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Die Welt · 1913-10-16 · 42 (16.10.1913) · page 20

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Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
42 (16.10.1913)
Date
1913-10-16
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1442 -- Nr. 41 DIE3ÄKLT= Bemerkungen zur Statistik der vom 1. Januar bis 30. September 1913 eingegangenen Spenden Die bei der Beurteilung der Halbjahreseingänge von uns ausgesprochene Hoffnung, in diesem Jahre die langersehnte A/lindesteinnahme von 1 Million Franks zu erzielen, nähert sich der Erfüllung. Voraussetzung hierfür ist, daß unsere Vertrauensmänner die nächsten drei Monate, die ja wie immer den Höhepunkt der zionistischen Propaganda bilden, zu einer intensiven Tätigkeit ausnutzen. In erster Linie kommt während dieser Zeit eine allgemeine LeerungderBüchsenin Betracht, soweit dies nicht schon während der Halbfeiertage des Sukkoth geschehen ist, dann auch ein reger Markenverkauf, zumal die neuen Landschaftsmarken eine ausgezeichnete Handhabe für eine verstärkte Agitation bieten. Das Resultat der Dreiviertesjahresstatistik ist befriedigend und schließt, wie aus der vorstehenden Tabelle ersichtlich, mit einer Summe von 548,588 Mark. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung um 156 000 Mark oder 40 o/o. Im Vorjahre betrug die Steigerung nur 61 000 Mark oder 18 o/o. Die Beteiligung der einzelnen Länder an diesem Ergebnis im Vergleich zu jener des Vorjahres ergibt sich aus nachfolgender Tabelle. Tabelle I. Sammelstelle 1. Januar bis 30. Sept 1913 JC 1. Januar bis 30. Sept 1912 JC 1. Rußland. + 169186.42 90719.25 2. Nordamerika. + 104 788,93 70616,06 3. Oesterreich. + 93117,95 85524,54 4- Deutschland. + 69996.34 50781,93 5. Canada. + 23753.60 14700,60 6. Südafrika. 14526,21 19677,12 7. England. + 11960.53 5456,65 8. Holland. + 9888.88 8485.03 9. Rumänien. 7 84222 12105.- 10. Ungarn. + 7 497,25 6815,38 11. Südslavische Länder . . . + 590538 4742,05 12. Türkei. + 532239 3027,16 13. Belgien. + 5071,03 4309,11 14. Argentinien. + 4173,98 3127,61 15. Ostasien. + 281634 1921,86 16. Schweiz. + 2561,67 1258,18 17. Australien. + 2332.04 840,17 18. Frankreich. + 2274,65 1578,19 19. Griechenland. + 2081,49 382,34 20. Bulgarien. 748,48 3332,12 21. Italien. 708,25 1006,12 22- Aegypten. + 594,04 272,64 23 Brasilien. + 590,90 558,— 24. Schweden. 449,78 547.33 25. Dänemark. + 162,06 100,— 26. Serbien. 150 — 58890 27. Portugal . + 88,- Unter den vier Ländern mit zahlreicher jüdischer Bevölkerung steht Rußland nach wie vor auch hinsichtlich der Spendenzunahme an erster Stelle. Der Zuwachs beträgt 87 «/o. Auch in Amerika hält der Aufschwung an, so daß zu hoffen ist, daß dieses Land allmählich Rußland den ersten Platz streitig machen wird. Oesterreich hat, wie wir schon nach den ersten zwei Quartalen konstatieren mußten, keine wesentliche Steigerung aufzuweisen. Die Gründe hierfür sind mehrfacher Art, einerseits die durch den Krieg verursachte wirtschaftliche Krise, unter der besonders Galizien schwer leidet, andererseits die Sammlungen für das Hebräische Gymnasium, die nunmehr zu einem erfreulichen Abschluß gelangt sind. (Allerdings werden die gesammelten 100000 Frs. schließlich dem N. F. zugute kommen, da bezüglich des Bodens für das Gymnasium in Jerusalem, der vom N. F. gestellt wird, ein ähnliches Abkommen wie beim Jaffaer Gymnasium besteht.) Deutschland hat den an die Ausgestaltung des Berliner N. F.