m war bekann^ich voriges Jahr im Auftrage des Odessaer-Comites auf einer Inspectionsreise in Palästina — recht betrübende Mittheilungen macht. Dr. S. Bernfei d, der Allgegenwärtige, hat sich auch hier mit einer historischen bJazze eingefunden. Dr. K a h a n a schreibt über einige handschriftlich erhalten gebliebene Gedichte Samuel Hamagids eines spanisch-jüdischen Gelehrten und Poeten (993—1055)' R.^Brainin würdigt mit dem feinen kritischen Verständnis das ihm eigen ist, „Smolensky als Erzähler" *5 ae* Hund von dessen Erstlingsroman „Simchath Chanef (Der Triumph des Heuchlers). Die belletristische „Skizze" VOu u Horowitz, die hierauf folgt, ist herzlich schwach. Dafür entschädigt uns der zweite belletristische Beitrag. „Verwaister Sang", ein herrliches Gedicht von Ch. N. B ia 1 ik. S. Pausner wirft einen Rückblick auf den vierten Zionisten-Congress, in dessen Verhandlungen er die ersten Anzeichen einer Annäherung der westlichen — „ökonomischen" — an die östlichen — culturellen — Zionisten, einer „genauen Scheidung zwischen dem ökonomischen Problem und dem zionistischen Ideal" erkennen will, was Achad-Haam in einer redactionellen Nachbemerkung bestreitet. Hieran schliesst sich eine Jahresschau, die uns alle bedeutenderen Vorfälle des verwichenen Jahres innerhalb der* jüdischen Oeffentiichkeit übersichtlich vorführt. Eine Art Revue über das jüdische öffentliche Leben — aber mehr subjectiv und leider allzu pessemistisch — ist auch der nachfolgende, glänzend geschriebene Artikel „Hirten und deren Herden" von M. Chasmonai. Ein prächtiger Aufsatz von Achad-Haam, den wir unseren Lesern demnächst vollinhaltlich darbieten wollen, beschliesst dieses Heft, das sich seinen Vorgängern — von der verschlechterten äusseren Ausstattung abgesehen — durchaus würdig anreiht. M. Z. Im „Debats* findet sich unter dem Titel: „üne enquete sur le sionnisme" eine längere Abhandlung, die sich unter Zugrundelegung des bekannten Kronberger'schen Buches: „Z i o n i s t e n und Christen" mit dem Zionismus beschäftigt. Es wird zunächst der mächtigen Initiative H e r z 1 s und No r d a u s gedacht, der feindseligen Haltung, die die „Jüdisch-Clericalen" dem Zionismus gegenüber beobachten, der Schwierigkeiten, die sich der Realisierung des Werkes in den Weg stellen, endlich der Begeisterung und Energie der Zionisten, die sich durch nichts abschwächen oder ablenken lässt. Für die „Welt" findet der Verfasser, Maurice Muret warme Worte der Anerkennung. Schliesslich geht er auf das Buch: „Zionisten und Christen" selbst über. Er citiert wörtlich einige der interessantesten Meinungsäusserungen berühmter Christen, darunter auch die einzige antizionisfcische Aeusserung, die das Buch enthält, die gewiss bekannte Antwort des Philosophen Eduard von H artman n, von der Muret behauptet, dass sie allerdings keine freimüthige sei. Zu bedauern ist, bemerkt der Verfasser, dass Herr Kronberger keinen einzigen Franzosen um eine Beurtheilung des Zionismus ersucht hat. Anatole Leroy-Beaulieu beispielsweise hätte doch gewiss etwas zu sagen gewusst. Hoffentlich werde Herr Kronberger bei einer Neuauflage sein Buch nach dieser Richtung ergänzen. Inhalt unserer heutigen Jargon-Ausgabe : S. Rosenfeld: „Wir waren Knechte." — Novus: Ein Brief an den Redacteur.— Parteibewegung. — Esriei: Brief aus Warschau, — Kol-Ammi: Jüdische Chronik. — Politische Uebersicht. — Salom Asch: Der gestohlene Accord. Eine Erzählung. — Lippmann Levin: Herbstblätter (Skizze). — Berthold Feiwel: Das Buch „Juda". — Feuilleton: Ahasverus und Esther in Pintschew. Von R.A, Braudes. — Mittheilungen des Actions-Comites, Feste des Lebens. K i n Bekenntnis. Feste, leuchtend wie die junge Sonne und sehnsüchti # wie die Flut, uralte, ewig erste, unsterblich, ich liebe Euch I Emst wandte ich mich ab von Euch wie ein Kind von der Mutter, der es sich entwachsen glaubt, müde des Gleichförmigen und nach Abenteuern verlangend. Wie die Dichtung eines Gebetes wäret Ihr, deren Worte das Kind wie eine Formel hersagt, lässig, des Sinnes unkundig und von Spielen träumend» Da gieng ich von Euch. Nun kehre ich zu Euch zurück wie ein Kind zur Mutter, deren unerschöpfliche Schönheit sich ihm in einem gesegneten Augenblicke offenbart, wie ein Kind zur Mutter, die Welten schenkt und keifien Dank begehrt. Nun kehre ich zu Euch zurück wie ein Kind zum Dichter-Gebete, dessen Verse sich ihm erschliessen wf# Blütenknospen. Gebet und Erbetenes seid Ihr mir. In Euch bete ich — zu meinem Volke. Und ich bete für Euch. Weil ich weiss, was meines Volkes J^kunft will, weil ich die unsichtbare Wende seines Geschicke^ kenne, bete ich zu meinem Volke für Euch, wie man zu ^meln Gotte betet — dass er am Leben bleibe. O, Göttern am<m und Götfcersprüche!