Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 3 (1899)
- Issue
- 28 (14.7.1899)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1899-07-14
- Page
- 15 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 28 ,,bie $s, Welt“ Seite 15 der Anstalt bis zum 6. October 1898 haben dieselbe besucht 26 Zöglinge. Davon sind vorzeitig ausgetreten 8 Zöglinge, 5 konnten häuslicher Verhältnisse wegen keine Stelle annehmen. Es sind demnach 18 Mädchen in Stellung gegangen^ t heilweise in Frankfurt, th eil weise auswärts. Bedeutend vermehrt hat sich die Zahl der Pensionärinnen, welche 45 Mark per Monat zu zahlen haben. Am Schlüsse des Geschäftsjahres waren 10 Pensionärinnen und 15 Tischgäste (gegen 4 im Anfänge) in der Anstalt Die zionistische Bewegung Spenden für zionistische Zwecke, sowie Schekelzahlungen sind an das Bureau des Zionistencongresses, Wien, IX., Türkenstrasse 9 Schekelblocks, sowie -Juxten an das Bureau des Zionistencongresses, Basel zu senden. - Das Actions-Comite. Leibitsch (Reg.-Bez. Thorn). Die hiesige jüdische Bevölkerung ist fast ausschliesslich zionistisch. Es wurden 72 Shares gezeichnet, Bolszowce. Vor kurzem fand die constitiiierende Generalversammlung unseres Vereines „ßnei .Zion“ statt, Es wurden gewählt: zum Obmann Herr Dr. S z a in e d. zum Obmann- Stellvertreter Herr J. W. Bergstein, zum Cassier Herr Isak Läufer, zum Schriftführer der. hebräischen und deutschen Sprache Herr Jacob Frost, zürn Schriftführer der polnischen Sprache Herr L. Stiefel, zu Ausschussmitgliedern die Herren A. Heiss, M. H a m m e r m a n n. S. L. Lilien und A. M* Perl, ferner vier Ersatzmänner und ein dreigliedriges Revisionsoomite. Vereinsnachrichten. Czernowitz. Der Verein „Zion" veranstaltet am 23. Juli, am Gedenktage des historisch-nationalen Festes „Chamisehahssar b'aw" auf der Göbelshöhe um 4 Lhr nachmittags ein Volksfest. Die Kapelle des 41. Inf.-Reg. wird abwechselnd mit einer jüdischen Civilkapelle eoncertieren. in den Pausen werden von den Mitgliedern der hier weilenden jüdischen Theatergesellschaft nationale Lieder vorgetragen werden. Den Glanzpunkt des Festes wird die Fest- und Tendenzrede bilden. Auf dem Feste werden von gesimiungsgenössisohen Damen, die sich bereitwilligst in den Dienst der Idee gestellt haben, die Producte unserer Colonien, Wein, Cognac. Tendenzbroschüren u. dgl. feilgeboten werden. Das Reinerträgnis des Festes soll den Fond zur Errichtung eines jüdischnationalen Ferienheims bilden. Der Eintrittspreis von 20 kr. per Person und 1 Krone per Familie soll jedermann den Besuch des Festes ermöglichen. Geberzahlungen werden dankend angenommen und in den Tagesblättern, sowie in den Parteiorganen veröffentlicht. Der Verein erhofft eine starke Betheiligung von Seiten der Gesinnungsgenossen. Zloczow. Die zionistische studentische Jugend, die für unsere Sache eine sehr rege Agitation entwickelt, hat dieser Tage wieder eine Versammlung veranstaltet. Es wurden viele Schekel gesammelt. . Witeb8k. Wir erhalten aus Witebsk folgende Zuschrift: Sehr geehrter Herr Redacteur! Ein in unserer „Arbeiterzeitung“ im Namen der zionistischen Jugend von Witebsk erschienener Artikel veranlasst den Vorstand des zionistischen Vereines zu Witebsk zur folgenden Erklärung: In Witebsk existiert ein ofliciell genehmigter Zionisten verein, an dessen Spitze ein für die Dauer eines Jahres gewählter Vorstand stellt. Die Ziele, die dieser Verein verfolgt, entsprechen v öl 1 ig dem Programme der Baseler Congresse und haben nichtsGemelnsamesmit den a u s s c h 1 i e s s 1 i c h socialdemokratischen Bestrebungen, die in dem oben erwähnten Artikel zum Ausdrucke kommen. Ausser diesem zionistischen Vereine gibt es in unserer Stadt keine anderen zionistischen