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Die Welt · 1897-09-03 · 14 (3.9.1897) · p. 19

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Journal
Die Welt
Volume
1 (1897)
Issue
14 (3.9.1897)
Article
Syndicat zionistischer Journalisten und Schriftsteller [Nachricht]
Date
1897-09-03
Page
19 (sequence 1)
Language
German
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MED Gelte 19 Eyndleot riouistischer Journalisten nnd Schriftsteller. Uebek Anregung mehrerer Herren versammelten sich , am zweiten Longreßtage die beim Congrrß anwesenden zionistischen Journalifteri uudSchriststeüer, um ein Syndirat zu gri'mden. Zweck desselben sollte dre^Dropaganda der zioyistij'chen Bestrebungen in der gelammten' Presse sem. Die Versammelten wählten Dr. Landau'zum Vorsitzenden und schritten zur Debatte über die Statuten der Bereinigung. Mr. Bahar setzte seine Anschauurlgen dahin auseinander, daß es sich um eine Verbrüderung der zionistischen Jounialisten handle, um mit gemeinsamer Kraft dl^öffenrliche Meinung für die zionistische Bewegung zu inreressiren und zu gewinnen. Syrkin beantragt die Errichtung eines zionistischen Auskunstsbureaus. Dr. Loewe beantragt die Herausgabe einer jüdischen Correspondenz. Da jedoch ein Statutenentwürf den Debatten nicht zu Wninbc lag, beantragte Tr. Landau die Einsekung eines sünsgliedcrig» Comitss zur Ausarbeitung der Statuten. Der Antrag kvird angenommen und in . das Comita werden gewählt: B a h a r (..I^'Lebo ckv Pari«-*) Lublinsti, *8 ol.o l oiu^.Hazefiralr*), Stand (.,Pryszlosc,1)J Dr. Landau (..Die >Velt"). ... Das Comi:4 entledigte sich in zwei Sitzungen seiner Ausgabe, indem es ein Statut ausarbeilete, und dasselbe den angemcldeten Mitgliedern vorlegte. Dasselbe wurde einstimmig angenommen. . Das Hanptorgan -des Syndicals bildet das Centrälbureau mir dem Sitze in Bien Zum Leiter desselben wurde Dr. L a n d azr gewühlt. Bisher sind 2V Mitglieder angemcldet, darunter die Vertreter der ..LaN-^lall OazetteZ ,.1lazeürab.,?rz^8lo8e^, ^Arehives Israelites”, .X'Kdio^do Paris". ,.Jewish World4*. dann die Herren 2 U b! i n S k i, Mss. S o n n e n lch e i n -i.,American Jewess**'), Bahar, Dr A. Kaminka,, Tr. Farbstein n. s. w. Die Statuten, sowie ein Ausruf an die-zionistischen Coltegen sollen demnächst in den Blatten» zur» Veröffentlichung gelangen. lieber Palästina veröffentlicht das „Handelsmnseum" nach stehenden Bericht: . ' Jerusalem, (II. Quartalsbericht.l Landwirthschafr. Palä- . stina ist ein fruchtbares Land, von dem jedoch kaum ein Siebentel bis her bebaut wird. Der arabische Bauer ackert nur auf dem ihm von Geschlecht zu Geschlecht überkommenen bereits früher bearbeiteten Boden . und-gewöhnlich, nur in unmittelbarer Nahe seines Dorfes. Dazu bedient er sich seiner primitiv» Ackergeralhe und denkt auf keine Erweiterung der Grenzen seiner Ackerfelder. Zu der angeborenen Trägheit und Schwerfälligkeit in der Bodenbearbeitung kommt "noch der Umstand, daß der .. einheimische Landmaim von der Idee, geleitet wird, er würde bei. Bearbeitung eines größeren Ackerfeldes mehr Zehent dem Staate bezahlen, was erg eben nicht thun will. » Seit. Beginn der Einwanderung der jüdischen Colvvistcn aus Ruß-. ' :'iRümänicit;':nQmft<&. seit 16 Jahren, ist ein erfreulicher Umrv ^'chtvung in der Bearbeitung der- Weingärten eingetreten. 