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Die Welt · 1913-01-10 · 2 (10.1.1913) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
2 (10.1.1913)
Date
1913-01-10
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 2 MEIaKELT 53 Krrektfoeit wieodergab. Denn wenn das Blatt meldet, Dr. Nordau habe „im Namen des zionistischen Vorstandes“ den Wünsch ausgesprochen, „die Vertreter des Zionismus möchten von den Botschaftern in London zu den Besprechungen zugezogen werden, da die Judenfrage bei der Neuordnung der türkischen Verhältnisse nicht übergangen werden könne“, so entstellt dies den Sinn des Artikels und widerspricht durchaus den Intentionen unserer Leitung. Vielmehr weist Dr. Nordau ausdrücklich darauf hin, daß es nicht im Sinne unserer Politik liegen könne, an die Großmächte heranzutreten, um einen Druck auf die Türkei auszuüben. Wenn Dr. Nordau in seinem Briefe (der, entgegen der Meldung der „Frankf. Zeitung“ und anderer Blätter, keine Kundgebungdes Actions-Comites darstelit, sondern seiner eigenen Initiative entsprungen ist), die Botschafterkonferenz als eine geeignete Gelegenheit bezeichnet, um die Wünsche der Zionisten vorzutragen, so liegt das einfach im Rahmen der von unserer Organisation stets angestrebten Aufklärungsarbeit zur Beseitigung aller Mißverständnisse über unsere Bewegung. Diese aufklärende Tätigkeit kann gar nicht intensiv und vielseitig genug sein. Sie soll nicht nur in diplomatischen, sondern auch in allen anderen Kreisen erfolgen, damit über den Charakter unserer Bestrebungen in der gesamten Öffentlichkeit vollständige Klarheit herrscht, und nur in diesem Sinne sind auch die vortrefflichen Ausführungen zu verstehen, die Herr Dr. Nordau in den „Times“ veröffentlicht hat. Gründung einer zionistischen Landesvereinigung in Schweden Dieser Tage fand in Stockholm eine Versammlung von 16 Delegierten der vier zionistischen Ortsgruppen Stockholm (gegründet 1910 mit 150 Mitgliedern), Göteborg (gegründet 1911 mit 115 Mitgliedern), Kristiania (gegründet 1912 mit 35 Mitgliedern), Kopenhagen (100 Mitglieder) statt, die bei dem Eifer und der Begeisterung der Teilnehmer dem Zionismus eine gute Zukunft zu bahnen verspricht. Sämtliche Tageszeitungen haben zum Teil in spaltenlangen Ausführungen Aufklärungen, die auch hier so nötig sind, gebracht. Die Tätigkeit des Herrn Blumenfeld wirkt noch so nach, daß man dringend Redner verlangt. Die Versammlung, geleitet von Herrn Dr. Tu ritz, beschloß die Gründung des „Skandinaviska Zionistförbundet“, mit dem Sitz in Stockholm. Delegierte waren die Herren Nachemson (Kopenhagen), Grünewald, Kirschon, L. Jacobson, Aronson, Markus (Göteborg), Oster (Kristiania), M. Tarschis, der besonders in dieser Sache gearbeitet hat, Kasdan, Abel, J. 5. Tarschis, Glück, Levy, Elliot, Kugelmann (Stockholm). Als Vertreter des E. A. C. wohnte Dr. B 1 o e d e (Hamburg) der Sitzung bei. Am zweiten Sitzungstage wurde über die Agitation beraten. Am gleichen Tage fand eine große Agitationsversammlung statt, in der Dr. Bloede über das Thema „Der Zionismus, Ziel und Zukunft“ sprach. Vom Jüdischen Verlag Der Jüdische Verlag, Berlin W. 15, Sächsische Straße S, hat mit seinen neuen Publikationen, den beiden Sammlungen: „VOM ALTEN STAMM“ und „DIE JUEDISCHE GEMEINSCHAFT“ einen unzweifelhaften Erfolg errungen und das jüdische Interesse uns sonst fernstehender Kreise zu erwecken verstanden. Den bisher erschienenen Werken von Asch und G o r e 1 i k wird sich bald J. L. Perez: „Volkstümliche Geschichten“, den Broschüren von G o Idstein und Schueler die Schrift von S. Kisselhoff: „Das jüdische Volkslied“ anreihen. Die Bücher können durch jede Buchhandlung sowie direkt vom Verlag bezogen werden. Deutschland Berlin. Im Jüdischen Ruderklub „Ivria“ sprach am 19. Dezember Herr Kurt Blumenfeld über das Thema: „Nationale Kämpfe im Judentum“. Nürnberg. Anläßlich des Ablebens des Prinzregenten Luitvon Bayern sprach der Zionistische Gruppenverband Bayern dem Prinzregenten Ludwig seine Teilnahme aus. Er erhielt darauf folgendes Telegramm: „Dem Zionistischen Gruppenverband Bayerns danke ich bestens für die herzliche Teilnahme an der Trauer um meinen in Gott ruhenden Herrn Vater. Ludwig, Prinzregent.“ Nürnberg. Am 16. Dezember veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe Nürnberg eine große Versammlung mit Herrn Julius Simon als Referenten, die sich hauptsächlich gegen die Angriffe des Herrn Dr. Freudenthal gegen den Zionismus richtete. Nach erregten Debatten schloß die Versammlung um 1 Uhr nachts mit einem großen Erfolg für die Zionistische Ortsgruppe Nürnberg. Glogau. Am 9. Dezember veranstaltete der zionistische Diskutierklub nachträglich eine interne Makkabäerfeier, an der die jüngeren Mitglieder teilnahmen. Memel. Das Makkabäerfest der Zionistischen Vereinigung war sehr stark besucht und verlief zur Zufriedenheit aller Anwesenden. Unsere geehrten Abonnenten, deren Bezugszeit am 31. Dezember 1912 abgelaufen war, bitten wir die Ahonnemenisemeuerung unverzüglich vorzunehmen, damit in der Zustellung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den Beziehern in Deutschland und Oesterreich-Ungarn haben wir Zahlkarten bzw. Posterlagscheine zugehen lassen, die wir zur kostenlosen Ueberweisung der Abonnementsbeträge zu benutzen bitten. Aus allen übrigen Ländern können die Abonnementsbeträge per Postanweisung, Schecks auf europäische Banken oder per eingeschriebene Briefe überwiesen werden. Jedes abgelaufene Abonnement, das bis 31. Dezember 1912 nicht ausdrücklich abbestellt worden ist, betrachten wir als erneuert. — Bestellungen auf Einbanddecken für den Jahrgang 1912 der „Welt“ wolle man unverzüglich aufgeben. — Preis einer Einbanddecke inkl. Porto und Verpackung Mark 2,50. Audi im Jahre 1913 werden wir jede Woche eine Anzahl von Exemplaren der „Welt“ auf holzfreiem Papier hersteilen lassen. Diese Ausgabe kann selbstverständlich nur an ganzjährige Abonnenten geliefert werden und kostet für Deutschland und Oesterreich-Ungarn M. 18.— pro Jahr „ alle übrigen Länder.„ 24.— „ Der gebundene Jahrgang 1912 kann ab Januar zum Preise von Mark 25— bezogen werden. Verlag „Die Welf1

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