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Die Welt · 1899-04-28 · 17 (28.4.1899) · p. 8

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Journal
Die Welt
Volume
3 (1899)
Issue
17 (28.4.1899)
Article
Dr. Nordau und die Bank
Date
1899-04-28
Page
8 (sequence 2)
Language
German
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Seile 8 „Die ft Welt“ Nr. 17 Banksache geht aber mit aller Deutlichkeit aus der Thatsache hervor, dass mein Name im Prospecte unter denjenigen verzeichnet ist, die zu den Gründungskosten (wenn nöthig ä fonds perdu) beigetragen haben. Dr.Max Nordau. Paris, 13. April 1899. Einzelheiten. Triest. Bis vorige Woche 320 Shares gezeichnet, trotzdem hier fast gar keine Agitation stattgefunden hat. Jezierna. In unserem kleinen Flecken 25 Shares gezeichnet. Agitation begann erst diese Woche. Verein „Dorsche Zion.“ Zaleszczyki. Dank der Agitation unseres Zion-Vereines wurden hier circa 200 Shares gezeichnet. (Gez.) L. Lindner. Czernowitz. Bisher 300 Shares gezeichnet. Agitation dauert hier und in der ganzen Bukowina fort. In allen Städten wurden gute Resultate erzielt. Selbst in kleinen Orten wieSadagöra, Bojan, Dorna, Storozynetz, Frumosa etc. sind Resultate von 50—100 Actien die Regel. Dr. Mayer Ebner. Slatina. In dieser kleinen jüdischen Gemeinde bis 17. April 144 Shares gezeichnet. Berlad. Bisher 2400 Shares subscribiert. (Gez.) Juster. Craiova 900 Shares subscribiert. Vaslui. Hier wurden bis 6. (18.) April 425 Shares subscribiert. Roman. Bisher 800 Shares gezeichnet. Braila. Subscription dauert fort. Bis 7. (19.) April 6000 Shares gezeichnet. Sulina. Trotzdem sich in unserem Orte im ganzen nur circa 30 jüdische Familien befinden, wurden 114 Actien gezeichnet und angezahlt. (Gez.) D. Segall. Pinsk. In Südrussland betheiligen sich die Karaiten an der Subscription für die Colonialbank. St. Petersburg. Hier finden keine grossen Versammlungen statt. Nichtsdestoweniger sind bis Anfang voriger Woche 2000 Shares gezeichnet worden. S. B. Berdyczew. Bis 6. (8.) April unter circa 500 Personen 2050 Shares gezeichnet. Die Stimmung für die Bank und die zionistische Bewegung überhaupt sehr günstig. (Gez.) M. Kleinmann. Brest Lit. Bis heute 3050 Actien, 515 Actionäre. Agitation rührig, Subscription pupulär. L. H. Boryssoglebsk (Gouv. Tambow), Hier, wo ca. 50 jüdische Familien wohnen bisher Dank der Bemühungen der Herren M. Brumberg und J. M. Wolpert 123 Shares eingezahlt. Odessa. Bis Ende der vorigen Woche 10.000 Shares gezeichnet. Die Agitation für die Bank wird täglich lebhafter. Oman. (Gouv. Kiew.) Bis 0. April 900 Shares gezeichnet. (Gez.) M. Lokatjchev. Lida. (Gouv. Wilna.) In unserer kleinen Kreisstadt bisher (29. März) 1000 Shares gezeichnet. (Gez.) G. J. Schejnjuk. Ismail. Bisher in unserem Städtchen allein 350 Shares gezeich.net und an gezahlt. Dank den Bemühungen der Herren Israelsohn, Grünberg, Silberberg und Feldmann noch weitere kräftige Agitation. Auch in den umliegenden Städtchen wird nach Kräften subscribiert. Viele Russen betheiligen sich ebenfalls. B. K. London. Die „Bnei Zion-Association“ hat ein Bankmanifest publiciert. Die Agitation innerhalb der Gesellschaft liefert günstige Resultate. Der zionistische Club der „London Hebrevv Divisional and Benefit Society“ hielt in der Synagoge der Cannon Street Road ein Meeting unter Vorsitz Mr. Green sp ans. Nach einer Ansprache des Mr. Engländer 150 Shares gezeichnet. Unter Vorsitz des Mr. B. Ritter Meeting der „Zionist Society“ der Vine Court Synagogue im Tempel. Es *) Wir bringen einige Einzelheiten der Subscription, die natürlich jetzt noch gar nicht zu übersehen ist, als Stichproben, um wenigstens ein schwaches Bild von der Bewegung der Actienzeichnung unseren Lesern bieten zu können. sprachen Mr. Ritter und Rev. Orleansky. Viele neue Mitglieder meldeten sich, 200 Shares wurden gezeichnet. Birmingham. 