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Die Welt · 1908-08-07 · 31 (7.8.1908) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
31 (7.8.1908)
Date
1908-08-07
Page
– (sequence 19)
Language
German
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='Die3§Kelt ' No. 31 zionistischen Organisation dem General Postmaster persönlich Vor-, Stellungen darüber, daß die strikte Durchführung obiger Bestimmung zum festgesetzten Zeitpunkt und bevor die Kunde von diesem Erlasse überallhin gedrungen ist, soweit die Nationalfondsmarke in Betracht komme, zu mancherlei Unzuträglichkeiten führen müßte. — Daraufhin gab der General Postmaster Mr. Greenberg die Zusicherung, daß die Postverwaltung mit Rücksicht auf die von Mr. Greenberg vorgebrachten Gründe die fragliche Verordnung mit Bezug auf die N.-F.-Marke erst einige Wochen nach dem festgesetzten Termin in Kraft setzen werde.. — Unseres Wissens hat auch die österreichische Postvei waltung das Aufkleben der verschiedenen Wohlfahrtsmarken und darunter auch der N.-F.-Marke auf die Vorderseite der Briefkuverts mehrfach beanstandet. Wir bitten daher unsere Gesinnungsgenossen, die Nationalfondsmarken nicht auf die Adreßseite der Briefsendungen, sondern auf die Rückseite der Briefumschläge — etwa in die Mitte, als Briefverschlüsse — oder auf den Brief selbst zu kleben. Zur Verhütung von Mißbräuchen empfiehlt es sich ferner, die N.-F.-Marke beim Aufkleben auf den Brief durch Beschreibung mit dem Tagesdatum oder Abstempelung mit einem Datumstempel zu entwerten. Das bloße Durchstreichen der Marke bietet, wie die Erfahrung lehrt, keine ausreichende Gewähr gegen etwaige Mißbräuche. Wir erhalten folgende Zuschrift: Hochgeehrte Redaktion! Anläßlich der gegenwärtigen Reisesaison möchte ich die Aufmerksamkeit unserer- Gesinnungsgenossen darauf hinlenken, daß die Schweiz, das klassische Land des Sommeraufenthalts, zugleich das klassische Land nicht nur der Schokoladefabrikation, sondern auch des Schokoladekonsums ist;. Einen sprechenden Beleg dafür bildet die Menge von Stanniolabfällen, mit denen die Spazierwege in, der Umgebung der fashionablen Kurorte, z. B. des Engadins, besät sind. Aber auch an abseits von der Heerstraße gelegenen Plätzen ist die Quantität des auf solche Weise verlorengehenden Blattmetalls keineswegs gering, und meine vorjährigen Erfahrungen berechtigen mich zu der Hoffnung, daß es gelingen müsse, dem Nationalfonds einen ansehnlichen Beirag zuzuführen, wenn man sich die Mühe nimmt, nicht aHein von Freunden und Hotelbekannten die Stanniolumhüllung der von ihnen konsumierten Schokolade zu erbitten,/ sondern auch das von den meisten achtlosweggeworfene, noch in frischem Glänze leuchtende Metall vor zwecklosem Untergang im Kehricht zu retten. Für unsere Kinder ist hier eine passende Gelegenheit zu zionistischer Betätigung gegeben. Daß auf solche Weise gewiß auch mancher waschechte Antisemit zu einem unfreiwilligen kleinen Beitrag für den Jüdischen Nationalfonds herangezogen wird, dürfte der Sache noch einen eigenartigen Reiz verleihen. Mit Zionsgruß hochachtungsvoll Zuoz (Engadin), den 26. Juli 1908. Prof. B. Dessau. Spendenausweis Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: (Adresse: Max Wollsteiner, Berlin-Charlottenbürg, Sybelstraße SO. — Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 22. bis 29. Juli d. J. eingegangen und in Nr. 31 der „Jüdischen Rundschau*- detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden............■ . JC 96.11 Selbstbesteuerung............... „ 12.75 Büchsen............•.........„ 64.10 Goldenes Buch (Teilzahlungen)........... „ 17.— Summe JC 189.96' Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Österreich: (Adresse: Wien IX., Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.} Vom 14. bis 21. Juli d. J. eingegangen und in Nr. 30 der ' „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.....'......... Kr. 262.25 Selbstbesteuerung............... „ 76.73 Sammelbogen.................. „ 213.26 Büchsen..................... „ 99.54 Summe Kr. 651.78 JC 554.02 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Rußland: (Adresse: Dr. E. W. Tschlenow, Moskau, Mjasnitzkaja, Juschkow Per., Haus „Rossija".—Publikationsorgan: „Rasswjet", St.Petersburg.) Vom 24. Juni bis 1. Jul.i a. St. eingegangen .und in Nr. 26 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Rbl. 246.64 Selbstb.esteuerung...............74.48 Sammelbogen (russische).............„ 149.46 Goldenes Buch (Vollzahlung)*) ......... „ 95.— Goldenes Buch-(Teilzahlungen)..... „ 50.— Vom 1.—8. Juli a. St. eingegangen und in Nr. 27 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.............Rbl. 112.45 Sammelbogen (russische)...........„ 27.40 Büchsen.................•- „ 19.98 Goldenes Buch (Vollzahlung)*)..........„ 100.— Goldenes Buch (Teilzahlungen)..........„ 53.65 Summe Rbl. 313.48 JC 677.12 Durch das Zentralkomitee der zionistischen Organisation für Rußland, Wilnav eingegangen: Goldenes Buch**)..........Rbl. 190.— Jl 410.40 England: Bei der English Zionist Federation, London, im Juli d. J. eingegangen: Allgemeine Spenden........£ 17.18.7 JC 365.76 Direkt (nicht im Wege der Federation) bei der Jüdischen Kolonialbank eingegangen: Allgemeine Spenden: London: Per J. Rosenthal..........£ 0.60 JC 6.12 Skandinavien: Allgemeine Spenden: Kopenhagen, per Josef Nachemsohn: Auf der Hochzeit des Herrn Sälomon Glück mit Frl. Sara Rosenstock, gesammelt dän. Kr. 14.60; auf der Hochzeit des Herrn Bernhard Glück mit seiner Cousine Guta Glück gesammelt 11.52; auf der Barmizwah Mikael Nachemsohn gesammelt 3.88........Summe D. K. 30.— JC 33.75. *) S. die Rubrik »Eini Summe Rbl. 615.58 JC 1329.67 s Goldene Buch«, Nr. 271+.

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