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Die Welt · 1913-06-13 · 24 (13.6.1913) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
24 (13.6.1913)
Date
1913-06-13
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 24 t>IE3^ELT 763 Oesterreich Veranstaltungen In Prag Trotz der vorgeschrittenen Saison fanden diese Woche noch eine Reihe gelungener Veranstaltungen statt. Sonntag, den 1. Juni, veranstaltete der Jüdische Volksverein eine sehr eindrucksvolle Herzl-Feier, bei der Herr Stadrat Arnstein (Dobris)), ein für unsere Bewegung erst vor kurzem gewonnener, überaus schätzenswerter und jetzt schon für die tschechische Agitation eifrig tätiger Gesinnungsgenosse, die tschechische und Herr Dt. Hugo Herrmann die deutsche Festrede hielt. Am 2. Juni fand ein ostjüdischer Abend statt, bei dem (im Rahmen des Vereins Bar Kochba) Herr J. Löwy aus Warschau Dichtungen von Rosenfeld, Frug, Reisen, Frischmann, Einhorn u. a. vortrug. Der „Ostjüdische Klub“, der jetzt ziemlich stark ist, trat am 5. d. M. zum erstenmal mit einer größeren Veranstaltung vor die Oeffentlichkeit; der Abend war dem Dichter O n o j c h i gewidmet, der in meisterhafter Weise chassidische Erzählungen aus seinem „Reh Aba“ vortrug, und wurde eingeleitet durch eine Conference unseres bekannten Prager jüdischen Dichters Max Brod, der die Notwendigkeit eines lebendigen Zusammenschlusses von Ost und West zu fruchtbarem gemeinsamen Schaffen im Dienste unseres jüdischen Zukunftsideals mit feurigem Nachdruck be- Die Schekelagitation in Galizien (Von unserem Berichterstatter.) Lemberg. Das zionistische Kreiskomitee in Buczacz veranstaltet Schekelversammlungen in allen Ortschaften seines Rayons. Mittwoch, den 4. d. M. fand in Wisniowczyk ein Schekeltag statt, bei dem Herr Leon Wechsler referierte. Am selben Tage sprach in Z 1 o t n i k i Gg. Zwi Heller. Das hebräische Gymnasium in Jerusalem Dr. Gerschon Zipper in Lemberg setzt die Sammlungen und die Propaganda für den Baufonds der Gymnasiah Ibrith in Jerusalem unablässig fort. Der Baufonds wies am 7. Juni bereits 76022,13 Kr. auf. Am 1. d. M. sprach Dr. Zipper über die zionistische Arbeit in Palästina in Podhajce am 8. d. M. in Czortkow. Zionistische Arbeit in Lemberg Das Zentralkomitee hat für Lemberg ein Ortskomitee eingesetzt. An dessen Spitze stehen Dr. Menachem Schmor a k und Dr. Oswald Kimelmann. Sonnabend, den 7. d. M. sprach in Lemberg in der Verbindung „Emuna h" Dr. Leon Reich über aktuelle Fragen im Zionismus. Propagandareise des Dr. Korngrün Die letzte Propagandatournee des Herrn Dr. Korngrün umfaßte folgende Städte: Zaleszczyki am 26. April, Z b a r a z am 30. April, Podwoloczyska 1. Mai, K o p y - czynce 2. Mai, Czortkow 3. Mai, Husiatyn 4. Mai, Jezierna 6. Mai, Zborow 7. Mai, Zloczow 8. Mai, Przemyslany 12. Mai, Podhajce 14. Mai, Skole 20. Mai, Dolina 21. Mai, Kalusz 22. Mai, Kolomea 23. und 24. Mai, Kossöw 25. Mai, Sn iaty n 26. Mai, Horodenka 27. Mai, Tluste 29. Mai, Czortkow (zum zweiten Male) 30. und 31. Mai, Husiatyn 1. Juni, Zbaraz (zum zweiten Male) 4. Juni, Kozowa 5. Juni. Für die Feiertage ist eine Propagandatätigkeit in Tamopol in Aussicht genommen. In den erwähnten Städten sprach Dr. Korngrün über den „XI. K o n g r e ß“ und über „Z ionistische Pa lästinaarbeit". Nach den Versammlungen wurden überall Konferenzen mit den organisierten Zionisten abgehalten, bei denen Dr. Korngrün über „Die Orientkrise und die Juden“ referierte. Die Propagandatour bewirkte eine Stärkung der lokalen Organisationen, ein sichtbares Anschwellen der Schekelsumme und über 1000 Kr. für den zionistischen Zentralfonds. Horodenka. Am 27. Mai referierte in einer großen Volksversammlung in der städtischen Synagoge Herr Dr. Korngrün über die „Bedeutung des Schekels und den Wiener Zionisten - Kongreß“. Abends sprach er in der hiesigen Zionistengruppe über den Balkankrieg und die palästinensische Kolonisation. Es wurden 50 Kr. für den Zentralfonds gesammelt und die Sammlung wird fortgesetzt. Propagandareise^des Dr. Geyer in Westgalizien Im Monat Mai bereiste Gg. Dr. Geyer Westgalizien und hielt in mehreren Städten größere Volksversammlungen ab, in welchen er für den Schekel und den Zentralfonds warb. Er sprach am 5. Mai in C h r z a n o w in der Synagoge über das Thema: „Die letzten Ereignisse und der XI. Kongreß.