Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 31 (1.8.1913)
- Date
- 1913-08-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1002 Nr. 31 und bei Benützung der 1., 2. und 3. Wagenklasse der Schnellzüge der tarifmäßige Personen zugfahrpreis der zu benützenden Wagenklasse zu entrichten ist. Die Ermäßigung findet nur Anwendung bei Abfertigung innerhalb des Gebietes der k. k. österreichischen Staatsbahnen (also erst von den Grenzstationen Oesterreichs ab!) und gilt für die Fahrt nach Wien innerhalb der Zeit vom 27. August bis 5. September, für die Rückfahrt von Wien innerhalb der Zeit vom t>. bis 14. September. Die k. k. priv. Südbahngesellschaft gewährt für Fahrten von den österreichischen Südbahnstationen nach Wien Südbahnhof und für die Rückfahrt besonders ermäßigte Fahrkarten zu den Preisen des Spezial-Tarif I (etwa 20 o/o vom normalen Preis) unter nachstehenden Bedingungen: 1. Die Ermäßigung wird auf Entfernungen von mindestens 101 km (einfache Fahrt) für alle drei Wagenklassen der fahrplanmäßigen Schnell- und Personenzüge, und zwar entweder für einfache Fahrt von der Einsteigestation nach Wien Südbahnhof oder für Hin- und Rückfahrt von der Einsteigestation nach Wien Südbahnhof und zurück (über die gleiche Strecke) erteilt. — 2. Die Karten sind spätestens eine Viertelstunde vor dem Abgänge des Zuges zu lösen. — 3. Die Ermäßigung gilt für die Fahrt nach Wien vom 27. August bis 7. September einschließlich, für die Rückfahrt vom 6. bis 14. September einschließlich. Das Bureau des XI. Zionistenkongresses Wien II, Karmeliterplatz 1. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: Johann Kremenezky, Wien, „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Kr. 10.— JL 8.40 Ing. Josef Seidener, Wien, „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“...JL —.42 Heinrich Lederer, Wien „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut...M. —.42 Robert Gutmann, Prag.JL 1.26 Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: per Sammelstelle, Wien.K. 4.— Für das Hebräische Gymnasium in Jerusalem: per Sammelstelle, Wien.K. 158.— Für die Universität: per Sammelstelle, Wien.K. 2.— Für das Spital in Haifa: per Sammelstelle, Wien.K. 5.— Für das Hygienische Institut: per Sammelstelle, Wien.K. 11.— und eine Aktie der P. L. D. C. Die Maschinenfabrik Dr. Gaspary & Co., Markranstädt anf der Internationalen Baufach-Ausstellung, Leipzig 1913. Geht man in der Ausstellung die herrliche Lindenallee bis zur majestätischen Betonhalle nnd schwenkt dann rechts ab zur Maschinenhalle, so bemerkt mau rechter Hand vor dieser Halle gleich hinter dem stolzen Bau des Stahlwerksverbandes das eigene Ausstellungsgebäude der bekannten Maschinenfabrik Dr. Gaspary & Co., Markranstädt, welches wir hier im Bilde bringen. Infolge der prächtigen steinroten Farbe seines Fassadenputzes hebt es sich angenehm von seiner Umgebung ab. Der architektonisch gut durchgearbeitete Bau wurde nach den Plänen des Baumeisters Max Lorenz. Leipzig, aufgefahrt nnd passt sich vorteilhaft dem Gesamtbild der Ausstellung an. Als Putzmaterial benutzte man den bekannten Terrasitputz und wandte dabei das Besen-Spritz-Verfahren an, wodurch eine vorzügliche Wirkung erzielt wurde. Glücklich gewählt ist auch die Anordnung der belebenden grünen Bäume nnd der beiden Kunststeinbänke vor dem Gebäude. Letzteres hat eine Grundfläche von 900 qm und präsentiert sich im Innern durch die vornehme Bupfenbespannnsg von Wand und Decke recht würdig. Würdig einer Firma von Weltruf sind auch die in großer Zahl ausgo stellten Maschinen. Gebannt ruht der Blick auf dem lebendigen Bild, das sich bietet, da alle Maschinen in Betrieb bei der Arbeit vorgeführt worden. Vier insgesamt 36 PS starke Wiohler-Motore bilden die treibende Kraft, die durch Bemag-Transmissionen und Lenixtriebe unter Benutzung von Geidel-Treibriemen auf die Arbeitsmaschinen übertragen wird. Die letzteren sind übersichtlich in Gruppen geordnet. Einen, imposanten Eindruck erweckt die Gruppe Hartzerkleinerungsmasohmen. Es arbeitet eine Schotternnd Sandquetschanlage. Ein