100 Shares gezeichnet in einer Versammlung der „Beni Zion Association“ im „Beth Hamidrasch“. Glasgow. Veranstaltet von der „Glasgow Zionist Association“, fand ein grosses Bankmeeting statt. Ein Brief des Rabbi Shyne, worin derselbe seine Hoffnung ausdrückt, dass jeder Jude seine Pflicht gegenüber der Bank erfüllen werde, gelangte zur Verlesung und erregte ungeheure Begeisterung. Damen und Herren, den vollen Betrag für die gewünschten Actien in der Hand haltend, drängten sich zur Subscription. In weniger, als einer Stunde waren über 200 Shares vollbezahlt — Der „Glasgow Zionist Cycling and Athlet!c Club“ erlegte den vollen Betrag für 20 Shares. Leeds. Meeting in der Centralsynagoge. Die Haltung des „Jewish Chronicle“ wurde einer abfälligen Kritik unterzogen. Rabbi N. Sins o h n bestieg die Kanzel und forderte in begeisternder Rede zur Unterstützung der Bewegung und ihres Instrumentes, der Bank, auf. Liverpool. Dr. Um anski (Leeds), Mr. L o e w e (Manchester), M. T a r t i s (Southport) und Mr. Halp ern hielten Ansprach en zugunsten derBanksubscription.DieVersammlung schloss mit Hochrufen auf Dr. H e r z 1 und Dr. G a s t e r. Ueber 300 Shares in der Versammlung gezeichnet. Alexandrien. In Aegypten liegt die Agitation für die Bank in den Händen des Mitgliedes des Actions-Comitds Charles Bogdadli. Derselbe hat in Alexandrien und Cairo eine lebhafte Propaganda für die Subscription eröffnet und in letztgenannter Stadt in zwei Reden das Wesen der Colonialbank erörtert. Die Aussichten der Subscription sind glänzend. Transvaal. In der Randfontein Zionist Society ergab die erste Subscription 5000 Shares. Blätterstimmen. Der Pariser „Correspondant* veröffentlicht einen überaus ausführlichen Bericht über die zionistische Bewegung, ihre Anfänge, ihre En Wicklung, die beiden Baseler Congresse und die Gründung der „Jüdischen Colonialbank“. Auch eine ganz kurze Schilderung der wichtigsten jüdischen Colonien wird im Anschlüsse an die Besprechung des Zionismus gegeben. Der Verf. sucht in objectiver Weise eine Uebersieht über den Stand der Bewegung zu liefern. — Uebrigens beschäftigen sich jetzt sehr viele Pariser und Provinzzeitungen mit dem Zionismus und namentlich mit der Bank. Die letztere wird von den meisten kaum in'ihrer ganzen Wichtigkeit verstanden. Es braucht wohl nicht erst erwähnt zu werden, dass der „I n t r a n s i g e a n t“ und die übrige antirevisionistische Pressgemeine mit der „L ihre Parole“ an der Spitze die Bank als neue Geldquelle des Dreyfussyndicats erklären und durch phantasievolle Ausschmückungen dafür sorgen, dass ihre Leser das Gruseln nicht verlernen. Natürlich drucken die meisten deutschen und Österreichischen Antisemitenblätter den Blödsinn mit Freuden nach. Was sie dazuthun und auf eigene Faust erdichten, ist so gemein und dumm, dass es höchstens mit den Lügen und Verdrehungen verschiedener jüdischer antizionistischer Blätter verglichen werden kann. Freilich reicht es trotzdem an diese noch lange nicht heran. Der Jewish Express in Leeds bringt ausführliche und sehr günstige Berichte über die Banksubscription in Norden g!and und Irland. The Chicago Weekly bringt in der Nummer vom 6. April einen begeisterten Leitartikel über die Bank unter dem Titel „Der Grundstein von Neu-Zion“. Trotz der schwungvollen Sprache wird in durchaus sachlicher Weise die Wichtigkeit und folgenreiche Bedeutung der Jüdischen Colonialbank erörtert. Die Berichte über die Versammlungen in Amerika, in denen dem Publicum die Institution der Bank erklärt wird, sind sehr erfreuliche. In Chicago selbst machen die Zionisten erfolgreiche Anstrengungen, um mit der Zahl ihrer Shares unter den meistzeichnenden amerikanischen Städten zu stehen. Die angezahlten Summen wurden in der Nationalbank deponiert. Auf die in unserer letzten Nummer an Herrn Dr. Salz gerichtete offene Anfrage, hat dieser uns die nachfolgende Antwort eingesendet, die wir mit grosser Genugthuung publicieren. Die Redaction. An die sehr geehrte Redaction der „Weit“ Wien. Sie haben in Nr. 16 Ihres geschätzten Blattes öffentlich das Versprechen abgegeben, meine bestimmte Er-

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