Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 29 (18.7.1913)
- Date
- 1913-07-18
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 29 DIE3^ Meinung in folgender einstimmig angenommener Resolution niedergelegt: „Der XVI. ordentliche Delegiertentag des S. Z. V. stellt fest, daß die vom Sekretariat geleistete Arbeit den an dasselbe gestellten Erwartungen entsprochen hat und hält dessen Erhaltung für eine erfolgreiche Fortführung der zionistischen Arbeit in der Schweiz für unbedingt notwendig. Er richtet daher an das A. C. wie an das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds das dringende Ersuchen um Weitergewährung der Subvention auf ein weiteres halbes Jahr.“ Der Delegiertentag erteilte dem Landeskomitee mit dem Ausdruck des Dankes Decharge und wählte die bisherigen L. K.-Mitglieder wieder. Im einzelnen hatten die Wahlen folgendes Ergebnis: Als Vorort wurde wiederum Zürich bestimmt und per Akklamation gewählt: Dt. Pinkus, Präsident, Dr. Strauß, Vizepräsident und Kassierer, Dr. Dukas, Aktuar. In das Landeskomitee wurden weiter gewählt: Dr. C. L e v y - Biel, M. Levy - Liestal, W. Simon- Zürich, B. Bloch- Lausanne, G. Roos-Luzern, L. Burst ein-St. Gallen. Zum Nationalfondskommissär wurde einstimmig Herr W.Simon- Zürich gewählt. Das Revisorenamt wird die Ortsgruppe St. Gallen übernehmen. Die Festsetzung des Wahltermins und der Wahlkreise für den XI. Kongreß wurde dem Landeskomitee überlassen. Das auf die Tagesordnung gesetzte Referat von Dr. Pinkus, „Die Bedeutung des XI. Kongresses“, mußte, da die Zeit inzwischen zu weit vorgeschritten war, ausfallen. Die Delegierten und die Mitglieder des St. Gailer Zionistenvereines vereinte ein gemeinsames Bankett und ein Fest ball, dem musikalische Aufführungen (besondere Hervorhebung verdient der Chor der hebräischen Schule des St. Gailer Zionistenvereins) und die Darstellung von lebenden Bildern sowie Rezitationen vorausgingen. Die Festansprache hielt Herr Dr. D u k a s. Herr Dr. C. Lev y dankte im Namen des Landeskomitees den St. Gailer Zionisten für ihre glänzende Gastfreundschaft. Deutschland Berlin. In einer stark besuchten Mitgliederversammlung der B. Z. V. sprach am 25. Juni Herr Dr. Zlocisti, der kürzlich von der Palästina-Wanderfahrt zurückgekehrt ist, über „Die Lage in Palästina und unsere Aufgaben“. Berlin. Zugunsten des Vereins jüdischer Studenten aus Rußland sprach am Sonnabend, den 12. Juli, im Atlas-Hotel der bekannte Künstler Herr Hermann Struck über „Die moderne Kunst“. Leipzig. Der Verein Zionistischer Akademiker zu Leipzig feierte am 17. Juni sein 1. Stiftungsfest. Die Veranstaltung verlief äußerst animiert. Stettin. Im Jüdischen Turnverein sprach Herr Dr. B a e r über die Zentralvereinsresolution und die Stellungnahme der Jüdischen Turnerschaft zu derselben. Breslau. Am 30. Juni fand eine Schekelzahler-Versammlung statt. Herr Dr. Curt Weiß referierte über den bevorstehenden Kongreß. Herr 'Hugo Schachtel gab ein Korreferat, an dessen Schluß er folgende Resolution beantragte: Die am 30. Juni tagende Versammlung der Breslauer Zionisten spricht dem Engeren Actions-Comite ihr vollstes Vertrauen aus. Sie erwartet, daß der kommende Kongreß als Grundlage für eine gedeihliche Fortentwicklung der zionistischen Arbeit die Leitungen der zionistischen Finanzinstitute entsprechend den \X/ünschen des gegenwärtigen E. A. C. zusammensetzt und das Hauptbureau des „Jüdischen Nationalfonds“ nach Berlin Verlegt. Die Resolution wurde mit allen gegen 4 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen angenommen. Die als nächster Punkt der Tagesordnung in Aussicht genommene Wahl der Kongreßdelegierten wurde mit Rücksicht auf die noch nicht