Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 3 (1899)
- Issue
- 11 (17.3.1899)
- Article
- Judenreine Finanzscandale
- Date
- 1899-03-17
- Page
- 6 (sequence 2)
- Language
- German
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Gerte 6 „Die A nehmen, das, wie so viele andere, principiell nur von arischen Beamten geleitet wird. Die Antisemiten rechnen diesen Fall zu den jüdischen Scandalen, weil ein Jiide ihn äüfgedeekt hat. Die Waffenfäbrik hat zu •schlecht biläneiert; Öanh ‘‘gah es einen Scandal bei der Prager Eisenindustrie-Gesellschaft. Die hatte wieder zu gut bilanciert. Auch diese Gesellschaft gehört grösstentheils Juden und „Judenbanken44 sie.hat aber ihren zahlreichen Beamtenkörper' vor jüdischen Eindringlingen zu behüten gewusst. Der. bekannte Eisenkönig Wittgenstein ist kein 'Jude, , sondern entstammt einer alten christlichen Familie. nächstfolgendeösterreichische Börsenscandal;betraf 3 die Nordböhmische Kohlenwerks-Gesellschaft, welche vor. ein paar Jahrenvon .der jüdischen Anglobank gegründet wurde uiid natürlich nur von arischen Beamten geleitet wird. Sie hat ärarische Kohlen abgebaut, und Schutzpfeiler angegriffen; Es ist ein wenig verwunderlich, dass so viele Gesellscfhafteti Juden gehören und principiell nur christliche‘Hefamten aufhehmen. - Es gehört das eben mit zu der vielbelächelten Assimilationssucht der jüdischen Elutokratie; diese Herren finden von selbst keine Arier, die mit ihnen gesellschaftlich verkehren wollen, .drum müssen sie sich durch Beamten- und \7erwaltungsrathssteilen Parade-Arier kaufen. Sie können offenbar ohne Verkehr mit Ariern nicht leben. In der jüngsten Zeit gab es noch den Scandal bei der Galizischen Sparkasse in Lemberg. Man wäre versucht, es unglaublich zu finden, dass in Galizien judenreine Finanzinstitute existieren können; aber da die antisemitische Presse es selbst bestätigen muss und den Scandal als, Wirkung jüdischer Rachsucht hinstellt, so muss es wohl wahr sein. In den allerletzten Tagen erfuhr man noch durch den Selbstmord des Dlrectprs Dr. Marchwicky, dass es in Galizien schon judeiireine Banken gibt, deren Directoren zum Erschlössen gezwungen sind. In diesem Momente weiss man noch nicht, warum er sich erschossen hat. Wahrscheinlich, wenn man den galizischen Blättern glauben darf, war die Bank zu solid geleitet. Fürst Sapieha, der Präsident der Bank, ist „sogar froh darüber44, dass die Einlagen so rasch zur Rückzahlung gelangen. In einem Lande also, in dem die Börse ganz jüdisch und die Bank- und Handelswelt zu dreiviertel jüdisch ist, gibt es so viele, ganz judenreine Finanzseandale. Wir wollen nicht einmal behaupten, dass dies etwa die Folge einer besonderen finanziellen Solidität. der Juden ist. Es ist viel eher anzunehmen, dass die besonders harte Strafe, die Juden in einem solchen Fall trifft, sie davon abhält, sich in derartige Schwindeleien einzulassen. Man erinnere sich, dass alle oben erwähnten Scandale bisher für die arischen Urheber keine strafrechtlichen Folgen gehabt haben, und stelle sich einmal vor, Juden hätten alle diese Millionen gestohlen. Von ihnen wäre keiner dem Zuchthause entkommen. Alle Strafen, die Juden wegen Finanzschwindeleien und Gridaschwindeleien erleiden, sind übrigens uns national fühlenden Juden noch zu gering. Unsertwegen können alle die Herren gehängt werden, denn sie schädigen nicht nur die anderen, sie besudeln vielmehr das ganze Volk, dem sie und wir angehören. Weit!