-Bureaus geknüpften Erwartungen vollkommen entsprochen. Die wichtigsten Sammelmittel haben eine planmäßige Bearbeitung erfahren. Es darf angenommen werden, daß Deutschland am Schlüsse des Jahres infolge der besonders intensiven Propaganda für Neujahresablösungen sowie mit Rücksicht auf die bevorstehenden Büchsenleerungen (die in Deutschland mit besonderer Umsicht organisiert werden) es mindestens auf die Höhe des im Jahre 1011 erzielten Resultats bringen wird. C a n a d a und Südafrika, die sich sonst die Wage halten, weisen diesmal verschiedene Ergebnisse auf; während Canada einen beträchtlichen Zuwachs zu verzeichnen hat, ist Südafrika beträchtlich zurückgegangen. Wir Wollen hoffen, daß Südafrika im letzten Quartal das Versäumte nachhoTen wird, schon um sein altes Renommee, pro Kopf der Bevölkerung an der Spitze zu stehen, aufrechtzuerhalten. Erfreulich ist die endlich eingetretene Besserung in England, wo die Sammlungen in diesen dreiviertel Jahren einen Zuwachs um mehr als 100 % ergeben haben. Holland weist einen stetigen Fortschritt auf. Rumänien hat gleich den übrigen Balkanländern wie Bulgarien und Serbien einen ganz bedeutenden Rückgang erlitten. Es ist zu wünschen, daß es in absehbarer Zeit gelingen möge, das Verlorene wieder hereinzubringen. zumal die jüdische Bevölkerung hier einen Zuwachs erfahren hat. Ungarn hat leider nach wie vor keine Besserung zu verzeichnen. Wir beabsichtigen, die N. F.- Organisation dieses Landes in nächster Zeit auf eine neue Basis zu stellen, von der wir erwarten, daß sie eine gründliche Aenderung zum Guten herbeiführen wird. Mit Ungarn kontrastieren scharf die Südslavischen Länder, die bei 32 000 Juden fast dieselbe Einnahme erzielen wie Ungarn mit nahezu einer Million Juden. Mit Genugtuung begrüßen wir die ununterbrochene und beträchtliche Steigerung der Einkünfte aus Palästina, wo der N. F. sowohl in den Städten als auch in den Kolonien immer größere. Sympathie genießt. Hingegen lassen die Sammlungen in den übrigen Teilen des türkischen Reiches noch sehr zu wünschen übrig. Unsere Freunde in Konstantinopel sind bemührt, eine Kommission ins Leben zu rufen, welche die bisher vernachlässigten Gebiete durch Einsetzung von Vertrauensmännern planmäßig bearbeiten soll. Belgien, Argentinien, Ostasien, die Schweiz und Frankreich zeigen alle eine befriedigende Zunahme der Spenden. In Griechenland, das nicht minder als die Balkanländer vom Krieg hart mitgenommen wurde, gelang es der rührigen Gruppe in Volo durch eine erfolgreiche Propaganda, eine sehr wesentliche Steigerung der Einnahmen zu bewerkstelligen. Das eröffnet gute Aussichten für die Zukunft, besonders in Anbetracht des Umstandes, daß sich die Zahl der griechischen Juden infolge der politischen Ereignisse vermehrt hat. — Tabelle II. 1. Januar bis 30. Sept. 1913 1. Januar bis 30. Sept 1912 1. Arbeiterheimstätten .... 2 Allgemeine Spenden . . . 3 Sammelbüchsen. 4. Goldenes Buch. 5. Baumspende;. 6. Landspenden. 7. N. F.-Marken. 8. Selbstbesteuerung .... 9 Sammelbogen. 10. Telegrammformulare . . . 11. D. u. F. Wolffsohn-Fonds. . 12. Postwertzeichen u.MateriaIien 171193.78 10093226 183312,87 (66931,80 r 65 356.59; 23 242-53 120 273,51; 7 743.68 6182,95 2576,19 -842,65 ,128,06 7078,54 114064.40 66872L8 59725.35 6897126 24402,88; i21656,69; 4 7440,18 10580,61 54780,66 £ 6 899,79 11273,17

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