Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 6 (8.2.1901)
- Article
- Wien [Nachricht]
- Date
- 1901-02-08
- Page
- 13 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6 „Die x£ Welt Seite 13 park, ein Tanz-Kränzchen mit vorangehender Akademie zu welcher hervorragende Kunstkräfte ihre freundliche Mitwirkung zugesagt haben. — Der Comite-Abend findet Donnerstag den 14. Februar 1901 im Anzengruber-S.aale der Restauration „Zur goldenen B i r n e", VIL, Marian ilferstrasse 30, statt. — Karten sind bei allen Comite-Mitgliedern und im Vereinslocale der Verbindung,IV., Gr. Neugasse 33, erhältlich, wohin auch alle Zuschriften zu richten sind. Wien. Die Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien BBar-Kochbau veranstaltet am C2S. Februar 1. J. im grossen Saale des „Hotel Continental", IL, Taborstrasse, eine Akademie mit. nachfolgendem Tanzkränzchen. Das vorbereitende Comite hat seinen Sitz VIII., Langegarse Ii, II. Stiege, Parterre. Mähr.-Ostrau. Der „Jüdische Bildungs- und Geselligkeitsverein" in Mähr.-Ostrau, von dem wir seinerzeit berichtet haben, wird seine Thätigkeit durch einen U n t e r h a 11 u n g s a b e n d, verbunden mit einem darauffolgendem Tanz-Kränzchen im Saale „Zur Linde" am 10. Februar 1. J. eröffnen. Das Comite gibt sich die grösste Mühe, um für diesen Abend, an welchem auch mehrere Mitglieder des hiesigen Theaters mitwirken werden, ein recht reichhaltiges Programm zu schaffen. Die Festrede hat der provisorische Obmann Herr Trenne r übernommen. Hoffentlich wird es dem rührigen Comite gelingen, seine Bestrebungen von recht gutem Erfolge gekrönt zu sehen. Wien. (Zionistischer Distr icts vor stand für Nieder Österreich.) Die nächste Districts- V e r s a m m 1 u n g findet Samstag den O.Februar, abends halb 8 Uhr, im Congressbureau statt. Der Zutritt steht nur den Delegierteu zu,, und zwar für je 50 Vereinsmitglieder je einem; ferner den Mitgliedern des Distriets-Vorstandes, des Landes- und des Actions-Comites. Die Namen der Delegierten sind vor der Versammlung dem Secretariate (XIV/1, Fenzlgasse 37, 3. Stock) namhaft zu machen. Berichte. Gablonz. Am 0. Jänner fand hier die erste zionistische Versammlung statt, die sehr stark besucht war. Auch der Präsident der Cnltusgemeinde, sowie die übrigen Mitglieder des Cultusvorstandes waren anwesend. Nach der Eröffnungsrede des Herrn M. D. LT rabin erstattete Herr Professor Wertheim er aus Prag das Referat, in dem er in anderthalbstündiger Rede über die Entstehung und das Wesen des Zionismus sprach. Seine trefflichen Ausfuhrungen fanden bei der Mehrzahl der Anwesenden lebhafte Zustimmung. An der darauffolgenden Debatte betheiligten sich besonders die Herren Obernik, J e 1 i n e k, Wertheimer, Oesterreicher, Kohn, Steiner und Ho ff er. Die Versammlung hat unserer Sache viele neue Anhänger erworben. Brünn. Einer Einladung des Bildungs-Ausschusses des Vereines zionistischer Handelsangesteliter „Emunah* zufolge hat sich Herr Ing. Hartmann demselben behufs Abhaltung eines Vortrages in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt. Derselbe referierte am 17. d. M. im Vereinslocale der „Emunah" über das Thema : „Ein Abriss aus der jüdischen Geschichte" und erntete für seine Ausführungen lebhaften Beifall An der sich diesem Vortrage anschliessenden Debatte betheiligten sich die Herren HickL Baum g a r t e n. S tr i c ker, Abeles und Z e i s 1. Rzeszöw. Die hiesigen Handelsangestellten veranstalteten am 3. d. M. im Locale des Vereines „Chowewe Zion" eine S m o 1 e n s k y - F e i e r, der ein Festbankett folgte. Herr Glücksmann zeichnete den Lebensgang S m o 1 ensky s. Sodann wurde das Verhältnis Smolenskys zum zionistischen Gedanken erklärt. Für diejenigen, die den Zionismus nicht kannten, schilderte Herr W ein'traub sein Wesen. Auch Herr Nadel hielt eine Rede, in der er zur Treue für Zion, wo unsere einzige Zuflucht, aus der traurigen Lage, anrief. Beim Bankette wurden Toaste auf unsere