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Die Welt · 1899-02-10 · 6 (10.2.1899) · p. 13

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Journal
Die Welt
Volume
3 (1899)
Issue
6 (10.2.1899)
Article
Spenden für zionistische Zwecke [Nachricht] / Aktionskomitee
Date
1899-02-10
Page
13 (sequence 1)
Language
German
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Seite 13 Nr. 6 „Die A Welt“ Spenden für zionistische Zwecke, sowie Schekelzahlnugen sind nn das Bureau des Zionisteneongresses, Wien, ll, Nembrandtstratze 11, Schekelblocks, sowie -Juxten an das Bureau des Zionistencongresses, Basel, zu senden. -Das Aetionscornite. Wien. Am 15. Februar 1899 findet in Jellmeks Restauration, V., Margarethenplatz 9, die constituierendc Festversammlung des neugegründeten Einzelvereines „Wieden- Margarethen" des „Zion", Verbandes der österreichischen Vereine für Kolonisation Palästinas und Syriens statt. Die Festrede: „Neues aus Palästina" wird Herr Aork-S feiner halten. Wien. Wie im Vorjahre, liegt uns auch am Ende des Jahres 1893 ein erfreulicher Bericht vor über die erfolgreiche agitatorische Thätigkeit unseres Gesinnungsgenossen Herrn Löbl Taubes in Kolomea. Dieser beliebte Volksredner "hat im Laufe des letzten Jahres nicht weniger als 10 zionistische Volksversammlungen abgehalten, rn denen er stets vor einem zahlreichen Publicum die Bestrebungen der zionistischen Bewegung in populärer Weise klarlegte. In Galizien sprach er in 23 Städten 39mal, in der Bukowina sprach er in 8 Städten 10mal, endlich in Bielitz (Schlesien). Die beifällig aufgenommenen Reden fjatteu zumeist den Erfolg, dass Vereine mit zionistischer Tendenz gegründet wurden, und wo solche bereits bestanden, schöpften sie aus den gegebenen Anregungen neue Thatkraft. B. Graz. Am 14. v. M. fand in dem großen Sitzungssaale der Eultusgemeinde eine Versammlung unter Vorsitz des Herrn E. Mayer statt. Nach längerer Diseussion, an welcher sich die einberufenden Herren Goldberger, B a u m g a r t e n, F it ch s, sowie Eultuspräses B. Biller, Bonyhad i u. a. betheiligten, wurde beschlossen, einen „Verein Zion" in Graz zu gründen und mit der Statutenausarbeitung die Herren E. Mayer, Doctor S. Weiß, Goldberger und A. V a u m g a r t e n zu betrauen. Eine erfreuliche Bürgschaft des Erfolges ist die Theilnahme der Herren Rabbiner Dr. Mühsam und des Eultuspräses Herrn Biller. Krakau. Anfangs Jänner hat sich hier ein jüdisch-nationaler Mädchenverein „Ruth" gegründet mit der Bestimmung, jüdische Art und jüdisches Wissen zu pflegen. In das provisorische Eomile wurden gewählt die Fräulein A. Silberseld, S. Bester, S. A m st er, F. Glasschei b, M. Kur tz. I. S ch ö n w e t t e r. Jaroslau. Am 18. v. M. veranstaltete die akademische Verbindung im Vereine ,,Bnei Zjoireine Makkabäerfeier. Cand. jat. H. Lion begrüßte die Versammelten, dann folgten Produetwnen des akademischen Ehores, eine herrliche Declamation ,8uper fl mina BabyloniV des H. Baumgarten und die meisterhafte Elavierproduction des jungen Krakauer Virtuosen H. Fried mann. Die Festrede hielt stuck. jur. H. Ebersohn. Drohobyez. Das Agitationscornite der zionistischen Jugend im Vereine „Zion" Drohobycz führt als Vereinsabzeichen eine Nachbildung der Cvngressmedaille