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Die Welt · 1899-09-29 · 39 (29.9.1899) · p. None

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
3 (1899)
Issue
39 (29.9.1899)
Date
1899-09-29
Page
None (sequence 3)
Language
German
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Länder dar. Sie gibt Rath über die für die Förderung der allgemeinen Bewegung nöthigen Schritte und entwickelt, wo sich die Gelegenheit ergibt, eine Thätigkeit, die den von den jeweiligen Congressen gefassten Beschlüssen entsprechen, ln Verbindung mit seinen verschiedenen Zwecken betreibt die Federation auch Propaganda, so dass alle verbündeten Körperschaften einen gemeinsamen Charakter aufweisen. Jede einverleibte Gesellschaft hat der Federation jährlich die minimale Summe von einem Shilling für jedes registrierte, zahlende Glied dieser einverleibten Gesellschaft /x\. zahlen und muss entweder durch die Federation oder direct an das vom jeweiligen Congresse gewählte Central- Lomite die „ShekeF-Contribution für jedes registrierte zahlende Mitglied dieser föderierten Gesellschaft leisten. Jede Gesellschaft ist auch verpflichtet, einen vom Central-Comite der Federation festgesetzten Beitrag zu entrichten. * Notiz: Alle V erwaltungs- und R eisespesen in V erbin dungmit derFe deration werden aus einem durch freivvilligeSubscri pt i o n gesammelten specieilen Fonds bezahlt, wodurch die von den Gesellschaften subscribierten Summen (d i e zu zionistischen Zwecken in Verbindung mit der allgemeinen Bewegung verwendet werden) völlig u n beansprucht bleiben. Alle ferneren Informationen können auf Wunsch vom Lhron-Secretär erhalten werden, wozu man sich an die Lureaux der Federation : 244, High Holborn, London, W. C. zu wenden hat. Russland. Gemäss den Bestimmungen des dritten Gongresses wurden, gleichwie in anderen Ländern auch in Russland die nothwendigen Arbeiten energisch in Angriff genommen. Diesbezüglich entnehmen wir dem Circular I mehrere bemerkenswerte Stellen. Es wird darauf hingewiesen, dass ohne die opferwillige Mithilfe aller zionistischen Vereine und Verbände von einer Fortsetzung der erfolgreichen Thätigkeit des Wiener Actions-Comites keine Rede sein kann. Zu ihrer unabweislichen Pflicht gehört vor allem die I »eriodische Berichterstattung (mindestens monatlich ‘inmal) über ihre Thätigkeit an die Centrale. ln Hotreff der localen Thätigkeit wird ihnen 1) die Verbreitung der zionistischen Idee, 2) die Sammlung von Artikeln und Chroniken für jeden Verein, 3) die < äeirung einer Musterbibliothek, 4) die Errichtung von hebräischen Sprachcursen, 5) die Gründung von Abendmid Sabbathschulen, (>) die Gründung von Hills- und Cnterstützungsvereinen, 7) die Errichtung von zionistischen Schulen empfohlen. Jeder Verein ist ferner verpflichtet, die Shareszeichnung und Schekelsammlung in angemessener Form zu betreiben. Der Schekel ist der Ausdruck des Bekenntnisses des Baseler Programmes. Demgemäss ist er nur von Zionisten einzuheben. Der festgesetzte Betrag ist nur als Minimalgrenze anzusehen. Von jedem Verein wird gefordert, dass er mindestens soviel Shares zeichne als er Mitglieder besitzt und mindestens die doppelte Summe Schekel entrichte, da jedes Vereinsmitglied im Laufe eines Jahres doch einen Zionisten gewinnen könne. Die Schekelzahler sind in einer alphabetisch geordneten Liste zu fuhren. Eine Abschrift bleibt im Besitze des Vereines, eine geht an die Centrale. Bezüglich der Ablieferung der Schekelgelder ist die bemerkenswerte Bestimmung getroffen, dass die einlaufenden Gelder nicht erst gegen Ende desVerw a 11 u n g s j a h r e s, sondern fortlaufend in periodischen kleinen Zeiträumen abzusenden sind. Sollten Vereine nicht mehr im Besitze von Schekelblocks sein, wird ihnen empfohlen, nicht auf das Eintreffen der Blocks zn warten, sondern den Schekel sofort bei den Mitgliedern einzubeben, denen dann nachträglich die Schekelquittungen ausgefolgt werden. Es wird ferner der Beitrag eines jeden Vereines zur Bestreitung der Reise- und Agitationskosten bestimmt. Die Höhe dieses Beitrages, der unabhängig von der Schekelleistung zu zahlen ist, richtet sich nach der jeweiligen Mitgliederanzahl der Vereine. Der Brief klingt in einen Appell aus, nichts zu versäumen, was zur zionistischen Agitation und Propaganda unerlässlich ist. L’Echo Sioniste. Die erste Nummer einer gesinnungsgenössischen Halbmonatsschrift in französischer Sprache ist am 5. d. M. in Paris erschienen. Die neue Zeitschrift nennt sich „L’Echo Sioniste“ und stellt unter der Leitung der Herren Leon Pap er in, Abraham Ro k e a ch und M. Ra ski n e. Nach der ersten Nummer zu urtheiien, dürfte sich das Blatt eine hervorragende Stellung in der Reihe der zionistischen Journale erobern. Der Abonnementspreis beträgt für das Ausland ganzjährig 10 Francs, halbjährig 6 Francs. Neue Vereine. Baltimore. Am 25. Juni organisierte sich in Baltimore die Loge „Dr. Theodor HerzF, die der Hauptloge „Ahawas Israel“ an gehört. Der Orden „Aha was Israel“ umfasst 90 Logen in den verschiedensten Städten Amerikas und existiert seit dem 3. Juni 1890. Die neue Loge hat sich vornehmlich die Verbreitung des zionistischen Gedankens unter den Mitgliedern des Ordens zur Aufgabe gemacht. Als Secretär fungiert Mr. H. Aronsohn, 433 N. Eutaw Street, Baltimore. Budapest. Der Zionismus macht in Ungarn schöne Fortschritte. U m die Gründung von Zionisten vereinen macht sich in jüngster Zeit der Hauptmitarbeiter unseres Blattes, hauptstädtischer Lehrer Herr Julius Gabel, ganz besonders verdient. Jetzt erhielt er aus Nä.das eine Einladung, dort zur Gründung eines Zionistenvereines zu erscheinen, dem sich in diesem Orte nicht weniger als 150 Mitglieder anschliessen wollen. Vertrauensmännerversammlung. Wien. Samstag, den 30. September, 9 Uhr abends Vertrauensmänner-Versammlung im Locale, IX., Türkenstr. 9. Namentliche Einladungen erfolgen nicht.

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