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Die Welt · 1908-01-24 · 4 (24.1.1908) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
4 (24.1.1908)
Date
1908-01-24
Page
– (sequence 19)
Language
German
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MITTEILUNGEN DES HAUPTBURE AUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds in Köln hat an die Sammelstellen des J. N. F. folgendes Zirkular versandt: Sehr geehrte Herren Gesinnungsgenossen! Wegen der Verzögerung der Versendung der Büchsen und der Ausgabe der neuen Nationalfondsmarken und Sammelbogen teilen wir Ihnen mit, daß dieselbe lediglich auf die technischen Schwierigkeiten zurückzuführen ist. Wir haben bezüglich der Büchsen mit der fraglichen Firma erst das Modell für die neue Form sowie die Zeichnung feststellen müssen und mußten uns mit einer Reihe von Sammelstellen bezüglich der Inschriften, die auf die Büchsen gesetzt werden sollen, in Verbindung setzen. Da die Fabrik auf die Fabrikation der Büchsen noch nicht eingerichtet war, mußte dieselbe erst die Stanzen und Werkzeuge sowie die Lithographien . für den Druck herstellen, so daß eine frühere Fertigstellung trotz allem Drängen von unserer Seite nicht zu erreichen war. Ähnlich verhält es sich mit den Nationalfondsmarken, bezüglich deren wir zuerst einen Entwurf des „Bezalel" abwarten wollten und auch mit Wien korrespondierten, um die dort vorhandenen Entwürfe zu erhalten. Als nach langwieriger Korrespondenz die betreffenden Entwürfe in unsere Hände kamen, stellte es sich heraus, daß sie für den Zweck der Marke nicht verwendbar waren, und mußte demnach ein neuer Entwurf hergestellt werden. Wir bitten Sie nunmehr, uns definitiv mitzuteilen, wieviel Büchsen und Sammelbogen Sie voraussichtlich im Laufe dieses Jahres benötigen und wieviel Hefte der neuen Marken ä 1000 Stück (das Stück kostet 5 Pfg., 5 Heller, 2,/a Kopeken, 1 Cent, ,2 Penny etc. etc.) wir für Sie vormerken dürfen. Gleichzeitig bitten wir Sie nochmals höflichst um baldgefl. Einsendung einer Liste der Adressen derjenigen Gesinnungsgenossen, welche im Besitze von Sammelbüchsen oder Sammelbogen sind. Sollten Ihnen durch Herstellung dieser Liste einmalig besondere Kosten entstehen, so sind wir eventuell bereit, diese Kosten zu tragen, und wollen Sie uns freundlichst dieserhalb Mitteilung machen. Mit vorzüglicher Hochachtung und Zionsgruß Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln. Wir ersuchen hierdurch sämtliche Ölbaumspender, die noch nicht im Besitze der ihnen zukommenden Diplome und Bestätigungskarten sind (sofern ihre Spende vor Neujahr 1908 erfolgt und ausgewiesen ist), uns hiervon Mitteilung zu machen, unter gleichzeitiger 'Angabe ihrer genauen Adresse, sowie des Namens derjenigen Person, für die die betreffenden Ölbäume gestiftet worden sind, ferner der Zahl der gespendeten Bäume, des Zeitpunktes der Spende und der Nr. des Blattes, wo die Spende ausgewiesen worden ist. Die Diplome und Quittungen fflr die vom i. Januar d. J. ab gespendeten Bäume werden seitens der neuen Verwaltung der Ölbaumspende in Berlin (Adresse: Prof. O. Warburg, Berlin W. 15, Uhlandstraße 175) versandt werden. Ebenso sind von nun ab sämtliche Korrespondenzen in Sachen des Herzlwaldes und der Ölbaumspende an die genannte Adresse zu richten. Vom Leiter der Hauptsammelstelle von Postwertzeichen für den Jüdischen Nationalfonds, Herrn