von Friedrich Beer. Die Schriftstücke des Agitationseomites tragen dieses Abzeichen. Ottyrna. Am 11. v. M. fand in der hiesigen großen Synagoge eine Makkabäerfeier vor mehr als 400 Gästen statt. Nach der Festrede des Herrn Dr. Rubin Jonas aus Stanislan entzündete der Ehasan des hiesigen Rabbi die Ehanukalichter, worauf Herr M. W u n d e r m a n n Jargon, der Schriftführer D. Soffer in meisterhafter Weise Hebräisch sprach. Herr Dr. Jonas apostrophierte in einer polnischen Ansprache die Frauen, der unermüdliche zionistische Agitator B. I. Harz hatte das Schlusswort. Zu Ehren der Gäste veranstaltete der Vereinspräses Herr O. Rosenkranz ein Bankett, bei welchem auf die Führer Dr. H e r z l, Dr. Vorbau und Dr. Gaste r toastieit und die Verdienste des Herrn Harz gebärend gewürdigt wurden. Haizion. Klansenbnrg. Der ausgezeichnete Magid der hierortigen „Ehewra Beth-Abraham", Herr H. Schwarzberger, hat mit seiner geist- und inhaltsvollen Rede, die er am jüngsten Sabbath in Anwesenheit eines großen Publieums gehalten, der zionistischen Idee in der hiesigen orthodoxen Gemeinde Bahn gebrochen. Er fand den Zionismus aus der Geschichte nicht nur berechtigt, sondern auch nothwendig. Unter anderem berief sich der Redner auf den Midrasch, wonach die irdische Hülle unseres großen Lehrers Moses deshalb nicht im heiligen Lande begraben wurde, weil er in Midjan seine Nationalität verleugnete, indem er sich als einen Aegypter (HXÖ ansgab. Die Gebeine Josefs hingegen, der sich offen '-QS? nannte, wie er sagte: CT-QSn IHKÜ TDJJ MJ *3/ wurden durch die Kinder Israels in das 'heilige Land getragen. — Rach Beendigung der Rede gaben die Zuhörer durch stürmische HD und Eljeri-Ruse ihren Beifall kund. Berlin. Die letzte Woche brachte wieder einige erfreuliche Fortschritte. In Mülhausen im Elsaß hat sich eine neue Gruppe eonstituiert, in Königsberg i. P. ist man in eine thätige Agitation eingetreten, die sich auch über die Provinz Ostpreußen erstrecken soll. In Protest-München ist —der erste Schritt — ein hebräischer Sprachverein, der Anregung des Baseler Eongresses zufolge, gegründet worden und in Leipzig sind die Vorarbeiten für die Einrichtung hebräischer Lehreurse im vollen Gange. Dw überaus thätige Leipziger Gruppe hat inzwischen eine interne Sitzung abgehalten, in der nach einem Referate über die socialen Verhältnisse der Juden in Galizien hauptsächlich Fragen der localen Organisation und Agitation erörtert wurden. Allen unseren arbeitsfrohen Mitarbeitern ein herzliches Glückauf! K. Breslau Von der aufstrebenden Entwicklung der Breslauer Ortsgruppe lieferte die letzte, am 26. Jänner tagende Volksversammlung einen neuen, erfreulichen Beweis. In überfülltem Saale sprach Herr D r. A d o l f F r i e d e m a n n aus Berlin über „die eulturelle Bedeutung des Zionismus". Er erntete reichen Beifall. In der anregend und würdig verlaufenen Diseussion trat u. a. als ein neuer, begeisterter Freund unserer Idee Herr Referendar Schwarz auf den Plan, um in echt jüdischfeinsinniger Weise die deutsch-freisinnigen Tiraden des gegnerischen Herrn Hirschfeld ad. absurdum zu führen. — Am 27. Jänner, dem Geburtstage unseres Kaisers, wurden 2 unserer Gesinnungsgenossen, Herr Dr. Carl Thieberger und Herr