Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 5 (1.2.1901)
- Article
- Zur zionistischen Frauenbewegung
- Date
- 1901-02-01
- Page
- 9 (sequence 2)
- Language
- German
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"Nr. 5 „Die jfr Weit" Seite 9 Die bekannte Beharrlichkeit der jydi sehen Frauen und Mädchen ist uns eine Gewähr dafür, dass dieser Verein erfolgreich wirken wird, dies umsoniehr, als die Vereinsleitung aus Damen besteht, die für den Zionismus schon früher viel geleistet haben. Nachdem Frau Sofie Roubicek einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Zionismus geworfen, schilderte sie die Aufgaben der jüdischen Frau, die dahin zielen, das echte und wahre Judenthum wieder in den jüdischen Familien heimisch zu machen, jüdische Tugenden zu pflegen und die Kinder im jüdischen Geiste zu erziehen. Dann sprach Frau Redisch in formvollendeter Weise über die Pflichten des jüdischen Weibes, die Jugend im national-jüdischen Geiste heranzuziehen, und Fräulein Rosa Freud eiferte ihre neuen Genossinnen an, mitzuhelfen an dem grossen schönen Werke der jüdischen Volkserhebung. Eine stattliche Anzahl von Damen (85) haben sich bereits in die Mitgliederliste eingeschrieben. In den Ausschuss wurden gewählt: Frau Sofie Roubicek, Präs.; FrauRelschiR e d i s e h. 1. Vicepräsidentin; Frau Dr. Deutsch, 2. Vicepräsidentin; Frau Friederike S i «1 1 o v, Fräulein Adele Fauvers, Schriftführerinnen; Frau Joh. B ergmann, Cassierin; Frau R e z e k und Frau Lebenhart, Revisorinnen. Ausschussin itglieder die Damen : Myrs k y, Fische r, Julie Redisch, Löwy, Lederer, Schick. Ersatz- Ausschussmitglieder die Damen : Schwarz, T a u s s i g, E i s n e r und Kraus. Zum 70. Geburtstag Dr. Rülfs. Aus Anlsss des 70. Geburtstages (10. Februar) unseres ausg ezeichneten Gesinnungsgenossen Herrn Rabbiner Dr. J. Rülf in Bonn a. Rh. hat sieh in Memel, dem Orte seiner früheren segensreichen Amtsthätigkeit, ein Gomite gebildet, welches dein Jubilar eine Ehrengabe übermitteln will. Die Betheiligung unter der Memeler Judenschaft ist eine sehr rege. Die technische Erschliessung Palästinas. Wir können unseren Lesern die erfreuliche Mittheilung machen, dass die Statuten des „Vereines für technische Studien in Palästina" von der niederösterreichischen Statthalterei genehmigt worden sind Die constitliierende General-Versammlung d» s Vereines findet Montag den 4. Februar um 7 Uhr abends im Bureau des Z'onisten-Congresses, IX., Türkenstrasse 9, statt. Tagesordnung: I. Bericht über die Genehmigung' der Statuten. II. Wahl des Ausschusses. III. Evenlualia. In Angelegenheit der technischen Erschliessung Palästinas sind uns noch folgende Zuschriften zugekommen : XXXV. Moskau, J. Jänner 11)01. Sehr geehrte Redaction! Hiermit erkläre ich meine Bereitwilligkeit, an den Arbeiten der „Gesellschaft für technische Studien in Palästina" Antheil zu nehmen. Mit Zionsgruss Ing. techn. M. Dubne r. XXXVI. Warschau, 10. Jänner 1901. Sehl* geehrte Redaction! Als Mitglied der hiesigen Zions-Gesellsehaft und praktischer Techniker in der Mineral- und Lackfarben-, auch in der Druckschwärze - Industrie, erlaube ich mir, meine Dienste dem „Vereine zur technischen Erforschung Palästinas" zur Verfügung zu stellen. Techn. P. Kantorowitz Pawia 29. XXXVII. Laka, 8. Jänner 1901. Löbliche Redaction! Als Verwalter der Güter meines Vaters, Gutsbesitzers in Ostgalizien, bin ich. in der angenehmen Lage, auf dem Gebiete der praktischen Agronomie mit Rath und Arbeit zum Gelingen des Unternehmens der , Gesellchaft für technische Studien in Palästina" beizutragen. Ich erkläre meinen Beitritt zur obengenannten Gesellschaft, und indem ich ihr Glück wünsche, zeichne ich mit brüderlichem Zionsgruss und Hochachtung E. VV. D i a ni antstein. ^MbäiK. (Für Form und Inhalt dieser Rubrik übernimmt die Redaction keine Verantwortung.) Wir erhalten folgende Zuschrift: L öbliche Redaction! Ich war gestern im Leopoldstädter Tempel Zeuge der Ovationen, welche dem ehrwürdigen Rabbiner-Greise Herrn Dr. Schmiedl anlässlich seines 80. Geburtstages bereitet wurden. Aus diesem Anlasse erzählte man sich von einer ganz eigentümlichen Huldigung, mit welcher der Jubilar seitens seines Collegen, des Herrn Rabbi Dr. Güdemann, bedacht wurde. Im Cultusvorstande wurde beantragt, den Herrn Dr. Schmiedl durch die Verleihung des Titels „Oberrabbiner" auszuzeichnen. Wer die Wiener jüdische Bevölkerung kennt, weiss, dass dies ganz in deren Sinne gewesen wäre, da in dem Gefühle der Verehrung dem würdigen Greise gegenüber alles einig ist. Was thut nun unser erwührdiger Herr Dr. Güdemann, der mit wahren Argusaugen jeden Schritt des Vorstandes bewacht? Er droht, falls Dr. Schmidt zum Oberrabbiner ernannt werde, zu demissionieren. Ich glaube behaupten zu dürfen, dass, wenn diese Drohung sich verwirklicht hätte, in der Wiener jüdischen Bevölkerung keine Betrübnis geherrscht hätte . . . Bei einem 36 gliedrigen Cultusvorstande sollte man doch Mannesmuth genug voraussetzen, dass er sich dieser Knechtung nicht beugen und die günstige Gelegenheit benützen werde, das Joch des Tyrannen einfür allemal abzuchütteln. Statt dessen wich er muthig zurück. Dem Herrn Oberrabbiner Dr. Güdemann, der auf so eigenthümlich frostige Art den Jubilar als sein Vorbild gestern gefeiert hat, sei es gesagt, dass er da denn doch stark übertrieben hat. Das Vorbild zu solcher Handlungsweise muss er sich wohl anderwärts geholt haben. Der bescheideneDr. Schmiedl wäre dazu niemals fähig. Unsere zionistischen Brüder, die, wie es sich jüngst gezeigt hat, einen ganz bedeutenden Theil der Wählerschaft ausmachen, sollten diesen Anlass nicht hingehen lassen, ohne in Volksversammlungen gegen eine derartige Versagung wohlverdienter Ehren für Männer, denen das Judenthum zu grossem Danke verpflichtet ist, öffentlich zu protestieren. Mit Zionsgruss, hochachtungsvoll Os. Löwit, Wien, VI., Gumpendorferstrasse c2d. Ottyni a, 1. Jänner IDOL Der gefertigte Verein „Zion", von dem Bestreben geleitet, eine kleine Bibliothek seinen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen, wendet sich wegen der Unzulänglichkeit der eigenen Mittel auf diesem Wege an die geehrten Gesinnungsgenossen, zionistischen Vereine und verehrten Herren Schriftsteller, dieses Unternehmen durch gütige Sppnden von Büchern, Broschüren, Zeitschriften in deutscher, hebräischer, polnischer Sprache und im Jargon freundlichst zu ermöglichen. Gefallige Zuwendungen sind erbeten und werden dankend entgegenommen von Herrn L. K l e i n b e r g in O 11 y n i a. "Für das Bibliotheks-Comite des Vereines „Zionü : G. Chalfon. David H a b e r. ^eitscbfifaei)* ui)d JSücIki** Rundschau. Bücher-Einlauf. : "n w i n„ n k a i n n1 n 3 y n p •» n r b 313 ♦(*op> ptwn nas /pDTCna naa fön ♦D-nma j „Aus dem Lande der Puszten." Jüdische Geschichten aus Ungarn. Von S.B Rosner. I. Band. „Malka." — „Die Judenelfe." __ Viele reichsdeutsche Blätter beschäftigen sich mit der von den Zionisten eingeleiteten grossen Action zugunsten des Deutschen Judentages. Schon die Thatsache