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Die Welt · 1899-10-06 · 40 (6.10.1899) · p. 5

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Journal
Die Welt
Volume
3 (1899)
Issue
40 (6.10.1899)
Article
Österreichische Juden
Date
1899-10-06
Page
5 (sequence 2)
Language
German
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Nr, 40 Seite 5 „Die & Welt** weiss jeder, der in jüdische Verhältnisse Einblick hatdass die ' behauptete Alliance israelite nur Chimäre ist. Kaum unter tausend Juden Einer weiss etwas von dem Humänitätsverein, „Alliance israelite“, und man kennt keinen Juden hierzulande, der ihr jemals Geld zugewendet oder Geld von ihr erhalten hätte. Was nun ein gewisses inneres, unorganisiertes Zusammenhalten anbetrifft, so ist es ganz zweifellos, dass auch ein solches nicht besteht, und die Juden im Gegentheil überall in Westeuropa bestrebt sind, ihre Volkszugehörigkeit zu vertuschen und in ihrer Umgebung nichtjüdische Freunde, nicht-jüdische Geselligkeit, nicht-jüdische Angestellte und nicht-jüdische Geschäftsfreunde zu bevorzugen. Was endlich die Unlauterkeit des jüdischen Volkscharakters an betrifft, so wäre es wahrhaftig kein Wunder, wenn die tausendjährige Erniedrigung die jüdische Volksseele herabgedrückt hätte. Jeder Unbefangene wird aber bei sorgfältiger Beobachtung nicht verkennen können, dass wir Juden nicht besser, aber auch nicht schlechter sind als andere Völker, sondern eben nur anders als die andern, Es ist wahr, die im Vordergründe der Oeffentlichkeit sichtbaren Juden sind nicht immer gerade sympathische Figuren, sie sind sogar meist eher das Gegentheil davon, man beobachte aber nur, welche sonderbare Typen andere Menschen an ihre Spitze bringen, um die jüdischen Ekels billiger zu beurtheilen. Will man den populären Gregorig nicht als Muster des christlichen Wienerthums, den polulären Schönerer für den Typus des österreichischen Deutschen, den Bfeznowsky als Czechen* Drumont als Franzosen und die anderen appetitlichen öffentlichen Notabilitiiten als Repräsentanten ihrer Rasse gelten lassen, so muss man auch den Juden verzeihen, dass sich nicht gerade die Besten von ihnen in den Vordergrund gedrängt haben. Einen Hauptgrund für die Missachtung der österreichischen Juden haben wir in dem Treiben der jüdischen Journalistik zu suchen. Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn hier behauptet wird, dass kein Volk der ganzen Monarchie an commercieller, industrieller, wissenschaftlicher und publicistischer Arbeit so viel hervorgebracht hat, als das kleine jüdische Völkchen. Gleichwohl schämen sich die meisten Juden ihrer Abstammung und suchen in einem fremden Volksthum namenlos und abstammungslos unterzutauchen. Fast alle gelesenen Blätter Oesterreich-Ungarns sind nahezu ausschliesslich von Juden geschrieben. Aber man wird vergeblich in all diesem Berg von Zeitungen nach einem jüdischen Namen suchen, denn jene compromittierenden Namen werden von allen „besseren" Blättern sorgfältig hinter Paradechristen versteckt, nicht vor den Christen, die das ganz gut wissen und gewöhnlich vor selbstbewussten Juden viel mehr Respect haben als vor geschlechtslosen Juden, sondern vor den Juden selbst, welche sich mit Eifer der Täuschung hingeben, auch nichtjüdische Blätter für sich eintreten zu sehen. Wer als Journalist seine Pflicht thun will, muss vor allem mit offenem Visier kämpfen. Die Anonymität setzt das Niveau der Presse herab, insbesondere, wenn man durch das eigene Temperament oder durch die Lage der Dinge dazu gezwungen ist, heftig an zu greifen. Einer, der jeden Augenblick gewärtig sein muss, mit seiner Person für das Geschriebene einzustehen, schreibt viel besser, wahrheitsgetreuer und vornehmer. Er kann durch den Einsatz seiner Person, einer ehrenhaften Vergangenheit und einer schönen Zukunft immerhin einen Einsatz bieten für die unverhältnismässige Macht der Presse einzelnen wehrlosen Personen