“ Nach dem Vortrage konferierte er mit den dortigen Gesinnungsgenossen wegen einer größeren Agitation für den Schekel und Zentralfonds. Mehrere Herren zeichneten namhafte Beträge für den Zentralfonds. Am 6. Mai sprach er in Oswiecim über „Die Zukunft der Juden“, am 8. Mai in D e b i c a, wo er auch die musterhaft geleitete hebräische Schule besuchte. Am 10. Mai sprach Dr. Geyer in Tarnow und am 11. in R z e s z o w über „Die Ereignisse auf dem Balkan pnd den XL Kongreß“. Am 12. Mai fand in Sedziszow eine stark besuchte Versammlung statt, in welcher Dr. Geyer die Grundgedanken des Zionismus entwickelte und zugleich eine Schekelsammlung einleitete. Am 13. Mai sprach Dr. Geyer in R o z w a d o w. Es wurde eine Sammlung für den Zentralfonds veranstaltet. Tags darauf sprach er besonders zur Jugend. In Tarnobrzeg fand am 14. eine Versammlung statt, die trotz des Widerstandes der Orthodoxen sehr erfolgreich war. In M i e 1 e c sprach Dr. Geyer am 15. Mai. Am 16. fand eine große Schekelversammlung in Krakau im Garten des „Hotel Londres“ statt. Am 18. sprach Dr. Geyer in Neusande z. Es wurden mehrere hundert Kronen für den Zentralfonds aufgebracht. Am 19. sprach Dr. Geyer in G ry bo w, am 20. in Gorlice, am 22. in Biecz, am 24. im Bethause „Jad Charuzim“ in Sanok und tags darauf in der dortigen großen Synagoge. Serbien (Von unserem Berichterstatter.) Belgrad. De zionistische Propaganda in Serbien hat an Bedeutung gewonnen, denn Serbien hat jetzt nicht mehr 5000, sondern 25 000 jüdische Einwohner. Auf Veranlassung unseres eifrigen Gg. Herrn Sabatai D j a i n , Religionslehrer, wurde hier ein nationaljüdischer Verein der Jugend gegründet. Derselbe hat den Namen „Hatechija“ (Renaissance) angenommen, und hat die Aufgabe, die jüdische Nationalität und Kultur zu pflegen. Der zionistische Mittelschüler-Verein „Gideon“ hielt seine III. ordentliche Jahresversammlung ab. Zum Vorsitzenden wurde Gg. Sima D. A1 c a 1 a y und zum Sekretär Gg. Moscha de M a y o gewählt. Aus dem Jahresbericht entnehmen wir folgendes: Während der ganzen Dauer des Krieges waren die Mitglieder des Vereins als Freiwillige tätig. Einige dienten als Krankenwärter in den Spitälern, andere leisteten Dienst bei der Polizei, bei den Ministerien usw. Der Verein hat 60 Schekel vollständig und einige teilweise eingezahlt. Für den Nationalfonds sind trotz des Kriegszustandes Frcs. 320.— gesammelt worden. Nach den nun bekannt gewordenen Berichten sind im Kriege gegen die Türkei 16 serbische Juden umgekommen, unter ihnen ein Offizier, der Reserveleutnant Mosche A m a r, über dessen tragischen Tod in diesem Blatte schon berichtet wurde. Zum Andenken an seinen Heldenmut hat die Stadtgemeinde von Ferisovits (jetzt Uroschevaz) den Beschluß gefaßt, den Berg vor der Stadt „Amar-Berg“ zu benennen. England London. Mr. Leon Simon sprach am 25. Mai in der Association of East London Zionists über „De Leitung und ihre Kritiker“'. Er polemisierte gegen Mr. Cowen und führte aus, daß die Leitung in den letzten zwei Jahren angesichts der schwierigen Lage außerordentlich erfolgreich gearbeitet habe und mit gutem Gewissen dem nächsten Kongreß entgegensehen könne. Leeds. Am 25. Mai wurde in der New Briggate Synagogue ein Schekeltag-Gottesdienst abgehalten, wobei Rabbiner H u r w i t z die Predigt hielt und eine Sammlung für den Nationalfonds veranstaltet .wurde. Liverpool. Am 1. Juni hielt Rev. I. Raffalovich in einer Versammlung der Bezalel Association einen Vortrag mit Lichtbildern über den „Bezalel“. — Am 25. Mai haben die Ladies’ Zionist Association, die Misrachi- Gruppe und der Mount Hermon BeacoTT;—Ordei ■ ot Anoent Maccabaeans, einen Schekeltag veranstaltet.

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