Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- Kongreß-Ausgabe V (9.9.1913)
- Date
- 1913-09-09
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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104 Nr. V DIEIaEELT drucke des Gebotenen trat ein Zuhörer vor und dankte den Sängern in hebräischer Sprache für ihre vorbildlichen Leistungen. Der Obmann des Gesangsvereines, Herr Professor Dr. Meuscher, der die Sängerschar zum Kongresse nach Wien brachte, hat sich sehr verdient gemacht. zukommen. Beim Aufrufe zur Thora spendeten die Delegierten Beiträge zu Gunsten des Nationalfonds wie auch für verschiedene Institutionen. Auch im Tempel der türkisch-israelitischen Gemeinde fand ein erhebender, zahlreich besuchter Festgottesdienst statt. | Tagesprogramm | Für Dienstag, den 9. September: 10 Uhr vormittags: Beginn der Vormittagssitzuiig des Kongresses im Musikveieinssaal; 11 Uhr vormittags: Vortrag im Beethovensaal; 3 Uhr nachmittags: Generalversammlung des Jewish Colonial Trust; 3i/2 Uhr nachmittags: Beginn der Nachmittayssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal; 8 Uhr abends: Meeting im Sofiensaal (Redner: die Mitglieder des neuen E. A. C); 8 Uhr abends: Meeting im Beethovensaal (Redner die Mitglieder des neuen E. A. C.); Zu noch zu bestimmenden Stunden Führungen durch das jüdische Museum und die Adria-Ausstellung. Aufruf! Organisation zionistischer Frauen Es ist unbedingte Pflicht jeder zionistischen Frau, der zionistischen Frauenorganisation anzugehören. Dienstag» den 9. September» findet eine Versammlung um Vv3 Uhr im Musikvereinsgebäude, Zimmer Nr. 13 statt, zu welcher wir alle am Kongreß anwesenden Frauen dringend bitten, zu erscheinen. Das Komitee. Zionistische Frauen erscheinet zahlreich! Verschiedenes Der Festgottesdienst. uer Wiener Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde veranstaltete anläßlich des Zionistenkongresses am Sonnabend einen Festgottesdienst im großen Tempel der Leopoldstadt — Das Gotteshaus war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt, das ganze Mittelschiff und ein Teil der Damengalerie für Kongreßdelegierte reserviert In den ersten Bankreihen sah man die Herren: Dr. Schmarja-Lewin, Bentwich, Moser, Rabbiner Daiches, Podliscewski und viele andere. Ebenso waren Vertreter des Kultusvorstandes anwesend. Die Gebete wurden vom Oberkantor Morgenstern und dem verstärkten Chore meisterhalt vorgetragen. Rabbiner Dr. Bach hielt eine der Bedeutung des Augenblickes vollauf gerechtwerdende, von nationaler Begeisterung getragene Predigt, in der er die aus allen Weltgegenden eingetroffenen Delegierten herzlich willkommen hieß. Redner pries in flammenden Worten die unsterblichen Verdienste Theodor Herzls und verwies auf die großen Verdienste welche der zionistischen Bewegung, im Hinblick auf den Regenerierungsprozeß des jüdischen Volkes Richtigstellung Von Herrn Jean Fischer geht uns das folgende Schreiben zu: „Sehr geehrte Herren! Die „Welt“ vom 5. September gibt den Inhalt meiner Rede vom 4. September auf dem Kongreß wieder. Ich sehe mich veranlaßt, einiges hier richtig zu stellen: Ich habe nicht gesagt: „Es wundert mich, warum es niemandem eingefallen ist, daß in den letzten Jahren kein E. A. C.-Bericht verbreitet wurde“, sondern „warum kein A. C.