abgeschlossene Schekelsammlung bis zum 16. Juli vertagt. Breslau. Hier wurde ein Herzl-Club gegründet, der nach den Prinzipien der bestehenden Herzl-Ciubs arbeiten wird. Die einleitenden Worte sprachen die Herren Max Kober und Rudi D a n z i g e r. Samter. Am Sonntag, den 22. Juni, veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe ein Sommerfest, welches einen sehr guten Verlauf nahm. [ELT — 937 Eydtkuhnen. Am 29. Juni fand hier eine gut besuchte Mitgliederversammlung unserer Zionistischen Ortsgruppe statt. Der Vorsitzende, Herr Simon Goldberg, der vor einigen Wochen aus Palästina 'zurückgekehrt ist, hielt einen sehr interessanten Vortrag über seine Eindrücke und Erlebnisse. Sodann sprach Herr Referendar B r y - Insterburg über den „XI. Zionisten-Kongreß“. In großen" Zügen entwarf der Redner ein Bild von den Aufgaben des nächsten Kongresses und von den Erfolgen in Palästina unter der jetzigen Leitung. Elberfeld. Am 26. Juni sprach Herr Dr. Grüneberg über die antizionistische Broschüre. Er unterwarf die gegnerischen Praktiken einer scharfen Kritik, die oft von ätzender Ironie durchsetzt war. Unsere Gegner blieben der Versammlung fern. Nürnberg. Am 2. Juli sprach in einer sehr gut besuchten Schekelzahlerversammlung Parteisekretär Kurt Rosenbaum, Berlin, über die Aufgaben des XI. Kongresses. An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Aussprache. Heidelberg. In diesem Sommersemester wurde hier ein Jüdischer Stuaentinnen-Verein mit nationaler Tendenz ge- Erlangen. Am 1. Juli hielt in der Ortsgruppe Erlangen Parteisekretär Kurt Rosenbaum einen Vortrag über den Balkankrieg und seine Folgen für die jüdische Frage. Oesterreich Kongreß-Vorbereitungen in Galizien (Von unserem Berichterstatter.) Lemberg. Der geschäftsführende Ausschuß des Zionistischen Zentralkomitees setzt im Hinblick auf den bevorstehenden Kongreß seine ßchekel- und Zentralfondsärbeit mit erhöhtem Eifer fort. Es steht bereits fest, daß die Schekelzahl in Galizien in diesem Jahre um mehr als 50 > wachsen wird. In den Distrikten Lemberg und Krakau wurden bereits in 20 Wahlkreisen die Delegiertenwahlen zum Kongreß durchgeführt. Die galizische Organisation dürfte auf dem Kongresse durch etwa 50 Mitgielder vertreten sein. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: Johann Kremenezkv, Wien, „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Kr. 10.— Jk 8.40 Ing. Josef Seidener, Wien, „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ .Jk —.42 Heinrich Lederer, Wien „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut...Jk —.42 B. Shiresohn, Los Angelos.. .... Jk 4.— Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für die Mittelschule Tachkemoni in Jaffa: per Max Wolisteiner, Berlin.Jk 162.30 Für das Mikrobiologische Institut: per Max Wollsteiner, Berlin.- - Jk S.— Für das Bakteriologische Institut: per Max Wollsteiner, Berlin.Jk 27.— Für das Dr. Auerbachsche Krankenhaus: per Max Wollsteiner, Berlin.Jk 110.— Für die Nationalbibliothek in Jerusalem: per Max Wollsteiner, Berlin.* M. 20.— Für das Hebräische Gymnasium in Jerusalem: per Max Wollsteiner, Berlin.Jk 73.10 Für das israelitische Blindenheim, Jerusalem: per Max Wollsteiner, Berlin.Jk 40.80 Für das hebr. Gymnasium in Jaffa: per Max Wollsteiner, Berlin.Jk 2.— Bei dem Unterzeichneten gingen ein: Durch Herrn Dr. O. Thon in Krakau: Mitgliedsbeiträge: Adv. Dr. Rudolf Frühling M. 10.—, Bernhard Unger M. 5.—, Baumeister Hermann Guttmann M. 20.—, Schuldirektor Bernhard Bieder M. 5.—. Ferner: Durch die Vertriebsgesellschaft „Bezalel“ in Krakau: Mitgliedsbeiträge von Moritz Bloch und Moritz Landau je Kr. 5.—. Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel“.