Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 31 (7.8.1908)
- Date
- 1908-08-07
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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g(* JUCDISCHCR TIATIQflAL- FQM DS~| MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Vorbemerkung zur statistischen Tabelle der im Monat Juli 1908 in der „Welt** ausgewiesenen Nationalfondsspenden. In der Vorbemerkung zu unserer zweiten Vierteljahresstatistik führten wir das im Verhältnis zur ersten Vierteljahresstatistik weniger günstige Resultat auf die sommerliche „stille Zeit" zurück. Daß diese Argumentation berechtigt ist,,zeigt unsere vorliegende Zusammenstellung. Seitdem wir unsere statistischen Tabellen veröffentlichen, hat von allen Monaten der Juli die geringsten Spenden zu verzeichnen. Besonders Österreich brachte eine ausnahmsweise kleine Summe auf. Hier ist der Rückgang allerdings nicht lediglich der „stillen Zeit" zuzuschreiben, vielmehr liegen greifbarere Ursachen zugrunde. So konnten wir erstens von den Ölbaumspenden nur die Summen anführen, welche von einzelnen Personen mit Umgehung der Landessammelstelle an das Hauptbureaü in Köln oder an den J. C. T. in London abgeführt wurden. Denn die österreichische Sammelstelle verrechnete die bei ihr eingehenden Beträge für'die Ölbaumpflanzung mit dem Verein „Ölbaumspende", der leider noch nioht in der Lage war, uns eine genaue Aufstellung über sämtliche bei ihm eingehenden Summen zu machen. Wir werden voraussichtlich bald einen anderen Modus der Verrechnung finden, der es ermöglichen wird, sämtliche Ölbaumspenden sogleich nach erfolgter Abführung an die zuständige Stelle in der „Welt" auszuweisen. Zweitens ist überhaupt die Gesamtsumme der österreichischen N.-F.-Sp enden in dieser Statistik deshalb niedriger als gewöhnlich, weil dem Ausweis eine Nummer der „Jüdischen Zeitung" weniger zügrunde liegt, als es sonst der Fall war. Bis jetzt war nämlich Österreich den anderen Sammelstellen um eine Ausweisnummer voraus. Um Ben erforderlichen Ausgleich herzustellen, unterblieb in einer Julinummer der „Welt" der Wochenausweis aus Österreich und wurde für die nächstfolgende Nummer zurückgestellt. Naturgemäß ist auch dies lediglich eine einmalige Erscheinung, und nur dem Zusammentreffen beider Umstände ist die geringe Spendenziffer Österreichs zuzuschreiben. , . ' Freudig ist es zu begrüßen, daß England, Frankreich und Italien, die seltenen Gäste unserer Statistik, sich diesmal insgesamt eingefunden haben. Wir wissen zwar, daß die Organisation in diesen Ländern noch nicht derart ist, daß wir auf ständige Ausweise rechnen können; aber wir hoffen, daß wir bald in die Lage kommen, — wenn auch einstweilen nur in größeren Zwischenräumen, — wenigstens regelmäßige Eingänge verzeichnen zu können. Von den Sammelmitteln gewinnt die Büchse anscheinend immergrößere Beliebtheit und weist bedeutend höhere Erträge auf als die anderen Spendenarten. Bemerkenswert ist der Aufschwung im Verkauf der N.-F.-Marken. Dieser Aufschwung beruht auf einer grundsätzlichen Änderung in der Verwertung des unserer Statistik zugrunde liegenden Materials. Da sich nämlich nur wenige Sammelstellen dazu entschließen konnten,, in den wöchentlichen Spendenausweisen ihren jeweiligen ' Verbrauch anzugeben, sind wir dazu übergegangen, die Summen dieser Rubrik genauer zu gestalten, indem wir die Grundlage unserer Berechnungen änderten. Von jetzt ab meldet uns unser Londoner Bureau monatlich die genaue Summe der von ihm gegen Barzahlung versandten . N.-F.-Marken und Telegrammblankette. Auf diese Weise stellen unsere Ziffern nicht den Einzelverkauf von Marken in dem betreffenden Zeitraum dar, sondern sie zeigen nur an, für welche Summe von den einzelnen Sammelstellen und sonstigen Verkaufsstellen Marken und Blankette durch unser Londoner Bureau bezogen wurden. Zum Schlüsse geben wir kurz die Reihenfolge der einzelnen Länder, geordnet nach der Höhe ihres tatsächlichen Spendenausweises: 1. Rußland................ 3 359.21 2. Deutschland............ 3 159.83 3. Österreich . •............. 1 662.52 4. Rumänien.............. 917.26 5. England............... 898.20 6. Ungarn............... 883.81 7. Südafrika.............. 744.60 8. Bulgarien .............. 530.15 9. Argentinien............. 458.08 10. Nordamerika............. 420.— 11. Belgien............... 236.97 12. Frankreich.............. 228.88 13. Kroatien, Slavonien und Bosnien .... 207.42 14. Italien..............: . 159.26 15. Palästina............... 107.35 16. -Niederlande . . .... . . : . . . . 42.50 17. 'Ägypten v............... 3.20