Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 7 (15.2.1901)
- Article
- Wirballen
- Date
- 1901-02-15
- Page
- 13 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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„Die & Welt" Seite 13 Ansprache. Darauf erfolgte die Absingung des Nationalliedes : „Die Hoffnung" durch die Schüler. Die Redner waren die Herren Neuhusen aus Wilkowischken und Sandler sen. ans Wirballen, die ebenso grossen Beifall ernteten, wie die Damen Gringard und N.eumann, von denen erstere eine gute Probe ihres Gesanges ablegte, wählend letztere wirkungsvoll ein Gedicht zum Vortrage brachte. Nach Schluss des officiellen Theiles der Feier wurde ein Conmers veranstaltet, bei dein die älteren Theilnehmer bei einem Glase wohlschmeckenden Palästina-Weines und kaltem Büffet bis 1 Uhr aushielten. Herr W o 1p i an s ky Hess einige schöne Weisen auf der Geige ertönen, und Herr Neuhusen hielt eine vorzügliche Rede. Wien. Der Verein jüdischer Mädchen „H a d a s s a" veranstaltete am 7. d. M. im „Hotel Central" zugunsten der Jüdisch enToynbee-Halle einen Unterhai tun gsabend. Gerne waren die Zionisten der Einladung der „Hadassa" gefolgt, um den Damen, deren eifrige Thätigkeit wir bei ihren Vortrags-Nachmittagen und insbesondere in der Jüdischen Toynbee - Halle mit Freude verfolgen können, ihre Sympathie zu bekunden. Fräulein Amelie G e 1 b t u c h, die Präsidentin des Vereines, leitete den Abend mit einem herzlichen, von wahrhaft jüdischem Empfinden getragenen Ansprache an die Gäste ein. Den Reigen der Vorträge eröffnete Frl. Amelie Rosen mit einem überaus wirkungsvoll vorgetragenen sinnigen Prolog, worauf die aus der Toynbee-Halle wohlbekannte Ciavierkünstlerin, FrJ. Manja Swedrofsky, einige Piecen mit glänzender Virtuosität zu Gehör brachte. Der jugendliche Heinr. Swedrofsky hat ein ebenso hochentwickeltes musikalisches Talent wie seine Schwester. Sein prächtiges Violinspiel riss die Zuhörer so hin, dass sie immer neue Zugaben verlangten. Einer gelungenen declamatorischen Darbietung des Frl. Rosen schlössen sich gesangliche Vorträge des Frl. Margulies an, deren schöner Sopran ausserordentlich gut zur Geltung kam. Humoristische Vorträge des Herrn Wilhelm M ü 1 1 e r, Mitgliedes des Hof-Burgtheaters, bildeten den Abschluss der Akademie, an die sich ein Tanzkränzchen schloss. — Der Toynbee-Halle wurde der Reinertrag in der Höhe von 50 Kr. zugeführt. F—g. Wien. (Allgemeiner Jüdischer Arbeiter- Verein.) Tn der am IB. d. stattgehabten constituierenden General-Versammlung wurden folgende Herren gewählt: Obmann Sal. Rubinstein, Stellvertreter Isidor Präger, I. Schriftführer Bernhard Grünhut, IL Schriftführer Jacob Hammer, Cassier Israel Brauner, Bibliothekar David H a s t r 1 i k, Zeitungsverweser Leopold Bienenstock, Erssatzmänner Nathan Gross, Jost*f W i s t a w, Salomon ßrainin, Cassarevisoren Rafael Gries, Paul Laufer. Schiedsrichter Isak Brainin, Josef Fingerhut und Samuel Weissblüth. Zusammenkünfte der Mitglieder finden jeden Samstag Abend von V28 — ^10 Uhr im Vereinslocale, II., Schwarzingerg. % statt, woselbst Anmeldungen uud Einzahlungen erfolgen können. Die Einschreibegebühr beträgt G0 Heller. Der wöchentlich zu entrichtende Mitgliedsbeitrag wurd) mit 16 Heller festgesetzt. Der Verein eröffnet im Februar seine Bibliothek, und werden alle Gesinnungsgenossen gebeten, überflüssige Bücher, Zeitschriften etc. dem Vereine zur Verfügung zu stellen, oder durch Geldspenden die Bibliothek zu fördern. Sämmtiiche Zuschriften in Angelegenheit des Vereines sind zu richten an Herrn Bernhard Grünhut, Wien, VIL, Neubaugasse 11. Mittheilungen des österr, Verbandes „Zion". Der „Z i o nu, Verband österreichischer Vereine