Dr. med. Julius Loewenheim. in Berlin, ist uns folgender Aufsatz zugekommen: Einige Bemerkungen zum Sammeln von Postwertzeichen Die soeben erfolgte Ausgabe der österreichischen .Jubiläums- Briefmarken, -Postkarten, Streifbänder, Kartenbriefe und Kuverts veranlaßt uns, alle unsere Freunde zu bitten, recht viele dieser Jubiläumsmarken etc. zu sammeln und sie uns so schnell wie möglich zu senden; besonders bitten wir,auf die selteneren Werte, wie 1 Heller, 2 H-, 12 H., 20 H.. 25 H.. 30 H., 35 H., 50 H., 60 H. und die Kronenwerte zu achten. Jetzt ist die Nachfrage nach diesen Marken noch sehr rege. Auch die höheren Werte von Bosnien sowie Portomarken isogenannte Nachportomarken) wären uns erwünscht Die durch diese Neuausgabe der "österreichischen Jubiläumsmarken erfolgte Außerkurssetzung der bisherigen Marken lehrt uns, auch die gewöhnlichen Marken der großen Kulturstaaten stets zu sammeln, natürlich getrennt von den besseren Marken und höheren Werten. Um diese Trennung bitten wir deshalb, weil wir die gewöhnlichen Marken nach Gewicht verkaufen, während wir die besseren sorgsam in besonders dazu hergestellte Heftchen kleben und, mit Preisen versehen, an Sammler abgeben. Natürlich wird uns die letztere Art, die Marken zu vertreiben, für den Nationalfonds mehr einbringen, weshalb wir auch stets darum bitten, bessere Marken zu senden. Im Anschluß an den obigen Aufsatz ersuchen wir die Bn'efmarkenspender nochmals höflichst, ihre Sendungen direkt an die Hauptsammelstelle von Postwertzeichen für den jüdischen Nationalfonds, z.H. des Herrn Dr. med. Julius Loewenheim, Berlin S. W., Beuthstraße 1, zu adressieren. Zur geil. Beachtung! Auf verschiedene Anfragen wegen der Einrichtung unseres Spendenausweises bringen wir hierdurch nochmals zur Kenntnis, daß wir in der „Veit" bloß die Spenden aus denjenigen Ländern detailliert ausweisen, in denen es noch keine regelmäßig funktionierende Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds gibt, oder in denen eine solche Sammelstelle wohl besteht, aber noch , nicht über ein eigenes Publikationsorgan verfügt. In allen andern Ländern besorgt die Landessammelstelle des J. N. F. den Spezialausweis der Spenden wöchentlich oder monatlich in einer hierfür bestimmten Zeitung und sendet uns bloß eine Gesamtaufstellung der innerhalb eines gewissen Zeitraumes bei ihr eingelaufenen und; an die Kolonialbank -abgeführten Spenden zum Zwecke der Veröffentlichung in der „Welt". Solche offizielle Ausweisorgane der N.-F.-Sammelstellen sind: für Deutschland die „Jüdische Rundschan", Berlin; für Österreich die „Jüdische Zeitung", Wien: für Ungarn die „Allgemeine Jüdische Rundschau", Budapest; für Kroatien, Slavonien und Bosnien (von Neujahr 1808 ab) die „Zidowska Smotra«, Zagreb; für Rußland der „Rasswjet", St. Petersburg; für Rumänien die „Egalitatea", Bukarest; für England (von Neujahr 1908 ab) „The Jewish Express", London; für Holland „De Joodsche Wächter", Amsterdam; für Belgien „Hatikwah", Antwerpen; für die Schweiz das „Israelitisch« Wochenblatt", Zürich. Von den größeren Ländern, in denen die N.-F.-Sammelstelle noch kein eigenes Publikationsorgan besitzt, deren Spendeneingänge demnach in der „Welt" detailliert ausgewiesen werden, seien hier"genannt: die Türkei, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, Argentinien und Südafrika.

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