Vereinigungen oder Kreise. Von der Existenz eines Vereines der zionistischen Jugend ist uns nichts bekannt. Achtungsvoll : Präses des Witebsker Zionsvereines Dr. S. Adler. Zeitschriftenrundschau. Einer Jaffaer Corr. der „Münch. Allg. Zig " entnehmen Wir: „Erfreulich ist die hier seit kurzem bemerkbare grössere Bauthätigkeit. Man schliesst daraus, dass an dem immer bestimmter auftretenden Gerücht* nach nach welchem die Zionisten demnächst in Constantinopel die Erlaubnis zur Einwanderung und zum Landkauf in Palästina erhalten würden, etwas Wahres sei. Diese jüdische Gesellschaft wird mit ihrem in so kurzer Zeit auf 6 Millionon Pfund angewachsenen Vermögen in dev That imstande sein, manche Thür zu öffnen, die anderen streng verschlossen sein und bleiben würde. Gelingt es ihnen, die nachgesuchte Erlaubnis zu erlangen, so wird eine erhebliche Steigerung des Wertes von Grund und Boden in Stadt und Land ein treten. Von den bis jetzt gekauften Grundstücken wurden allerdings einzelne von einer anderen jüdischen Gesellschaft — der Alliance Israelite — erworben, und zwar, wie verlautet, mit einem Theil der 6 Millionen Francs, welche das grosse Legat des Barons Hirsch jährlich an Zinsen ab wirft. Das Legat beträgt 200 Millionen Francs. Angesichts dieser gewaltigen Mittel in jüdischer Hand, zu denen noch andere Summen hinzutreten, so insbesondere die vielen Millionen, welche Baron von Rothschild jährlich spendet, fragt man sich in den Kreisen der deutschen Kolonisten mitunter, welche praktische Wirkung die Wünsche und Gesuche haben werden, die von hier aus ins Vaterland gelangten, und bei denen es sieh im Wesentlichen um die Erlangung eines sicherzustellenden Anlehens handelt, das die Möglichkeit gewähren soll zum Ankäufe weiterer Ländereien für deutsche Colonien in Palästina, um neuen Ankömmlingen zur Ansiedelung zu verhelfen und Raum zu schaffen für den Nachwuchs der jetzigen Colonisten. Von neuen Ansiedlern aus Deutschland haben sich bereits einige zu dem von Mitgliedern der evangelischen Pfarrgemeinde in Jaffa angestrebten Colonisations-Unternehmen gemeldet. Der Kaiserreise verdanken wir es, dass sich da und dort in Deutschland Vereinigungen bilden, welche einer weiteren deutschen Colonisation im Heiligen Lande Vorschub leisten wollen, und wenn auch diese Vereinigungen nicht annähernd so viele Mittel aufbringen können, wie es jüdischerseits geschieht, so ist ja anerkannt, dass deutsche Colonisfen imstande sind, auch mit verhältnismässig kleinen Mitteln doch Erhebliches zu leisten. Soll aber etwas geschehen, so muss es. bald geschehen. Unsere jüdischen Concurrenten halten nicht lange Reden, sie handeln.“ Bücherwelt. »TH nBttf illustriertes hebräisches A-b-c-Bueh von P. L. F i s c h m a n n und M. Liebe r m a n n. Riga 1898. Ce Hag von Ernst Plates. Gross-Octav. So Seiten. Diese Fibel fasst auf der Methode der Aussprachebezeichnung durch Abbildungen und soll den Kimlern, für die sie bestimmt ist* ausser dem Hebräisch-Lesen und -Schreiben auch die Anfangsgrün<le der Sprache beibringen. Die Illustrationen zeichnen sich durch grosse Anschaulichkeit, das Büchlein selbst durch Planmässigkeit und Zweckdienlichkeit der Anordnung aus. Auch die Ausstattung ist tadellos und äusserst nett. Wir empfehlen die Fibel angelegentlich der Aufmerksamkeit aller jüdischen Schulmann er. M. Z. Schlagschatten. Von Emil Marburg» Pro p atria. Seit zehn Tagen keine Aenderungi Geber den weiter! Stoppelfeldern der Ebene stets derselbe eintönig weissblaue Himmelder nur noch höher hinaufrückt. Man kann nicht aufs eben. So heiss und durchleuchtet ist die Luft. Tag für Tag sucht man die ersten leichten Wolken, die sich wie graue Wolle am Horizont lagern, wenn es regnen soll Aber sie kommen nicht*