- Bericht in der „Welt“ veröffentlicht wurde“. Ich habe nicht gesagt: „Diese Unzufriedenheit kontrastiert gewaltig mit der Unzufriedenheit, die hie und da in den praktischen Reihen zutage tritt“, sondern „diese Unzufriedenheit kontrastiert gewaltig mit der Zufriedenheit, die hie und da in den Reihen der Praktischen zutage tritt“. Beim Zwischenruf Lichtheims: »Diese Darstellung ist falsch“, fehlt meine Entgegnung: „Hier der genaue Sachverhalt: Ich habe den zweiten Artikel am 7. Juni von Antwerpen an das Zentralbureau geschickt und zugleich davon Mitteilung gemacht, daß ich einige Tage verreist war und noch am 6. Juni in London mit Herrn Dr. Jacobson gesprochen habe. Der Artikel lag demnach nicht zehn, sondern zwölf Tage vor dem Erscheinen dieser Nummer im Bureau der „Welt“. Ich habe nicht gesagt: „Ich gebe Ihnen den Rat, sammeln Sie ebenfalls in sechs Jahren die Mittel für eine Agrarbank“, sondern: „Sammeln Sie in den nächsten zwei Jahren sechs Millionen für eine Agrarbank“. Die .Welt“ vom 7. September berichtet, ich hätte gesagt, ich werde mich nicht davon abhalten lassen, zu sagen, was ich weiß. Ich sagte genau das Gegenteil. „Ich werde mich nicht durch die heftigen Angriffe dazu verleiten lassen, öffentlich über Politik zu sagen, was ich weiß“. Ich bitte Sie, diese Zeilen in der nächsten Kongreßnummer zum Abdruck zu bringen. Mit Zionsgruß, hochachtungsvoll Jean Fuchs. Geschäftliche Mitteilungen Der Konsum alkoholfreier kohlensaurer Getränke ist Überall in fortwährendem Steigen begriffen. Einen wichtigen Einfuhrartikel in die Konsumländer bilden deshalb die Maschinen und Apparate, die zur Herstellung der erwähnten Getränke erforderlich sind. Die bekannte Firma Hugo Mo^bleeh. Köln-Ehrenfeld, baut solche Apparate schon seit einem Vierteljahrhundert als einzige Spezialität für jede gewünschte Tagesleistung und alle Flaschensorten. — Anläßlich des 25jährigen Geschäftsiubiläums bringt die Firma im Herbst einen neuen Katalog heraus, der die allerneuesten Maschinen auf dem Gebiete der alkoholfreien Getränke-lndustrie enthält und den Interessenten kostenlos zugesandt wird. Wir empfehlen der Aufmerksamkeit unserer rassischen Leserdie Fabrikate der Elsennnd MecsingmCbeUFabrik JT. Menteld, Warschan- Praga Brikowa 4 6. eigene Häuser. Die Fabrik, 1878 gegründet, bat sich aus kleinen Anfängen zu der heutigen führenden Größe emporgearbeitet Die jetzige Bedeutung verdankt die Firma ihrem Prinzip, nur eine qualitative einwand« freie Ware unter Zuhilfenahme von neuesten Maschinen, von welchen eine Anzahl für eigenen Bedarf die Firma sich selbst konstruiert hat zu liefern. Die Firma liefert schon seit Jahrzehnten an die russische Regierung. Eine Reihe von großen Lieferungen, wo die Metallmöbel der Firma J. Neufeld in jahrzehntlanger Benutzung stehen, legen das beste Zeugnis von der Leistungsfähigkeit derselben ab, so zum Beispiel die Kaserne des Keksholmschen Leibgarde-Grenadierregiments (zirka 4000 Betten), das Ujazdowski Militärkrankenhaus (zirka 300 Betten), Poleskija Staatseisenbahnen etc. In Hoteleinrichtungen etc. In Hoteleinrichtungen übernimmt die Firma J. Neufeld auch die Lieferung der Bettwäsche und -Decken. Erst in letzter Zeit wurde von der Firma das große Hotel „Savoy Palace Hotel“ in Lodz eingerichtet. Zahlreiche Semstwos gehören ebenfalls zur ständigen Kundschaft der Firma J. Neufeld, auch viele jüdische WohltätigkeiLsiostitute sind mit den Eisenmöbeln der Firma J. Neufeld ausgestattet worden. Die Firma sucht weitere derartige große Lieferungen zu übernehmen. In den Haushaltsmöbeln erfreut sich die Marke J. Neufeld bei zirka 600 Möbelhändlem in Rußland seit Jahrzehnten des besten Rufes. Die Firma geht an die Aasdehnung ihrer Produktion unter Wahrung der bisherigen einwandsfreien Qualität und sucht für ihre Erzeugnisse noch weitere Monopol- Abnehmer und Al.einvertreter. OE.R. zue dcr ze.ii