* Nr. 11 Handel und Industrie Palästinas. Von T. Blanco. Wenn ich auf Grund eingehender Studien die folgenden Zeilen der Oeffentlichkeit übergebe, so geschieht dies, um in vollkommen neutraler Weise über alles, was Palästinas Handel und Industrie betrifft, Licht und Aufklärung, zu geben. Vielleicht findet so mancher, der bisher unseren Reihen ferne gestanden, Anlass, uns näherzutreten. Er wird dann, wie York- Steiner so treffend in seinem letzten Berichte sagt, bald die Genugthuung jener unserer Brüder theilen, denen es gelungen ist, im Heiligen Lande etwas zu schaffen. Die Haupt-Ausfuhrartikel Palästinas sind : Gerste, Weizen, Sesam, Bohnen,. Orangen und Citronen,Wein, Südfrüchte, Wassermelonen, Coloquinten, Oliven. Gerste wird in nennenswerten Mengen nur in der Umgebung Gazas-, in kleinen Mengen auch nächst Jerusalem und Hebron produciert. Für den Export ist ausschliesslich Gaza von Bedeutung, das im letzten Erntejahre 500.000 q lieferte, wovon zwei Drittel nach England zur Ausfuhr gelangten. Die Hauptmasse der in Gaza producierten Gerste ist sogenannte weisse Braugerste auserlesenster Qualität, die man in England bereits mit Vorliebe zur Erzeugung von Bier mit Whiskey verwendet. Die Gazaer Producenten sind durchgehends Araber. Gaza selbst liegt circa 1 Stunde von der Küste entfernt, Wird von Dampfern (Prince Line) nur zur Erntezeit berührt, und ist von Jaffa mit guten Pferden über Rischon-le-Zion—Cortisia in circa siebenachtel Stunden zu erreichen! Die Bevölkerung ist ausschliesslich arabisch. Europäer haben sich bisher nur sporadisch angesiedelt. Weizen wird nur in geringen Mengen produciert. Ein Theil findet nach Marseille Abgang. : i Sesam, Bohnen werden nach Deckung des Localbedarfes hauptsächlich nach Aegyten verschifft. Orangen, Citronen. Die Ausfuhr' von Orangen ist eine sehr bedeutende; doch ist zu befürchten, dass bei der zu gewärtigenden Ueberproduction und der ungesunden Art, wie das Orangengeschäft entriert und abgewickelt wird, schon in den nächsten Jahren ein gewaltiger Rückschlag erfolgen wird. Der Araber betrachtet den prangengarten als beste Capitalsanlage und auch viele jüdische Ackerbauer schliessen sich mit geringem Scharfblick dieser Ansicht an. Der Abgang der Orangen erfolgt derart, dass der hiesige Zwischenhändler von dem Gartenbesitzer bereits lange vor der Ernte diese auf Grund ungefährer Schätzung abkauft und beangabt. Tritt nun die Reifezeit der Orangen ein, so werden diese gepflückt und von den bereits erwähnten hiesigen Zwischenhändlern als Consignationsgut fast ausschliesslich nach England verschifft. Dort angelangt, werden nun die Orangen auctionsweise als leicht verderbliches, oft schon verdorbenes Gut sofort verkauft. Im heurigen Jahre z. B. haben die hiesigen Händler Unsummen verloren, welcher Umstand doch auf die Gartenbesitzer in absehbarer Zeit unbedingt rückwirkend sein dürfte. Ein jüdisches Consortium, das die Errichtung einer Commandit-Gesellschaft hier plant, will sich dem Orangenhandel mit allem Eifer zuwenden upd ihn auf gesunde Grundlagen stellen. Wein. Rischon-le-Zion nebst den anderen, dieser Colonie subordinierten Ansiedlungen und die deutsche Templercolonie Sarona sind rücksichtlich der Weinproduction Palästinas die, Hauptfactoren. Die von Paris aus ins Leben gerufenen Commandit-Gesellschaften leisten bereits Bedeutendes mit Ausnahme der . Wiener Gesellschaft; trotzdem macht sich bedauerlicherweise