Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 3 (18.1.1901)
- Article
- Gedenket des Schekels!
- Date
- 1901-01-18
- Page
- 16 (sequence 1)
- Language
- German
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Seite 16 „Die s£ Welt" Nri>3 M i Ith e Hungen des Äctions-Coriiites. — , " 1 •' > ' ■ Alle Zuschriften sind an das Secretariat des Congress-Bureaus, IX., Türkenstrasse 9, zu richten. Gedenket des Schekels! Im Sinne des Punktes I, Abschn. I, des Baseler Statutes (Die zionistische Organisation umfasst jene Juden, welche sich mit dem Programm des Zionisten-Congress^s einverstanden erklären und Schekelzahler sind) fordern wir die Vereine, Ortsgruppen und Vertrauensmänner auf, unverzüglich an die Einsammlung des Schekels zu schreiten. Der Schekel soll nur von Gesinnungsgenossen eingehoben werden, da mit demselben das active und passive Wahlrecht für den Gongress verbunden ist. Pflicht eines jeden Zionismen ist es aber, alle diejenigen in seinem Wohnorte, die das Baseler Programm anerkennen, wenn sie auch einer zionistischen Vereinigung nicht angehören, ausfindig zu machen und sie zur Leistung des Schekels zu veranlassen. Jeder Zionist;muss seinen Schekel zahlen. Dazu die nöthigen Vorkehrungen zu treffen, ist Sache der Vertrauensmänner. Gesinnungsgenossen! Es sind uns Anfragen zugekommen, in welcher Weise die Hilfsaction der Jüdischen Golonialbank für die palästinensischen Arbeiter gedacht ist. Diese einzuleitende Aclion kann keineswegs in einer unmittelbaren Betheilung der Hilfsbedürftigen aus den Fonds der Bank bestehen. Vielmehr ist beabsichtigt, im Raiimen des Bankstatuts in dem Augenblicke, wo das zur Geschäftsaufnahme nothwendige Capital eingezahlt ist, durch Betheiligung an industriellen / Unternehmungen für die aus den Colonien entlassenen Arberter eine ausgiebige Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Pflicht aller Vertrauensmänner ist es daher, für die,E.in>zahlung der rückständig, i 'R a t e n , un d d e n V erba u f von Inhaber-Actien zu agitieren. Die Thatsache der Entlassung der palästineiisischen Arbeiter ist ein neuerlicher, unumstösslicher Beweis für die Nothwendigkeit einer baldigen Aufnahme der Geschäfte der Bank. Hierfür zu sorgen, ist die erste Pflicht aller unserer Vertrauensmänner. ^MW^^^i^W^^A^M^^iin^MW^^ Rednerliste., . An das Actionscomite, den Verband „Zion" und an das niederösterreichische Districtscomite gelangen häufig Bitten um Delegierung von Rednern. Diesem Ansuchen zu entsprechen ist nicht immer möglich. Es stehen nicht immer die geeigneten Personen zur Verfügung oder die betreffenden Redner sind an dem gewünschten Tage bereits vergeben. Um diese Missverständnisse zu beseitigen, soll hiemit eine neue Einrichtung getroffen werden. Es wird eine Namenliste von zionistischen Rednern aufgelegt. Diejenigen Gesinnungsgenössep, welche sich der Agitation zur Verfügung stellen, i wollen sich dem Secretariate meiden, indem sie angeben, wann und eventuell auch wo sie einen -.Vortrag zu halten bereit sind. Dadurch werden wir in die Lage versetzt, den uns geäusserten Wünschen in einer weitgehenderen Wfise zu entsprechen als bisher. Das Secretariat. W^^M^V^%^AM^<^W^i^WWVWM^^ An die Vertrauensmänner. Schekeltag. Die Leiter der zionistischen Bewegung in England haben die Institution des „Sehekeitages" beschlossen, d. h. an einem bestimmten Tage wird im ganzen Lande seitens der Vertrauensmänner der Schekel eingehoben. Diese Einrichtung hat sich schon nach den vorliegenden Berichten glänzend bewährt. In allen Orten sind die nöthigen Vorbereitungen getroffen, um eine genaue Zählung aller derjenigen zu veranstalten, die sich zum Baseler Programm bekennen. So wird vor allem dem Uebelstande abgeholfen, dass man erst unmittelbar vor den Gongressen an die Einhebung-des Schekels denkt, wo doch die Thätigkeit der Vereint sich in ganz anderer -Richtung zu entfalten hätte. Andererseits gelangen die Vertrauensmänner durch den Schekeltag in den Besitz einer genauen Liste aller in ihrer Stadt wohnhaften Zionisten. Es ist selbstverständlich, dass eine solche Liste für alle im Laufe des Jahres durchzuführenden Arbeiten unbedingt nothwendig ist. Wir empfehlen daher allen unseren Vertrauensmännern -/-auf das dringendste,' in den rospectiven Ländern; wo sie die Agitation leiten, einen Schekeltag auszuschreiben. Die Form wäre etwa die, dass die Vertrauensmänner alle in ihrem Wirkungskreise bestehenden Vereine und Gruppen in einem Rundschreiben auffordern, an einem bestimmten Tage den Schekel bei einer :zu veranstaltenden Versammlung einzuheben, der eine schon vorher genau aufgenommene Liste der in der Stadt wohnhaften Zionisten vorgelegt wird. *»*VSAiA*/NiWvO**'»<V^^ Schekelhefte für England. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, dass Schekel- und Spendenblocks für England, Wales, Schottland, Irland nur von der English Zionist Federatianr London, W. 5, Jessel Chambers, Chancery Lane zu beziehen sind. /VWWM^^VW'wVyN^^^V^^^A^^^^^M^iVM^^^V^VW^^^NAA^^ Inhabershares für Russland. Inhabershares der Jüdischen Coionialbank sind in Russland jederzeit beim Bankhause S. Barbasch in Odessa zu haben. V*++*S*A,**+*j**A/*ß***^ Zionistische Vereine und Verlrauensmänner in Mähren und Schlesien. Der Schekeltag für M ä hren un d Sc h 1 e s i e n wurde für' den I. Februar 1901 festgesetzt Wegen Uebersendung der Schekelblpcks und Informationen wollen sich die Vereine und Vertrauensmänner "unverzüglich an den Unterzeichneten wenden. Mit Zionsgruss B er th o1d Fei .w .e 1, Mitglied des zionistischen Acttons^Comites'fiir Mähren und Schlesien, , Wien, IX., Türkenstrasse 9 (Redaction der „Welt"). - %j*yy^yyy¥ywyyVWM¥»M*»^***^^ Lebende Photographien aus Palästina. Auf mehrfache Anfragen ^heilen wir hiedurch mit, dass die Platten für die .Makkabäer-JFeiern\t &i-ehfr geliefert werden können. Herr S c h u b ,aus Saffedidst, gegenwärtig mit einem Begleiter auf der Tour durch Galrfäafhe^riffeni Aller Voraussicht, nach dürfte es noch einige Wachen dauern, ...bis. die-Originalplatten in Wien anlangend -Wir weidendann sofort alle näheren Bezugsbedingungen bekanntmachen. " Das Secretariat ,;• i7^v- -:i v, i': . .■: Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Berthold Feiwel. — Buehdruckerti „Industrie" (S. Bergmann), Wien, VIII., Schlösselgasse 11.