19 jüdische An- V siedelurigen in allen Theilen des Landes: in Judaea, Meder- und Obergalilaea, in Gibad und Hauran, bis in der Mähe von Damaskus, unterhalten gegcnwättig Mustenvirthschaften, in denen über 4000 Personen Beschäftigung mrd gutes Auskommen finden. Sie erfreuen sich einer cutturcll blühenden Errtwicklung: Die größeren Colonien sind mit .allen modernen Einrichtungen zur Herstellung der vorzüglichsten Wein- .syrtenversehen. Nebst Weinbau betreiben sie auch den Ackerbau'und * gehen dabei musterhaft, aeschickt-M Werke. \ ^Auch^inige^elrffch^Eoloüien sind in Palästina-thätig. Sie befassen sich mit Wein-und Ackerbau, dann mit Obstzucht n. s. w. Ihre; Bitthschast» sind musterhaft. Durch Fleiß, Ausdauer,—Nüchternheit - und durch rationelle Bearbeitung ihrer Felder, dann durch , ihr Benehmen und Bonhallen Hab» sich die Deutschen in Palästina Zeinen schönen Ramen envorben. - ' -;'*■ Sowohl die deutschen, als auch die jüdischen Ansiedelungen dienen den Arabern inPaliistinazum Musker.Dankdiesen Berhalmiffen b.ncht ' der Araber nach und nach. mit' der Trädition^in der Bewirthschaftuug ' der Felder und' macht: sich die ihm anschaulich genrachte Arbeitsmethode -u-.eig», etckmnMdAbäß.^ur^d^modems'nrbeit^ihn connrrrenzfähig . \\\[ 010$» •; . (.- ^Beit 'aü'sgehchVMM^aüsähige Landstrecken, welche in verschiedenen i^tibcnbnf Palästiyas bräch liegen, h-arten auf werkthätige Hände, - ünr,. Millionen Menschen gutes Einkommen urrd der hohen Pforte reiche Ein-. Künste bieten, nat,t»Üich Küstenland von Beirut, bis. südlich von > Gdza, Sud- und Mttelpalästtna/ Judaea, Niedergalilaca, Obergalstaea . ' dis zum' Qüellengebiele des Jordim, H-uwn und das südliche Qstjordanland. In diesen Landstricherr werden erzeugt : Beizen, Sesams Gerste, . Mais, Oliven, .Bein, Granaten, Pomeranzen, Cstronen, Rosinen, Erhro- ' gim, Bolle-. Feigbohnen (Lupinen), Pflaumen, Datteln, Feigen, Pfirsiche, * - Äpickkosett, Mauldeerpaumblätter, Coloquint» * . (Srit tc-aüf a(L Das Bachsthum derSäaten, die im 'Allgemeinen. . gut "standen, istdurch dlo während des ,Monates März'andauernde, natz- '- kalte Wittörnng tttyach^vriichzehlieÄn^-MchtL aber im.. April und Mal -^—4.- reichlichen^ rtcn übersraf sie jene des Vorjahres, Hnmege» war sie schwächer an Berg» und Abhängen. Gerste. und Beizeu sind, gut gerathe«, lgffea aber keine Hoffnung auf einen sehr .bedeutend» E^ort qptftoätt»« Der Beiz» " dürstd-gänzlich zur Deckung des Localumsums verwendet werden; von* der GrHte, Obst und Hülsenfrücht» wird schon ekn-Olmmtm» zur Ans- ~~ fuhr gelangen. Nammtlüh die Engländer sind cmimirte Kund» fax die Gerste, welche sich für die.Erzeugung von Bier «nd Whisky"VesouderS eignet. Davon nvurd» im Äerichtsquartale 11,500 q nach Egypt» ex- - Kortin. Weiters kam» zur Ausfuhr nach Egypten 5100 q Bohnen and 50,000 q Lupinen. Die Aussichten für die Mais- und Olivenernte PLd mtttelmäßige. für Sesam gut und für Beinbau ausgezeichnet. Man envartek eine vor-, treffliche Weinlese. , * / Handel. Der türkisch griechische Krieg hat auch aus die Geschäfts- , tage Palästinas nachtheilig eingewirkr. Die'Capital ist» hielt» mit der I Investition ihrer Capitalicn zurück. Nun beginnen die Furcht und der / Zweifel allmälig zu schwind» und besser situirle Frmilien, welche w^» /, der von ihnen cingezahltcn größeren Militäruntentützungsbeittäge ihre Ausgaben eingeichräntt hatten, fangen an. ihren Eoufum auf das frühere ^tiveau auszttdehneu, so daß im gescbänlichen Verkehre bald normale? Verhältnisse cinrrct» dünten. Der Naunnannssrand, welcher seit ge- . raumer Zeit sich von Enheilnng größerer Ordres zurückhiett. richne sich tvieder für einen vcnnehrten Bedarf ein. Man hofft auch auf einen ' größeren Fremdenznzug, als dies in den letzwergangeneu zrvei Jahren der Fall war. : I I m porr. Im 2. Trimester 18tt7 wurden, imponirt Baar» im Berthe von l .82l,621 Frs. In dieser Summe find Tabak und Tumbski . mitittbegriffen, »vetche den Benh vo,t 204,000 Irr. reprascnlireu uüd . als Monopolartikel dem freien Handel "entzogen sind. Nach Abzug die/es Betrages von 204,000 Frs. reducirt sich der Beph des Impakte aus. 1.617.621 Frs.. das ist gegen die gleiche Periode des Vorjahres ' um 333.491 Frs. weniger, gegen das 1. Trimester 1897' um 146^76 Frs. mehr. Ter A n t h e i l Oesterreich-Ungar n-s am Jmpone 434,921 Frs. gleich 20* 4d;ft, demnach ca. 3% mehr als im Vor^ nnd zwar wurden mehr impprtirt : fettige Kleider. Möbel, Papier, tvaaren und Zucker. Heber die einzelnen e'ingeffthtten Waarengari gi>u die nachstehende Zusammenstellung die.'Details, wobei Mc | klammerten Zahlen den Authei! Lesteneich-Ungarns ausweifen: der Teziitindustrie 576,400 Frs. <42,400), Tabak und.Tumdeki 5 Zucker 191.r>06 <129,896), Holz 86,600 ^53M0^ Metall nnd' Metall waaren 56,000, Kaffee und. Colonialwarew 82,040 (53,0401 Mehl 78,500, Drogucn und Chemikalien 76,000 <6000), Glas. 'Tyva und Porzellan 56,000 t 24,900), fertige Kleider 55,000 (55,000,>. (gegerbte und ungegerbte Felle 50,000, "Nahrungsmittel 49,500 l200», ÜnnwaaTcn 39,000 * i 15,000?, Steinkohlen 30,000, Pavier 15>700 415,700^ Reis 15,000, Zündhölzchen 10,120 (7120), Biör 10,000 (6000), Möbel 9900 (9900), Sein und Branntwein 9600, Perlmutter 5850(5850), I-SpirituS 5200 (5200), Kerzen 3000, Petroleum 3000. - * Export. Auch auf die Ausfuhr wirkt» - die'politis, niffe in der. Türkei. Es.tvar überhaupt'eine Stockung im Ver^l getreten, die erst gegen Ende der Bericht-Periode sich'zum Besser» w»- -dete. In diesem Ouattal belief sich der Expott auf Ol01,900 Frs., das ist. gegen das 2. Trimester des Jahres 1896 371,445 .Frs. weniger. Irrug. tahre, «nrzr „ lrng» rmgc ar» 4,000, (Verhälteiu- Dieser Rückgang hat seinen Grund in der^Verminderung ErpotteS, von Seife, Bolle und Bolssbohnen und' in benr gänzlich» Ausbleib» " der Ausfuhr von Beizen, Sesan^ ^und Dari. - Z, ' . -;• . Die.Ausfuhr bejtaud. in (Werth, in Francs): Agrsim» 5750, Auguri .(Melonen) 13,000, Därme 10,000, -sinnbänder und Glpswaarm 2000, Coloquinten 10,500, Eonsetven 540, /frisches Obst und Grünz»g 21.500, Bolle 64,500, ^Bolssbohnen 52,480, Honig 1800, Tevotiousattikel 87,000, Gerste 92,000, Olivenöl 500,i Felle 42M>. Srife 600,000, Trauben 1110, Bein -und Cognac lOOMtz^- . C r e d i r w e s e n. . JmÄerichtsstuattale fft kein ,zallim»r eiugetreten. Die Iahlüugen^rrfolHten flau, aber ohne Juküveuüon der Gerichte^-Keine einzige, diesbezügliche Beschwerde Urs bei diesem, k. und L lulate ein. . Bergbau. Die Gegend des Todten Mee^es bietet eine kostbare Füydgrube.für Miueralschätze. Kohlen/ Schwefes Asphalt re. könnt» dort in bedeutenden Meng» gewonu» . werden. Auch viel. Eis»- rckd Kupfererze,-soll» dort vorhanden sein. ' - Communieatiou en. Wegen der.Berbcffermrg W Fahrstraßen hatte die Regierungqvor dem griechisch-türkisch». Kriege zwar Vorbereitung» getrost», , doch wurdcn sie nach dem Ausbruche.des Krieges gäu'z-* lich/aüfgegeben, so/daß in dieser Hinsichr imBerschts^üürtale ^»e A»- deinmg eingetreten ist. - / / ' Ze^nt.. Die schlimmen Erfahrungen in dm letzt» .Achr» und die öftere-Uneinbrmgischkät des Zehent»s Hab» Heuer, den,Z^hmtz»ch^ lern die Zurückhaltung ' aüferlcgr, weshalb der., bisher.Vcrtatqre Zchent' hinter der Summe dcS vorjähttgen znnjckblicb.-'Mais^ lOlst)» und. viele Obst-' und 0) emüse^atttmg» ist der Zehc»t»och gar ^ücht v«-^ kauft. Derr Schlußersol g weitz man daher uicht.-Jm vortz» Jahrr drliefsich der Zeh»1aus 48Z64' Goldlirel B»u die >BeÄese-^die, gche^e^ Hoffnung nicht täuscht, sondern so aussallt^ w« uumlvon chr capaxtot,l Summe, als die.Des Jahres ■.XB99(*tösimMiM »reuvcque

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