Dr. Jsmar Elb o gen, mit dem Rabbinerdiplom unter besonders ehrender Auszeichnung aus dem Breslauer jüdisch-theologischen Seminar feierlich entlassen. Bern. Die hiesigen Zionistenvereine veranstalteten kürzlich eine größere Agitationsversammlung, die von zahlreichen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde besucht war. Den einleitenden Vortrag hielt Herr Dr. Eh. W eizm an n aus Pinsk über die Ziele des Zionismus und seinen gegenwärtigen Stand. Durch die von warmer, national-jüdischer Begeisterung und klarer Sachlichkeit getragene Begründung des Baseler Programmes hat der Vortragende es verstanden, seine Hörer zu fesseln und für den Zionismus zu interessieren. Unsere Gesinnungsgenossen, die Herren S. Veit und A. H. Reich aus Basel, trugen durch ihre" Mitwirkung zu dem Erfolge des Abends bei. Herr Veit ergänzte den Vortragenden durch ein zweites Referat, in dem er vornehmlich auf die äußeren Ursachen des Zionismus hinwies. An die Vorträge knüpfte sich eine rege Diseussion^ an der sich Mitglieder und angesehene Bürger aus der Gemeinde betheiligten. Ein beträchtlicher Theil der Gäste schloss sich begeistert dem Zionismus an. Der gestrige Abend gestaltete sich zweifellos zu einem der interessantesten und gelungensten in Bern, und ist hiermit die Basis zur gedeihlichen Fortentwicklung des Zionismus am hiesigen Orte geschaffen. Die gehobene Stimmung der Versammelten gab sich am Ende der Sitzung noch durch deu Beschluss kund, ein Begrüßungstelegramm an Dr. Herzl gelangen zu lassen. L. London. Das Eolonisations-Comite der „Englisli Zionist Federation“ hat zu seinem Vorsitzenden Mr. Herbert B en t w i ch, zu seinem Schriftführer Mr. M. Rosenberg gewählt. Das Eomite beschäftigte sich in seiner ersten Sitzung mit der Prüfung der Eorrespondenzen, Pläne und Berichte, die mit der Erwerbung des M a k k a b äe r g r a b e s in M o d i n in Zusammenhang stehen. Es wurde beschlossen, die zum Ankauf nothwendige Summe von 1600 Pfund Sterling unter den englischen Zionisten aufzubringen. W Nermsmihrilhttil. Wien. Im Einzelverein „Zion", II., Rembrandtstraße 11, eröffnet Herr Dr. Leopold Kahn am Dienstag den 14. Februar um halb 8 Uhr abends einen Eyclns von Vorträgen mit dem Thema: „R a b b i A k i b a, e i n a l t e r Z i o n i st". Gäste herzlich willkommen. Wien, 6. Februar. Herr Heinrich Aork-Steiner wird über das Thema „Jüdische Arbeiter und Bauern in Palästina" (Reise-Erlebnisse) im Vereinslocale (Restauration Löbl),' VI., Schmalzhofgaffe 10, Samstag den 11. d. M., präcise 8 Uhr abends, einen Vortrag halten. Gäste, auch Damen, herzlich willkommen. Wien, 6. Februar. (Jüdisch-akademische Verbindung „Mae cabäa".) In letzter Zeit fanden folgende Vorträge statt: „Die Entstehung des Volkes Israel und seiner nationalen Organisation" (stuck, ing. Julius Bronne r), „Der Zionismus vom Standpunkte der materialistischen Geschichtsauffassung" (stuck, ing. Samuel Iungmann), „Antheil des jüdischen Volkes an der Eultur der Menschheit (stuck, phil. H. Maria n). Ein zahlreiches Auditorium wohnte den Vorträgen bei. Wien. Sonntag den 5. l. M. fand im Vereinslocale der jüdischen Handelsangestellten-Vereinignng „I o r d a n i a" (IX.,

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