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Die Welt · 1913-11-21 · 47 (21.11.1913) · page 21

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Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
47 (21.11.1913)
Date
1913-11-21
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Nr. 47 1611 Indien Kalkutta. Den eifrigen Bemühungen unseres Gesinnungsgenossen, Herrn Julius Sternberg, ist es zu danken, daß in Kalkutta die Vereinigung der arabisch-indischen Judenelemente zu einem Verband zustande gekommen ist. Der neue Verein führt den Namen „Zionist Association for India“ hat seinen Hauptsitz in Kalkutta und zählt Herrn David E s r a sowie eine Reihe weiterer jüdischer Notabein zu seinen Vorsitzenden. Die Gründung dieses Vereins ist besonders wichtig im Hinblick auf die Tatsache, daß das Gedeihen des Zionismus in Indien von der Gemeinde Kalkutta abhängt, die führend in Indien ist und ganz besonderen Einfluß auf die übrigen Städte, wie Bombay, Poona, Madras und Rangoon ausübt. Die Cochin-Juden in Madras, deren Anzahl 10—15 000 beträgt und die (in Weiße und Eingeborene eingeteilt) sämtlich streng religiös sind, lassen sich ganz von der Gemeinde Kalkutta führen. Unter der zum größten Teil armen Bevölkerung finden sich auch einige große Landbesitzer und reiche Kaufleute. Die Bne Israel, die in Indien 18 000 Seelen zählen, sind Anhänger des Zionismus. Sie sind von den Indiern, außer durch ihre in letzter Zeit angenommene europäische Tracht, fast gar nicht zu unterscheiden. Der neue zionistische Verband ist geeignet, einen bedeutenden Einfluß auf die indisch-jüdische Bevölkerung zu gewinnen. SPRECHSAAL H erzl-Gesellschaft Wir erhalten folgende Zuschrift: Ich richte mein Ansuchen an das Große Actions-Gomite, die Gründung dieser „Herzl-Gesellschaft“ bei seiner nächsten Sitzung durchzuführen. Zur eifrigen Mitarbeit bin ich, wie immer, bereit. Mit Zionsgruß Gustav Finzi, Obmann des mähr.-schles. Distriktskomitees. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen : Für das Mikrobiologische Institut: »Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut" Siegmund Eppler, Wien ... Paul Diamant, Wien. Prof. Kellner, Wien. Johann Kremenezky, Wien - - Ing. Josef Seidener, Wien Heinrich Lederer, Wien .... Leo Weiss, Wien. Oswald Weiss, Wien ..... Julius Weiss, Wien. Dr. Elkan Weiss, Wien - - -- Emanuel Lockspeiser, Boryslaw Kais. Rat Emil Broch, Tamow - Kais. Rat C. Hirsch, Wien - - - Heinrich Bard, Lemberg - Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für eine Universität in Jerusalem: per J. N.-F., Wien.K. 50.- Kr. 2.— . M. 1.68 „ 2— 1.68 —.84 Kr. 10.—!k 8.40 —.50 —.42 „ —.50 —.42 —.84 ,’ 2.— 1.68 —.84 ,. 2.— 1.68 —.84 „ —.50 —.42 „ 5— 4.20 „ 6.— „ 5.04 Die zionistische Organisation kennt bisher nur die Ehrung durch Eintragung ins Goldene Buch, die Stiftung von Oelbäumen, die Landspende, die Yemenitenhausspende. Alle diese Ehrungen sind käuflich und können auch Personen zugute kommen, die nicht die geringsten Verdienste um das jüdische Volk und den Zionismus haben. Lediglich der Geldbeutel spielt bei dieser Form der Ehrung eine Rolle. In unserer demokratischen Bewegung gibt es keinen Senat für verdienstvolle Mitarbeiter, keine