Führer und'-ein Hoch auf die zionistische Presse ausgebrächt. ■ W-b. Drohobycz. Im Locale des Vereines „Zion" leitet Herr stud. jur. Simon Herschdörfer zwei hebräische Curse. Ausserdem gehen wir auch daran, einen polnischen Unterrichtscurs einzurichten, um die Arbeiter und Handelsangestellten mit den nöthigen Kenntnissen für den so schweren Lebenskampf auszurüsten. Auch sind wir im Begriffe, eine Bibliothek zu gründen und würden eventuelle Bücherspenden mit Dank entgegennehmen. — d—. Wien. („Jordan ia", Verein jüdischer HandMsang estelite r.) Sanistag den 19 v. M. fand im Locale des „Zion". zugleich Vereinslocal der „Jordania*, ein zahlreich besuchter Vortragsabend statt. Präsident Sereth begrüsste die Erschienenen, unter denen zahlreiche Gäste zu sehen waren, und ertheilte das Wort zum Vortrage dem Vereinsmitglied e Herrn Benno Roseuz w e i g, der unter lebhaftem Beifalle des Auditoriums „Der Gott und die Bajadere" und zwei kleinere Gedichte in brillanter Weise recitierte. Vereinsmitglied Herr Samuel S fcrauss, welcher dann zum Worte kam. las unter gröbster Aufmerksamkeit der Anwesenden Gedichte von S. M. Mosent h a L A. F rank 1. und „Jaum Kippur im Walde" von Theodor Zlocisti. Nach einigen Worten, die Gesinnungsgenosse Gross an die Versammlung richtete, schloss Präsident Sereth den Abend. ^A^»V^^M^M>^A#Wl%^^»»^^^^^^#M^VMM^^^^^A^W^^^^^ Erklärung. In Nummer 5 von Blochs „Oesterreichischer Wochenschrift" behauptet Dr. M a r c e 11 H o f m a n n im Schlusspassus des Leitartikels, dass eine Zuschrift eines Herrn E. Binder, die wir in der Rubrik „Tribüne" veröffentlichten, eine erlogene und erfundene Unterschrift trage, und fügt u. a. hinzu: „So werden Zuschriften in der ,Welt' fabriciert." Ob und wo Herr E. Binder existiert, das geht natürlich die Redaction der „Welt" nicht im geringsten an. Die „Tribüne" hat den Zweck, jedermann, er mag sich mit seinem Namen, keinem Namen oder einem Pseudonym nennen, ein freies Wort äussern zu lassen, Die Redaction der „Welt" hat immer, trotzdem sie für Form und Inhalt der in dieser Rubrik veröffentlichten Zuschriften ausdrücklich keinerlei Verantwortung übernimmt . die Vorsicht geübt, die Zuschriften — und das ist das allein Wesentliche — auf ihre Anständigkeit und Wahrheit zu prüfen. Dies ist in dem Falle Binder (siehe Nr. 51 der „Welt'; von 1900) in besonderem Masse geschehen. Die in der Zuschrift enthaltenen Mittheilungen beruhen, wie man weiss, auf Thatsachen, die auch von anderen Blättern gemeldet wurden.*) Und was die Form der Zuschrift anbelangt, so hat die Redaction, wie man sehen kannjOhne das Recht der freien Kritik, einzuschränken, alles selbst ausgemerzt, was ihr in Hinsicht auf den Stand des Angegriffenen nicht passend erschien. Wenn Dr. Marceil Hofmann behauptet, die Zuschrift sei in der „Welt" „fa b r i c i e r t" worden, so ist das einfach eine Lüge, was hiermit festgestellt sei. Die Redaction. *) Dieselbe Zuschrift des Herrn Bin d e r ist übrigens auch anderen jüdischen Blättern, wie z. B. dem „Jüdischen V o 1 k s b l a t1% zugegangen. ^^Mw^WW^^iM^WWVW^^A^)^^ Briefkasten. Dr. M. E. in Czernöwitz. In dieser Nummer. C. K. in R. Sehr Imbsen, leider für uns nicht verwendbar. M. W., stud. med., Adambergergasse. Wir haben Ihren Brief der Leitung der Toynbee-Haile übergeben. S. T. in Breslau. Grundsätzliche Aenderungen fanden nicht statt. Ergänzungen einzelner Punkte durch Congressbeschlüsse sind am besten aus den Protokollen zu registrieren. Zionsgruss. Dr. P. in Königsberg. Wirderscheinen. Bitten um Geduld. Zionsgruss. Hakaton, Stanislau. Wir hoffen die Angelegenheit auf anderem Wege in Ordnung zu bringen. Ph. L-~t. in Prag. Besten Dank. Erscheint in der nächsten Nummer. J. W. in Frankfurt. Besten Dank! Wir bitten sehr, uns, wenn möglich, derartige Blätter lieber gleich einzusenden. Zionsgruss. L .... n in Frankfurt. Herzlichsten Dank. Vielleicht gelegentlich. Dr. L. A. in Hamburg. Auf einen groben Klotz u. s_. w.