gegenüber Wer in öffentlichen Dingen mitredet und seinen Namen und seine Rassenzugehörigkeit verbirgt, wer sieh in dieser Weise selbst castriert, der kann niemals ein Wächter, sondern höchstens ein geschlechtsloser Eunuch der öffentlichen Meinung sein. Der Respect, welchen man solchen Leuten entgegenbringt, ist auch ganz darnach. Einem Einzelnen ist es nicht möglich, den alten Gebrauch zu durchbrechen, noch dazu, wenn er einen recht jüdischen Namen hat. Fast sämmtliche Redactionen der radicalsten Blätter, welche Gott und den Teufel und was sonst noch bekämpfen, getrauen sich nicht, jüdische Autorennamen zu drucken. Blätter, die zu neun Zehntel von Juden geschrieben und zu drei Vierteln von Juden gelesen sind, verbergen die jüdisch klingenden Namen unter red actioneilen Spitzmarken oder bestenfalls unter Anfangsbuchstaben. Es wird wohl in Wien keine Zeitung geben, an der nicht zumindest ein Kohn oder ein Löwy regelmässig mitarbeitet. Einen solchen Namen findet man jedoch in keinem Blatt unter einem Beitrag. Wen wollen sie eigentlich damit täuschen?! Es ist bei Strafe des Todtsehweigens verboten, öffentlich an diese Dinge zu rühren. Wenn ich finde, worin die Theorie und die Empirie vom tiefsten Fachgelehrten bis zum letzten Gassenjungen einig ist, nämlich, dass der Jude ein Mensch von ausgeprägten inneren und ausserrn Rassenmerkmalen ist, so habe ich damit noch noch nichts Besonderes gethan. Die Christen finden das auch selbstverständlich und haben für Juden, die von ihrem Wesen nichts abhandeln lassen, auch die volle Achtung, die man Vollmenschen entgegenbringt. Nur die jüdische Plutokratie und die jüdische Presse, weiche den Rassenunterschied und den Rassenhass in einem Meer von Tinten-Idealen ertränken wollen, hassen und boykottieren alle jene, die sich auch äusserlich zum Judenthum bekennen. Deshalb braucht man noch nicht ein schlechterer Deutscher zu sein, ganz im Gegentheil, wir Juden deutscher Cultur sind uns jeden Augenblick dessen bewusst, was die Deutschen uns geschenkt und was wir ihnen zurückgegeben haben. Die deutsche Cultur der Gegenwart ist zu einem grossen Bruchtheil jüdische Cultur, und in einzelnen Zweigen der Wissenschaften und Künste übersteigt der jüdische Antheil den Antheil der Rassen deutschen. Wir lieben diese Cultur, mit der wir seit Jahrhunderten enge verwachsen sind, ohne Selbstentwürdigung, voll berechtigt zu dem Antheil Mitarbeit und Mitgenuss, der auf uns entfällt Wer unter den Juden ein journalistisches Talentchen hat. dem rathen die guten Freunde, sich den Namen ändern zu lassen oder zumindest pseudonym sein Glück zu versuchen. Diese gescheidten Freunde haben sicherlich nicht unrecht, aber es ist nicht jedem gegeben, sein Menschenthum ab streifen zu können und sich auf jenes gottähnliche Uebermcnseh-Europäerthum der altliberalen Leitartikler zu erheben. Was Oesterreich dem Auslande gegenüber zur Bedeutung verholten hat, das sind seine Industrie und sein Handel, seine Wissenschaft und sein Schriftthum, seine Kunst und sein politisches Leben. Alle diese Dinge sind zumindest ebensoviel jüdisch als deutsch, czechiseh, polnisch, slovenisch, magyarisch oder italienisch. Deshalb müssen die Juden in Oesterreich, wo sie trotz allen officiellen Ignorierens noch etwas bedeuten, sich nicht vor der Oeffentlichkeit verkriechen und ihr Wesen verleugnen. Die Woche. Wien, J. October. Es liegt die Befürchtung nahe, dass die Wiener Christlich-Socialen trotz ihrer bekannten Vorliebe für Rom jetzt ebenfalls in den stürmischen Ruf „Los von Rom P aiisbrechen werden. Rom hat sich nämlich jetzt soweit vergessen, einem — Orientalisten - Congresse Obdach zu gewähren. * * * Tn Wiener - Neustadt wurde kürzlich — wie die Zeitungen meldeten — eine französische Sprachlehrerin wegen Diebstahls zu vier Monaten Korkeis verurtheilt, ausserdem wurde über sie die Ausweisung aus Oesteireiah

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