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Die Welt · 1908-04-10 · 15 (10.4.1908) · page 21

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Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
15 (10.4.1908)
Date
1908-04-10
Page
– (sequence 21)
Language
German
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No. 15 - DIEg^ELT Mitteilung des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalionds Materialiensammlung- , Die stetig wachsenden Erfolge der Briefmarkensammelstelle des Jüdischen Nationalfonds in Berlin zeigen, wie sehr sich auf diesem Gebiete das Zentralisafionssystem bewährt hat Die Versendung der Marken aus den einzelnen Ländern der Welt an die Berliner Zentrale ist mit nur unbedeutenden Schwierigkeiten verknüpft, und die geringen Portospesen werden durch die bedeutend höheren ' Preise, welche durch den einheitlichen Verkauf erzielt werden, vollkommen ausgeglichen. Anders mit den übrigen Materialien. Für die Sammlung zugunsten des Nationalfonds kommen natürlich nur solche Gegenstände in Betracht, die einerseits in geringen Mengenwertlos sind und darum im Haushalt nicht beachtet und weggeworfen werden und. die anderseits beim Verkaufe im Großen lukrativ genug sind, um die Sammelmühen entsprechend zu .entschädigen. Solche Materialien sind z. B. Flaschenkapseln, Staniol, Gummischuhe, Zigarrenspitzen u. a. m. Bei allen diesen Gegenständen wäre der Versand in ferne Länder zu umständlich und vor allen Dingen zu kostspielig, sowohl durch die erhöhte Fracht als auch durch die Zollspesen und Formalitäten. Deshalb müßte in jedem Lanae eine besondere Sammelstelle eingerichtet werden, welche die Sammlung solcher Gegenstände und den Verkauf der gesammelten Materialien übernimmt In Deutschland hat eine solche Materialiensammelstelle Frau Dr. Joel in Lübeck eingerichtet und ihren Btmühungen verdankt der Nationalfonds recht schöne Erfolge. Wir richten daher an alle Gesinnungsgenossen und ganz besonders an die Damen die Bitte, uns Vorschläge zu unterbreiten, wie und wo auch in andern Ländern solche Materialiensammelstellen organisiert werden können. Die offiziellen Sammelsteilen des Nationalfonds bitten wir dringend, nunmehr ihre Aufmerksamkeit auch dieser Materiaüensammlung zuzuwenden. Spendenausweis Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: (Adresse: Max. Wollsteiner, Berlin NW., Holsteiner Ufer 10. — Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 23. bis 29.' März d. J. eingegangen undin Nr. 14 der „Jüdischen Rundschau" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden...............Jt 329.27 Selbstbesteuerung.............. „ 5.— Goldenes Buch (Teilzahlungen)............ „ 37.65 Eingegangen beim Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds in Köln: (Die Gesinnungsgenossen in den Ländern, wo eine Nationalfondssammelstelle besteht, werden nochmals dringend ersucht, ihre Spendenbeträge für den Jüdischen Nationalfonds ausschließlich an die Landes- oder Distriktssatnmelstelle abzuführen, nicht aber an die „Welt", an das Kölner Hauptbureau oder an die Kolonialbank.) Deutschland: Selbstbesteuerung-. Köln: D. W. Jt 10.—, J. B. 2.—, H. K. 2.—, L. E-, Budapest 6.—, zusammen .............Jt 20.— Rußland. Allgemeine Spenden: Sosnowice: Bei einem Vortrage des Herrn Nissenbaum aus Warschau gesammelt durch die Herren Cukiermann und Scharf: F. Kempinsky Rbl. 1.—, Wulfsohn 1.—, verschiedene Spenden 12.07, zus. Rbl. 14.07.....„ 30.— Eingegangen bei Herrn Professor Warburg, Berlin: Für den Herzlwald: Halle a. S.: Herr Prof. A. Goldschmidt stiftet zum Andenken an seinen Vater 1 Ölbaum.........<M- 6.— Bertin: Frl. A. und Baumeister P. Gutmann stiften 1 Ölbaum zum 70. Geburtstag von Herrn A. Brunner...... „ 6.— Altona-Bahrenfeld: Herr Dr. A. Chwolles spendet auf seinen Namen 10 Bäume im Herzlwald....... „ 60.— Prag: Die Ausschußmitglieder der Volksvorschußkasse stiften auf Namen des Brautpaares Dr. Hugo Bergmann und FrL Elsa Fanto aus Anlaß ihrer Vermählung 10 Ölbäume................... „ 60.— Die Gesamtsumme der Nationalfonds-Spenden in dieser Nummer beträgt Mark 956.11, die der Ölbaum-Spenden Mark 407.04 __ Summe Jt 371.92 Für den Herzlwald................Jt 150.— Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Österreich: ( (Adresse: Wien DL, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", ebenda.) Vom 24. bis' 30. März d. J. eingegangen und in Nr. 14 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.......' .......Kr. 353.77 Selbstbesteuerung................ „ 62.16 Sammelbogen............'......„ 99.67 Büchsen...................■ ■ „ 112.86 Für den Herzlwald Kr. , 628.46 Jt 534.19 . Kr. 147.10 Jt 125.04 FAMILIENTAFEL Unter dieser Überschrift haben wir eine besondere Rubrik für kleine Familienanzeigen unserer Gesinnungsgenossen mit Untertiteln für Verlobungen, Vermählungen, Geburten, Sterbefälle usw. eingerichtet. Der Preis einer solchen Familienanzeige im Umfange von 4 einspaltigen Petitzeilen (wie unten) beträgt Alk. 2. — und kann in Briefmarken aller Länder an das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds eingesandt werden. Der Erlös fließt dem Jüdischen Nationalfonds zu. Wir bitten die Gesinnungsgenossen in allen Ländern, dafür zu sorgen, daß alle freudigen oder auch traurigen Ereignisse in ihrer Familie auf diesem Wege öffentlich bekanntgemacht werden können. Gleichzeitig bitten wir auch freundlichst, der Anzeige die genaue Adresse beizulegen, damit alle Leser dieser Familiennachrichten in der Lage sind, ihre Teilnahme an den freudigen uni traurigen Ereignissen im Leben unserer Gesinnungsgenossen zu bekunden. || VERMÄHLUNGEN) | Samuel Goldreich Else Goldreich geb. Treu Trier, 5. April 1908. Verlag: „Die Welt, Verlagsges. m. b. H.Ä, Köln. Verantwortlicher Redakteur: Julius Berger, Köln. Für die Rubrik „JüdischerNationalfonds" verantwortlich: Dr. Moritz Zobel, Köln. Druck von M. DuMont Schaüberg,. Köln.

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