Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 1 (3.1.1913)
- Date
- 1913-01-03
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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26 Nr.- 1 W](( JueDiscHeR nATionAL-Fom>s)3fW Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 3 Millionen Mark erreicht. Briefe und sonstige Sendungen sind zu adressieren: JBTauptbureau des Jüdischen Nationalfonds z. Ä des Herrn Dr. 31. J. Bodenheinter, Cötn, Neunturht 33 MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN nam!wn Neujahrstag der Bäume Am 15. Schebat feiert man in Palästina das Frühlingsfest: Ro sch hasch an ah l’ilanoth. Zu einer Zeit, da in den meisten Galuthländem Wald und Flur noch unter einer tiefen Schneedecke ruhen, ist in Erez-Israel die Natur schon zu neuem Leben erwacht und die Pflanzenwelt grünt und sproßt aufs herrlichste. Die palästinensische Jugend zieht unter Führung ihrer Lehrer hinaus ins Freie, tummelt sich dort in frisch-fröhlicher Weise und senkt das Samenkorn in den Schoß der Mutter Erde, schattenspendende Bäume zu pflanzen, die im Greisenalter ihr Herz erfreuen sollen. Auch wir Juden „michuz laarez" wollen den 15. Schebat, diesen ehrwürdigen Gedenktag jüdischer Volkssitte, feierlich begehen. Bäume wollen wir pflanzen in die heimatliche Erde, die unseres Volkes Zukunft tragen soll. Palästina bedarf dringend der Anpflanzung von Gelbäumen, Reben, Eukalypten, Johannisbrod und anderen Nutz- und Zierhölzem. Wir dürfen uns auch nicht mehr auf die Kultur einer einzigen Baumart beschränken, sondern müssen den allgemeinen kolonisatorischen Bedürfnissen Rechnung tragen. Möge der „Neujahrstag der Bäume" wieder wie einst ein Festtag aller Palästinafreunde werden. Mögen die national empfindenden Juden des ganzen Erdballs am 15. Schebat (23. Januar 1913) der Baumspende gedenken. Jede jüdische Familie spende an diesem Tage einen Baum! Wenn diese unsere Parole befolgt wird, so wird unser Palästinawerk einen ungeahnten Aufschwung nehmen, und es werden sich dereinst die Enkel in Dankbarkeit der heutigen Generation erinnern. Das Hauptbureau des Jüdischen National fonds. Ein Jemeniten haus der Turiner Kultusgemeinde Auf Grund eines seitens des Hauptbureaus an eine Anzahl italienischer Kultusgemeinden gerichteten Ansuchens hat der Vorstand der Gemeinde Turin uns den Betrag von 1000 Frcs. für ein Jemeniten haus überwiesen. Es ist zu hoffen, daß diesem schönen Beispiel andere Gemeinden folgen werden. — In der heutigen Nummer finden unsere Leser auch den Ausweis einer Spende von 250 Frcs. seitens der Jüdischen Gemeinde Venedig. Der Nationalfonds in Argentinien Zu unseren Bemerkungen über die Nationalfondseingänge aus Argentinien in Nr. 43 der „Welt“ macht uns die Landessammelstelle in Buenos-Aires darauf aufmerksam, daß der Rückgang der Spenden aus den letzten s/4 Jahren nur ein zufälliger war und hauptsächlich auf die letzte Mißernte zurückzuführen sei. Durch diese seien leider die Kolonisten in Entre-Rios nicht in der Lage gewesen, wie in den früheren Jahren für den Nationalfonds beizutragen. Außerdem ist in den ersten sechs Monaten des Jahres eine Unterbrechung in dem Erscheinen des Parteiorgans „Die jüdische Hoffnung“ eingetreten, was gleichfalls auf den Eingang der Spenden ungünstig eingewirkt habe. Trotz dieser rein äußeren Störungen würde am Schlüsse des Jahres der Rückgang gegenüber dem Vorjahre kein erheblicher sein. SPENDEN AUSWEIS Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: (Adresse: Max Wollstein er, Berlm-Charlottenbg. 4, Roscherstr. 5. — Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 6. bis 13. Dezember d. J. eingegangen und in Nr 50 der „Jüdischen Rundschau“ detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.Mk. 195 03 Selbstbesteuerung.„ 29.— Sammelbogen.. 3.— Sammelbüchsen.„ 19221 Goldenes Buch (Teilzahlungen).. 88.60 Oelbaumspende.„ 216.— Arbeiterheimstätten. „ 278.50 N.-F.-Marken .. . w 500.— D. u. F. Wolffsohn-Stiftung . „ 1.50 Summe JL 1503.84 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für die Schweiz: (Adresse: Dr. Camille Levy, Biel. — Publikationsorgan: „Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz“, Zürich.) Vom 1. Juni bis 31. Dezember d. J. eingegangen und in der 141.—145- Spendenliste des „Isr. Wochenblattes für die Schweiz“ detailliert ausgewiesen. Allgemeine Spenden.Frc. 232.71 Sammelbüchsen.* 303.82 Goldenes Buch (Vollzahlungen).. 1000.— Oelbaumspende. „ 38 50 Summe Frc. 1575.03 --- JC. 1266.66