Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 1 (4.1.1901)
- Article
- Erklärung
- Date
- 1901-01-04
- Page
- 16 (sequence 1)
- Language
- German
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Seite 16 »Die ^r. 1 M i tt h e i 1 ikuge n d e s |^ci|i# ns- G o m i Ms« =W Alle Zuschriften sindj.an: dä& ^ecretariat des Congress-Bureaus, IX;,, Tihrkenstrasse 9, zu ^qbtefr. Eine Meldung ^pnndenz" vom 9,1 Erklärung. der „P o 1 i Iisc4t»e n Correl'7. v. M. bringt fu^ die Tag? presse best immtf „neueste Nachrichten ,nju|? Türkei14 über Verschäi-ßöfigen des Verbotes de| Einwanderung von Juden nach Palästina. fffv > % § Die Mittheilung hat folgenden Wortlaut: O. M. Die kürzlich signalisierte .Verfügung der Pforte, welcher zufolge siel) die, sei es $i HaruJelszwecken oder als Pilgernach P a 1 ä s t i n a b^gebgiiden Israeliten daselbst nicht länger als drei Mtuiäle aufhalten dürfen, bildet, wie man uns aus Consta iict i mg p e 1 berichtet, die Fortsetzung einer seit Jahren eingeleimten Actiori, die auf die Verhinderung der dauernden Niederlassung auslandischer Juden in der bezeichneten Provinz abzielt. Trotz der jedesmal wiederholten Proteste der Botschaften, die sich auf das im Anschlüsse an den Pariser Vertrag erlassene Gesetz berufen, welchrs d*-n Angehörigen. der fremden Staaten das Kecht freier An Siedlung in aAen TheiJen der Türkei zuerkennt, hat die türkische Regierung die beireffenden Anordnungen inehreremale erneu-.»rr^.:lii |die Reihe dieser Massregeln gehört auch das Verbolz d|n|gemäss Israeliten überhaupt in Palästina keine unbeweglichen Güter erwerben dürfen, womit man auch für die Verhinderung von Bodenerwerb durch ausländische Israelifen eine Rechtsgrundlage gewinnen zu können vermeintes* Was die Gründe dieses Verhaltens der in confessionelle^ße^iehung sonst durchaus toleranten Pforte betrifft, so sei^dasselbe durch die seinerzeitigen Judenausweisungen 'ft'üs Russland und die Massenaus Wanderungen von Juden aus Rumänien veranlasst worden, als deren mögliche Consequenz die Ueberflutung türkischer Provinzen durch Israeliten ins Auge gefasst wurde. Diese Momente erfuhren jedoch, wie man in unterrichteten ConstantinopterKireisen betont, eine beträchtliche Verstärkung durch die fendfücke, die man von der zionistischen Bewegung empfien^.y Seit dem Anwachsen dieser Strömung ist von gewissen türkischen Persönlichkeiten an massgebenden Stellen Wiederholt Üie Aufmerksamkeit darauf gelenkt worden, dass der ZiönismuSi|ifolitische Ziele verfolge, die an den ehemaligen Bestand des Reiches Judäa anknüpfen, somit den türkisclxen ,Staatslenkern keineswegs gleichmütig sein können. Der hierdurch im Hinblicke,auf die zionistische Bewegung gerrährte Argwohn konnte die Pforte in der auf *die Verhinderung einer grösseren Judeneinwanderung gerich- telen Tendenz selbst^erstäfrdlfch nur bestärken, was sich in : dem Umstände deutlich g«teug ausspreche, dass es mit allen : erwähnten Massre^In ß^ciell auf die Fernhaltung der Israeliten von Palästina Abgesehen ist. Es handelt^ /'wie man sieht, keineswegs um irgendwelche positive" öder neue Mittheilnngen, sondern nur um eine Gombination von aus Constantinopel datierten Meinungen wonach, die türkische Regierung "V?;-. .-m--.-'--:—:-• i-^Jr -:-,i . Ap h älteren Eta t mm s a 1 s d i e .hi$-r X^jtjei'ene Bewegung. Aiye r wenn in a^pt' n s hnicht beschuldigen darf, .^d^ ■v- E irny^ n.deru ngs verb o,t v er u r saclj J^^ft h a ben, so wollen wir. < d.och deurilliJ.h ••■?••:.•■■/•. 7 : - T.