in den Erdboden eingelassener Steinbrecher zermalmt spielend das härteste Material, welches durch eine Schurre in die Becher eines Elevators gelangt, der es ca. 10 m hoch hebt, um es, wieder unter Vermittlung einer Schurre in eine Sortiertrommel fallen zu lassen. Aus der Sortiertrommel gelangt es in verschlossene Silos, die von Zeit zu Zeit geöffnet ihren Inha't in uutergestollte Kasten, in Wirklichkeit aber in untergefabrene Wagen entleeren Der Ueberschlag rutscht in einer Scharre in den Trichter eines ebenfalls im Erdboden stehenden Walzwerkes, das ihn zu Mauersand zerquetscht. Der Qaetschsand gelangt durch eine dritte Schurre in die Becher des Elevators und durch die Sortiertrommel in die entsprechenden Silos. Das zu zerkleinernde Material wird also restlos in der Anlage verarbeitet Der Erzeugung von Schotter nnd Quetschsand dient auch ein ebenfalls in Betrieb gezeigter Steinbrecher, kombiniert mit Walzwerk, der die denkbar einfachste und billigste maschinelle Einrichtung für den genannten Zweck darstellt. Nicht in Betrieb ausgestellte grosse Steinbrecher, Walzwerke, Steinbrecher mit Sortiertrommel zeigen die Leistungsfähigkeit der Firma Dr. Gaspary anf diesem Gebiete. Eine weitere Gruppe umfaßt die Maschinen für Zementmauersteinfabrikation. Es werden Maschinen für Hand- und für Kraftbetrieb vorgeführt. Von den ersteren Typen interessiert Maschine „Pionier,“ mit der 12 Steine gleichzeitig auf einem Unterlagsbrett in kürzester Zeit feucht geschlagen werden. Die Kraftbetriebsmaschinen sind vertreten durch Mauersteinmaschine „Wotan,“ die gleichzeitig 2 Steina fertigt bei einer garantierten Tagesleistung von 9000 Steinen in 10 Stunden and durch die Mauer- und Blocksteinmaschine „Herkules“ mit der täglich 18 000 Steine oder 8600 Blöcke geliefert werden können. Es ist eine imposante Maschine, deren Konstruktion in verschiedenen Ländern z. B. in Italien zur Anfertigung von Tunnelsteinen erprobt ist. Becht umfangreich ist auch die Gruppe Plattenpressen vertreten Zunächst präsentiert sich dem Auge eine gewaltige hydraulische Presse für Granitoidplatten mit moderner Umführungsbahn, die mit einem Druck von 300000 kg auf die Fläche von 350/350 mm arbeitet. Die praktische Arbeitsweise mit Umführungsbahn wird selbst dem Laien ohne weiteres klar, wenn er die Presse bei der Arbeit sieht, und beobachtet, wie der leicht fahrbare Formkasten von der Matrizeneinlegstelle zur mechanisch angetriebenen Büttelvorrichtong und von da unter die Presse nnd über die hydraulisch arbeitende Ausstossvorrichtung rollt. Welch ein prächtiges Plattenmaterial die Granitoidplatte ist, das zeigt der Bodenbelag des Ausstellungsgebäudes, der aus Granitoidplatten besteht, die ein Kunde der Firma Dr. Gaspaiy, die Schwerzer Granit- und Porphyrwerke, Niemberg anfertigten. Eine kleine hydraulische Presse mit 2 Vorsatztischen liefert Terrazzo- und Cementplatten in sauberen Mustern, wie sie die exakt gearbeiteten Messer- und Streukastenschablonen herzustellen ermöglichen. Der Fasshodenbelag im Konversationsraum aus Terrazzoplatten, die von der Firma Gottfried Biphahn, Cöln, ebenfalls einem Dr. Gaspary’schen Kunden, hergestellt wurden, zeigt die Schönheit solcher Platten nnd. ihre vornehme Wirkung als Boden- oder Wandbelag im besten Lichte. Für kleinere Verhältnisse ist die Kniehebelpresse für Platten „Triplex“ gedacht, mit der prächtige Cementplatten durch 1 Arbeiter fabriziert werden. Eine Dreizylinderpumpe sorgt für das nötige Preßwasser und ein Bübrwerk arbeitet, um die benötigte Masse zur Granitoidplattenfabrikation ständig gut untereinander gemischt zur Hand zu haben. Die praktischen Plattenhalter der Firma Dr. Caspary lassen 4 Terrazzoplatten gleichzeitig einheben und geben ihnen auf der Schleifscheibe den nötigen Spielraum innerhalb des Halters, daß die Platten auch eben geschliffen werden. Eine nicht in Betrieb befindliche Wandarmschleif- und Poliermaschine zeigt, in welcher Weise die Dr. Gaspary’sche Konstruktion zur Ausführung kommt. (Fortsetz, folgt) StouwercK 7 Fabriken. Über6000 Beschäftigte