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Die Welt · 1913-06-20 · 25 (20.6.1913) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
25 (20.6.1913)
Date
1913-06-20
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr 25 803 die^elt Dr. K. Lippe, Jassy. Illes Friedmann, Vägujhely. Oswald S c h a r g e 1, Lemberg. Jacob Klebanoff, Petersburg. Oskar Huber, Olmütz. Frau Dr. Bodenheimer, Köln. S. H. Goldmann, Frankfurt a. M. Siegfried Bodansky, Friedek (Oesterr.-Schles.). Dr. A. Jacobsohn, Lüneburg. Israel M a s j e , Lodz. I. A. Ruschansky, Lodz. Dr. Hugo Herrmann, Prag. Meldungen wegen Uebemahme eines Delegiertenmandats sind nicht an die Redaktion der „Welt“, sondern an das Zionistische Zentralbureau, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, zu richten. Vorstehende Liste enthält die Namen aller Gesinnungsgenossen, die bisher darum ersucht haben, in die Liste der Mandatsbewerber aufgenommen zu werden. Diese erste Liste wird hiermit abgeschlossen und in Zukunft nicht mehr publiziert. Die von jetzt an einlaufenden Meldungen werden in den nächsten Wochen wiederum listenweise unter Hinweis auf die in früheren Nummern bereits veröffentlichten Listen publiziert. Vom Jüdischen Verlag Die neueste Publikation des Jüdischen Verlags, die von Dr. Alfred Feilchenfeld besorgte Uebersetzung der Memoiren der Glückei von Hameln, hat in deutschen literarischen Kreisen viel Beachtung gefunden und wird in zahlreichen angesehenen Zeitungen und Zeitschriften überaus anerkennend besprochen. So z. B. schreibt J. Käst an im „Berliner Tageblatt“: „. . . Denn diese rührend-naiven Aufzeichnungen einer schlichten Jüdin aus angesehenem Hause sind wirklich ein .menschliches Urkundenzeugnis' in des Wortes eigentlichster Bedeutung. Die durch ihre ungewöhnlichen Geistes- und Charaktereigenschaften und ihre ungemein ausgebreitete Kenntnis der biblischen Bücher ausgezeichnete Frau hat die wechselvollen Schicksale ihres vielbewegten Lebens in der denkbar schlichtesten Treue niedergeschrieben, ,nicht zur Belehrung', sondern ^um sich in-den langen Nächten die melancholischen Gedanken damit zu vertreiben'. Sie sind ursprünglich in dem bei den Israeliten jener Zeit — der zweiten Hälfte des 17. und des beginnenden nächsten Jahrhunderts — üblichen Jargon mit starken hebräischen Beimischungen abgefaßt. Um jedoch diese Denkwürdigkeiten weiteren Kreisen zugänglich zu machen — und es wäre das aus den verschiedensten Gründen recht wünschenswert — hat sie Dr. Alfred Feilchenfeld ins Deutsche übertragen und mit erläuternden Bemerkungen versehen. Er hat sich durch diese Arbeit ein Verdienst erworben, denn er hat allen Freunden der Kulturgeschichte ein Werk zugänglich gemacht, das für UI alle Zeiten seinen Platz in unserer Memoirenliteratur behaupten wird. Mit einer Lebendigkeit, einer Anschaulichkeit werden nicht nur die Sitten und Gewohnheiten, die kleinsten und großen Leiden und Freuden der damaligen Juden, sondern auch manche allgemeine Zustände jener Zeit, so in Hamburg, Altona, Hameln, Hannover, Cleve, Frankfurt, Metz geschildert. Was diese einfache, herzensgute, ebenso kluge wie tatkräftige Frau vor so vielen, vielen Menschenkindern auszeichnet, ist die innerliche Wahrhaftigkeit ihres Wesens; wir sehen in ihrem Tun und Treiben lediglich die Bekundungen einer reinen, unerschrockenen, in allen Wechselfällen des Lebens ungebeugten, unverzagten, demütig gottergebenen Natur, in dem Sinne, wie Goethe das Wort zu gebrauchen pflegte. Möge das liebe Buch seinen Weg in weiteste Kreise finden. Es kann den Lesern und namentlich den Leserinnen zum Licht- und Trostspender werden.“ Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina Der Verband beabsichtigt anläßlich des Kongresses in Wien eine Propaganda-Versammlung zu veranstalten. Zionistinnen aller Länder, die in dieser Versammlung ein Referat zu halten oder Vorschläge für die Tätigkeit des Verbandes zu unterbreiten wünschen, werden gebeten, sich schon jetzt zu melden bei der II. Vorsitzenden, Frau Dr. Bodenheimer, Köln a. Rh., Stadtwaldgürtel 41. Deutschland Braunschweig. Am 7. Juni fand in Braunschweig eins vom Kartell zionistischer Studenten aus Rußland angeregte Versammlung der jüdischen Studierenden statt, die sich mit der Idee der Schaffung einer jüdischen Universität in Palästina beschäftigen sollte. Nach dem Referate des Herrn Borrowoi entspann sich eine längere Diskussion. Schließlich wurde folgende Resolution gefaßt: „Die Versammlung der jüdischen Studierenden in Braunschweig begrüßt die Idee der Errichtung einer jüdischen Universität als eine absolute Notwendigkeit.“ Oesterreich Aus den Wiener Organisationen (Von unserem Berichterstatter.) Wien. In allen jüdischen Kreisen Wiens wird dem bevorstehenden Zionistenkongresse großes Interesse entgegengebracht. Das kommt in dem starken Besuche der Propagandaversammlungen zum Ausdruck, die der zionistische Zentralverein in den letzten Wochen in einzelnen Bezirken veranstaltete. Die Referate wurden von den Gg. Dr. . A b e 1 e s . Dr. Ehrlich, Ob.-Ing. Stricker und Dr. Weisengrün erstattet. In dankenswerter Weise hat Herr Dr. Georg Weiner llllllllilllilllllllllllllllllllllllllllilllllll Vor dem Kongress ist es die wichtigste Aufgabe jedes Zionisten, sich die Propaganda für die Tägliche Kongress - Ausgabe der „Welt" angelegen sein zu lassen. Von ihrer weltweiten Verbreitung hängt nicht zum Wenigsten die Wirkung des Kongresses ab. Je gröber der Leserkreis ist, der durch die Kongressausgabe der „Welt" über den Kongress informiert wird, desto erfolgversprechender ist die :: zionistische. Propagandaarbeit nach dem Kongress Die Kongress-Ausgabe der „Welt" erscheint während des Kongresses sechsmal und kostet bei freier täglicher Zustellung für Deutschland M. 2,40 — Oesterreich-Ungam Kr. 2,80 — Rußland Rbl. 1,30 — England sh 2 10 — Holland Hfl. 1,70 — Vereinigte Staaten Doll. 0,70, für alle übrigen Länder Frs. 3,60. Bestellungen gegen Voreinsendung des Betrages (auch in Briefmarken) richte man an den Verlag d'e „Welt", Berlin W15, Sächsische Strasse 8 Illlllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll^

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