-y 's ■.. . angeben, wie wir uns da z u stellen,. :W;i# ..erklären unsere Absichten am helleji Tage, den wir Gott seidank nicht .zu scheuen haben,, und wir wollen die Bewilligung erwirken, bevor wir etwas, unternehmen, was sonst das verantyortungsschwerste aller Experimente wäre. Denn es handelt sich .., ni cht n&r dar u m, d i e L e u t e h i n z u k r i £}g e n, -,s o n d ern .s i e a u c h dort zu behalt e.m U u d ZAyar in guter Sicherheit. Es gibt infolgedessen kein Miss trauen mehr. Wir betreten den Boden d e r V er h a n d 1 un g c n, die früher oder später zu einem Ergebnisse führen werden." Das ist unser Standpunkt, den wir nie verlass «n haben, ■, Was aber das Gonstantinopeler Stimmungsbild der „Politischen Correspondenzu anbelangt, so sind wir in der Lage, zu erklären, dass nach unseren letzten Nachrichten aus Constantinopel die Stimmung in. den massgebenden t ur fc i s c h e n Kr ei s e n . für den p ollt.is c hcn Zip iiismus und, für das V erst äiidj^is der V o r theil e, w e lche der poli ti s che % i o;n m u s> d e.m; t ü r.k i s c h e n R eich e z u bjj.ng:en v er s p rieht, e in e g ünst ige ist Wj^öhjp e n forner erklären, ,dass wir d e r z eit' in V erh an dlu^nge n stehen, weiche v i el gr össere V or::t heile bezwecken, als die Äiifh^eb un g d es Ein wandeningsverbot es 6 e d e u t e n würde. . - »WMV^WW^VM^w^ Schekelhefte für England. > t -Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, dass Schekel- und Spendenblocks für England, Wales, Schottland, Irland nur von der English Zionist Federation, London, W. 5, Jessel Chambers, Chancery Lane zu beziehen sind. yt*VV^**WVV*m*vv*W¥*A*v**0*****V**i^ Lebende Photographien aus Paläs ina. Auf mehrfache Anfragen theilen wir hiedurch mit, diiss zu denn Einwn4^?.#g-Sverbote .iiur durch das Anwachsen";:;|'die Platten für die Makkabäer-Feiern nicht geliefert werdeu des Zionismu^yera^lasst worden wäre. -können. Herr Schub aus Saffed ist gej?eriMrti^ :mii einem Bekan&Hich das Einwanderungsverbot etwa<v Begleiter auf der Taur durch Galiläa begriffen. Voru -t hr-- -^rkh j i . r,. . :- aussieht nach durfte es noch einige Wochen dauern, bis was .bereits .|njig^ Mire vor dem politischen Zionismus die Onginalplatten in Wien anlangen.^-Wir werden dann — es stammt;auß dem Jahre 1882 — da war. Ebenso *; sofort alle näheren Bezugsbedingungen:bekanntmachen. M " D as/S e cretariat. ^WWW^VVW'VV*^^ Zionistische Vereine üitd/^er^au in Mähren und Schlesien. .; , Der Schekeitag für Mähren undSchlesien wurde für den I. Februar 1901 festgesetzt. . . Wegea Uebersendung der Schekelblocks und Informationen wollen sich die Vereine und Vertrauensmänner unverzüglich an den Unterzeichneten wenden. t Mit Zionsgruss - Berthold Feiwel, Mitglied des'zionistischen Actions-Cömites für Mähren "Ä undSchlesien,; Wien, IX., Türkenstrasse-; . (Redaction der 5?Welt"J. bekannt ist es unseren Freunden, dass dieses Verbot die „Seesc%tuge^ /der anti-zionislischen Blätter dar-; stellt und aHjährifch mit mathematischer Regelmässigkeit' h er vor gehoK,;« wird, wenn der Zionismus grössere Erfolge zu verzeichnen 'gehabt hat, Wa^s-'unseren Standtpunkt diesem Einwanderungs-; verböte.gegenüBer betrifft, so wissen unsere Freunde,: dass die f pi^li|lsßhen Zionisten ^stats Wert darauf gelegt] liaben,; zji-betofien, dass sie geg^jf^.t5;E;id^an4^ruIlS''u \ von JüäeU & Palästina sind, -iwi^^sieSvih den' letzten! Jahrzehnte^etrieben wurde, .^nl^^&t^ien Zionisten-? (Jongres.se wurde im Hinblij^V/'aitf das bestehende; Verbot gesagti' . f. ^c'-'"' u'' - " t^c^i^v Wit', Zß&h e n a ifea^f n wknderungs-j V'ei'b o t & ri&eh't h e rVo^ger.u f e n. Sie sindf ^- t ■_- - . V ( Ü'.'QC 'MH. v: <r}iX*??l Herausgeber, »nd vmnt^Srtficher Redacteur: Berthold FdiWei» — -FMidruckerei „Industrie* (S. BeE^tiifa^ Wien, VIIL, Schlösselgasse 11,