für die Colonisation Palästinas und Syriens, hat an alle zionistischen Organisationen Zählkarten zur Erhebung ihres Standes am 15. Jänner 1901 ausgesandt. Die Leitung hat ferner folgende Tage für ihre Berathungen festgesetzt: Februar: 28. März: 7. und 28. April: 4. „ 25. Mai: 9. „ 30. Juni: 5. „ 27. An diesen Tagen sind die Mitglieder der Verbandsleitung von 7 Uhr abends an im Congress-Bureau, IX., Türkenstrasse Nr. 9, zu sprechen. Ebendahin sind Zuschriften für den Verband zu richten. Der Verbandsleitung obliegt nur die Aussendung von Flugschriften, Agitationsrednern und die U n t e^sj$ tfß u^g^a 11 e r p ^P.ßij.fj. i g(?;jh nisationen» Eine Berichtigung Dr. Marceli Hoffmanns. Wir erhalten folgende Zuschrift: Löbliche Redaction! Ich ersuche Sie höflich, folgende Berichtigung in der nächsten oder zweitnächsten Nummer Ihres Blattes „Die Welt" zu veröffentlichen: „Es ist nicht wahr, dass das Wort „Welt", welches in dem Passus meines in Nr. 5 vou Dr. Blochs „Oesterreichischer Wochenschrift" erschienenen Leitartikels: „So werden Zuschriften in der Welt fabriciert" vorkommt, mit Anführungszeichen „—" versehen oder sonst durch irgendein anderes Merkmal gekennzeichnet sei. Richtig ist vielmehr, dass dieser Passus also lautete : „So werden Zuschriften in der Welt fabriciert", ohne dass das Wort „Welt" irgendwie näher bezeichnet wäre. Hochachtungsvoll Dr. Marceli Hoffmann. Wir stehen nicht an, zu erklären, dass wir diese Berichtigung des Herr Dr. Marceli Hoffmann provocieren wollten. Im Schlusspassus seines Leitartikels in Nr. 5 von Dr. Blochs „Oesterreichicher Wochenschrift" beschäftigte sich Herr Dr. Marceli Ho ff mann in mehreren Absätzen mit der „Welt", das heisst mit unserem Blatte. Inmitten dieser Absätze befindet sich das kleine Sätzchen : „So werden Zuschriften in der Welt fabriciert", wobei das Anführungszeichen bei dem Worte: Welt ausgelassen erscheint. Diesem kleinen Satze folgen Angriffe von gesteigerter Heftigkeit, die sich abermals gegen unser Blatt, „Die WeltJ, richten. Schon die Steigerung des Angriffes, die durch sonst nichts gerechtfertigt erscheint, musste unaufmerksame Leser zu dem Glauben veranlassen, dass es sich auch in dem citierlen Satze um unsere Zeitschrift handelt. Aber auch aufmerksame Leser konnten angesichts der folgenden verstärkten Ausfälle leicht zur Annahme gelangen, dass es sich hier um ein Versehen des Setzers handle. Um allen künftigen Verleumdungen und Verdächtigungen, auf die wir bei der Scrupellosigkeit einer gewissen Sorte von Antizionisten über kurz oder lang gefasst sein mussten, die Spitze abzubrechen, haben wir die Erklärung In der letzten Nummer veröffentlicht und durch die hypothetische Form: „Wenn Herr Dr. Marceli Ho ff mann behauptet, die Zuschrift sei in der „Welt" fabriciert worden —" eine stricte Äusserung des Verfassers nach der einen oder anderen Seite erzwingen wollen. Das haben wir erreicht. Wir nehmen die Erklärung des Herrn Dr. Marceli Ho ff mann mit Befriedigung zur Kenntnis und ziehen natürlich loyaler weise den Vorwurf der Lüge zurück. Die Redaction der „W e 11". ^VyyyMWWVWVWW^W/VWVV^W/^^^ Briefkasten. Dr. R. B. in Lemberg. Herzlichsten Dank! In nächster Nummer. R. K. in Bielitz. Dasselbe. „Moria" in Wien. Dasselbe. Dr. E. Z. in Olmütz. Dank und Zionsgruss. „Der Zionist" in Breslau. Herzliche Glückwünsche. Z. in London. Wir werden über die Fortschritte der zionistischen Bewegung in England nächstens einen umfassenden Bericht bringen. N. in Frankfurt a. M. Wie gesagt, gelegentlich. WTir können locale Interessen nur in Ausnahmsfällen berücksichtigen. „Schönwetter K." Wird zunächst dem Actions-Comite vor^elejgt^werd.en, ^Zipnsgriiss, i j N. L. in S. Wird erscheinen. Nur Geduld!