Ehrenmitgliedschaft, keine Orden, keine Auszeichnungen, die der Volkswille verleiht. Oft jedoch keimt in uns der Wunsch, der Kongreß möchte in der Lage sein, Männer und Frauen anders auszuzeichnen als in der Form des Gedenkens nach dem Tode. Die Anerkennung, die bei Lebzeiten gezollt wird, wirkt anfeuemd, sie ist eine Triebkraft zu großen Taten, darum müssen wir sie schaffen! Meine Anregung geht dahin, daß eine „Herzl-Gesellschaft“ gegründet werden möge. Das aus festen Beiträgen und gelegentlichen Zuwendungen gesammelte Kapital bleibe Eigentum des jüdischen Volkes im Nationalfonds. Aus den Zinsen dieses Kapitels verleiht der Kongreß an verdienstvolle Männer oder Frauen unseres Volkes als sichtbare Anerkennung die große goldene Herzl-Medaille sowie auch Herzl-Preise für kulturelle Großtaten. Die Ueberwachung der Gebarung erfolgt durch ein Kuratorium, dessen Vorsitzender stets der Vorsitzende des E. A. C. ist. Die Generalversammlung der „Herzl-Gesellschaft“ erfolgt stets beim Zionistenkongreß. Für die Nationalbibliothek in Jerusalem: per J. N.-F., Wien.K. 1.10 Für das Hygienische Institut: per J. N.-F., Wien.K. 30.82 Für das Blindenheim: per J. N.-F., Wien.K. 4.— Für das hebr. Gymnasium in Jaffa: per J. N.-F., Wien.K. 40.— Für den Relief-Fonds: Otto Schwarz, Tetschen, Coupons Nr. 9 om I. C. T. •£ —.3.2 Das Prenssisdte Justiz minister um gab der Firma Aktiengesell- Schaft vorm. Seidel & Naumann in Dresden vor einigen Tagen die Lieferung von 68 Ideal-Schreibmaschinen in Auftrag. Erst im Januar hatte der Preussische Justizminister die Anschaffung von 40 Ideal-Schreibmaschinen verfügt. Bei deutschen Gerichtsbehörden sind jetzt nahe an 1000 Ideal, bei den deutschen Heeresxl. Marineverwaltungen ca. 1000 Ideal, bei der Preussischen Staatsbahn.ca. 250 Ideal, bei der Grossberzoglich Badischen Staatsbahn. . ca. 200 Ideal in Benutzung. Es ist bekannt, dass Behörden derartige grössere Aufträge nur nach ausserordentlich scharfer Prütnng zu erteilen pflegen. Diese zahlreichen nnd nmfangreichen Bestellungen von Behörden auf Ideal- Schreibmaschinen sprechen am überzeugendsten für die Güte der Ideal. Einen weiteren Erfolghat die „Universolle“-Zigaretten-Maschinen Industrie, System Otto Bergsträsaer, Akt-Ges., Dresden-Löbtau, 'Tharandter Strasse 17, zu verzeichnen. Die auf der eben geschlossenen Weltausstellung Gent ansgestellten nnd dort im Betrieb vorgeführten Spezialmaschinen dieser Firma und zwar die .»EXCKJLSIOÄ^-Zigroretten-Maacliliiefür Zigaretten mit Gold- und Korkmurdstück sowie „l’XIVERSKLtK“ - Mundstück-Mülscnllascliine, Roll - System und „l\IVERSELLt‘- - Mimdstück- Zigaretten-Mascblne Modell £ für Cigaretten mit Kartonmundstück würden mit dem „Grand Prix“ ausgezeichnet Die „Uuiverselle“-Zigaretten-Mascbinen-Tndustrie hat damit den höchsten. Preis, der anf dieser Ausstellung überhaupt erteilt wurde, erhalten, — ein weiterer Beweis von der grossen Leistungsfähigkeit dieser Wir zweifeln nicht, dass clieser Erfolg dazu beitragen wird, das Renommö dieser Firma, die sich aus kleinen Anfängen in ganz kurzer Zeit zu einem achtunggebietenden Unternehmen entwickelt hat. noch weiter zu verbreiten. PER ZUG OER ZEIT nToUaWERO-v

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