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Die Welt · 1899-05-05 · 18 (5.5.1899) · p. 16

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Journal
Die Welt
Volume
3 (1899)
Issue
18 (5.5.1899)
Article
Die Goldschilds
Date
1899-05-05
Page
16 (sequence 2)
Language
German
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Seite 16 „Die x£ Welt“ Nr. 18 Mit einiger Mühe war cs zwar gelungen, die Häuschen an den Mann zu bringen, d. h. einige Arbeiter zu finden, deren Spargroschen hinreichte, die erste Rate des Kaufr preises zu decken. > Aber das geträumte häusliche Stilleben wollte sich durchaus nicht einstellen. Die einen der neuen Besitzer konnten bei der geringsten Schwankung des Arbeitslohnes mit dem besten Willen nicht den Zins erschwingen und fühlten sich durch ihr festes Heim an anderortigem Erwerb gehindert, während andere, die nöthigenfalls den finanziellen Anforderungen hätten nachkommen können, ganz einfach kein Bedürfnis nach der luxuriösen Häuslichkeit empfanden. Die meisten der neuen Hausherren zogen es vor, ihr Reich auf die Küche und, wenn es hoch gieng, eine Kammer zu beschränken, und die beiden übrigen Räume zu vermieten. Der Ueberschuss an Geld wurde verjubelt oder in die Sparcassa gelegt. So war im Handumdrehen aus dem philanthropischen Versuch ein kleines Ausbeutungssystem des Elends durch den geringen Besitz entstanden und in den Kammern der neuen Gebäude herrschte statt des erhofften Familieh- Stillebens ein crasses, allen sanitären Anforderungen hohnsprechendes Proletarierelend. Auch das Schmit’sche Ehepaar wohnte zur Miete uiid hatte überdies noch ein Bett an einen hannakischen Arbeiter verpachtet. S) hausten in dem kleii e \ Z mmer—die kleine Gertrud, die das Lager der Eltern theilte, miteingereehnet, — nicht weniger als vier Personen. Die anstossende Stube war von alten Schneid erstellten, und die über den schmalen Flur gelegenen zwei Gelasse vom Hausherrn und dessen reichem Kindersegen bevölkert. Trotzdem War der erste Eindruck, den Dr. David vom Schmit’schen Heime erhalten, kein allzu ungünstiger gewesen. Der Heizer sowohl als der hannakische Arbeiter waren noch nicht von der Tanzunterhaltung heim gekehrt und das erkrankte Kind somit nur von der Mutter in Empfang genommen worden, die sich als eine vernünftige, in der Pflegebewanderte Frau erwies. Ein ganz anderer Anblick bot sich dem Arzte dar, als er am nächsten Tage auf der Fahrt nach der byzantinischen Villa vor dem Häuschen hielt, um nach seinem Schützlinge zu sehen. Schon auf der Strasse tönte ihm das Gemurmel vieler betender Stimmen aus dem Flur entgegen. Auf dem schmalen Gange drängte sich die blossfüssige, flachshaarige Kinderschar des Hausbesitzers, verstärkt durch einige Schulknaben, neugierig um die in die Schmit’sche Stube führende Thüre. Diese selbst war bis auf das letzte Plätzchen dich! gefüllt. Da waren in erster Reihe der Hausherr, die greisen Schneidersleute aus dem Nebenzimmer, der an seinem breiten, starkknochigen Gesichte leicht erkenntliche, hannakische Arbeiter, dann einige Nachbarn und schliesslich eine grosse Anzahl Frauen, deren Köpfe ganz und gar durch ihre grossen Umschlagtücher verborgen waren. Alle diese Leute knieten andächtig auf der Diele um die Lagerstätte des Schmit’schen Ehepaares. ' Dort lag die kleine Gertrud, still und ruhig, mit gefalteten Händen. (Fortsetzung folgt.) ns „Phomx-Geist Bevor ich mit meinem „Rhönix-Gsist" vor die Oeffentlichkeit geireten, habe ich denselben zu meiner un i zur Beruhigung des leidenden Publicums in den meisten öffentlichen Krankenhäusern und Hospitälern, zur Approbier ung übergeben und wurde derselbe bei nachfolgenden Krankheiten dortselbst mit glänzendem Erfolge angewendet; es ist somit ein Universal-Mittel, dessen Vorzügl chkeit die öffentliche und allgemeine Praxis selbst belobten, das in keinem Hause, in keiner Famile fehlen soll. — Mein „Phönix-Geist-4 wird permanent, in den meisten öffentlichen Krankenhäusern angewendet und bewährt sich vorzüglich als Einreibung (Massage) bei allen rheumatischen Leiden, veralteten Gelenk-Rheumatismus, Podagra, Gicht, Neuralgie, Reissen, und Ziehen in den Gliedern, Hexenschuss, Ischias, Kreuzschmerzen, Migräne, Nervenleiden; bei Verstauchungen und Ueberbein, Verrenkungen, Steifheit der Muskel und Sehnen, Blutunterlaufungen, Quetschungen und Anschwellungen, die nach lange aufgelegenen Verbänden entstehen; hauptsächlich auch zur Stärkung und Wiederkräftigung vor und nach grossen Strapazen, wie vueh in vorgerücktem Alter bei entsprechender Schwäche. Preis 1 Flasche Ph5nix-Geist fl. 2 —, 6 Flaschen fl. 10.—. Uäglich postversandt nach der ganzen Veit pr. postnachnahme. Sr. Majestät der König von Rumänien bringt in einein Schreiben ddto. 2. Juni 1886, über meinen „Phönix-Geist'4 Allerhöchst seinen verbindlichs'en Dank zum Ausdruck etc. Ausserdem würdigten meinen „Phönix-Geist“: Se. Majestät der Kaiser von Russland, Ihre Majestät die Königin von England, Se. Majestät der König der Nieder-; lande, Se. Majestät der König von Serbien, Sr. Majestät der König von Norwegen, Se. Majestät der König von Dänemark, ' So. Majestät der König von Griechenland, Se. Heiligkeit Papst Leo XIII, Se. Hoheit der Für.-t von Montenegro. Dr. Metzker, Amsterdam, anerkannter Masseur Ihrer Majestät der Königin. sehe „Phönix-Geist“ bei all jenen Krankheitsfällen, woselbst Spirituose Einreibungen indicirt sind und wo die Bewerkstelligung oberflächlicher Hyperämie beabsichtigt wird, namentlich bei acuten und chionischen rheumatischen Gelenkübeln, dann bei Knochenbrüchen und Verstauchungen bei zufolge langen Tragens steifer Verbände entstandener Muske!- Atome und Muskelschwund während der Massagecur etc. mit gutem Erfolg gebraucht worden ist, endlich, dass derselbe? elb-t. nach längerem Gebräuche keine Erubeseens oder Entzündung der Haut verursacht habe. Budapest, 17. Mai 1886. Dr. Farkas Läszlö, Abth.-Chefarzt. Elisabeth (Rothes Kreuz)-Hospital, T. chir. Abth. 9/1886. ZEUGNIS. Unterzeichneter bekundet auf Grund von Experimenten, ‘ welche er in der unter seiner Leitung stehenden chir ur- * gis:hen Abtheilung vorgenommen hat, dass der Altstädter-; Central-Versandt nach der ganzen Veit B. Altstädter, Wien I., Seilergasse Nr. 5. Herausgeber; P. Naschauer. Verantw. Red.; Erwin Rosenberger. Buchdrucker ei .Industrie“ (S. Bergmann) VIII., Schlösselg. 11

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