Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 4 (1900)
- Issue
- 41 (12.10.1900)
- Article
- Die Schwestern
- Date
- 1900-10-12
- Page
- 15 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 ,Die x£ Welt«' Seite 15 diese Frau ist? Du, — Du bist es, so hab' ich Dich im Geiste in der Zukunft gesehen. Du wirst in goldenen Palästen wandeln, deren Thore ich, Dein Gatte — hörst Du? — Dein Gatte, Dir aufthun werde. Meine Göttin! Begreifst Du, was das heisst? Ach, Du kennst ja die Pracht, die Herrlichkeit nicht, —;kennst nicht das berauschende Glück des gesicherten Reichthums, das unvergleichliche Bewusstsein unbeschränkter Macht über Menschen und Dinge. Daa alles soll Dein sein, ich versprech' es Dir! Und wenn Du dessen müde bist, wird meine Liebe Dir eine Quelle ewiger Wonne sein. Komm' mit mir!" „Wohin?" fragte sie träumerisch. „Wohin? Fort von hier, könnt* ich hier je mein Versprechen einlösen „Dann muss ich meine Eltern verlassen", sagte sie, aus ihrer Verzückung erwachend. „Glaubst Du, alles gewinnen zu können, ohne das geringste Opfer zu bringen?" „Ich würde jedes Opfer bringen, nur dieses eine nicht," kam es wie eine Klage von ihren Lippen. „Ach, warum haben Sie mich nicht früher fortgehen, warum haben Sie mich das alles anhören lassen? Seien Sie barmherzig — führen Sie mich nicht zu sehr in Versuchung! Ich kann meine Eltern nicht verlassen, und doch — und doch, ach! Wie gerne möchte ich mit ihnen gehen!" Der Commissär ergriff ihre Hände und drückte sie fest. „Ja, Du sollst mit mir kommen, und bald. Höre mich an. Du weisst, dass ich hier nur vorübergehend im Amte bin, schon in den nächsten Tagen erwarte ich den Befehl, tiefer ins Land zu gehen, um die Controle eines grossen Finanzdepartements zu übernehmen, die mir versprochen wurde. Da musst Du bereit sein, mit zu folgen, Du musst jeden Augenblick darauf gefasst sein. Wenn ich Dir früh die Nachricht durch meinen Burschen sende, so müssen wir am selben Abende abreisen. Das ist also abgemacht." „Nicht ganz, nicht ganz," flüsterte sie furchtsam, „bitte, nehmen Sie nicht alles als selbstverständlich an. Ich weiss, dass ich, wenn ich jetzt „Ja" sage, dazu verpflichtet bin, nicht durch mein Herz, sondern auch durch mein Gewissen.--" „Sage also „Ja!" unterbrach er sie ungestüm. (Fortsetzung folgt.) Spenden. Für die rumänischen Juden: Bei der Administration der „Welt" eingelangt: Sambursky M. B. und Frau, Königsberg K 5.1J0, Wohlthätigkeits-Veranstaltung, Ischl K 40.—, Frau Rosa Kaniz, Rio de Janeiro K6.—, Dr. M. Kaniz, Rio de Janeiro K 10.—, Maurizio Heisler, Rio de Janeiro K Ii.—, L. M. Berlin K 1.74. Zusammen K 77/54. — An das Congressbureau eingelangt: Jüd. akad. Ferialverbindung „Hessiana" M.-Ostrau, K 136.64. Für zionistische Zwecke: Banneth B. Rossland K 24.—, Sambursky M. ß., Königsberg K 2.38, Ernand, Troppau K ±—. Zusammen K 28.38. Gesucht ©im© Dam© welche mit voller Gesundheit und vollendeter Bildung, zu der Beherrschung des Englischen und musikalische sowie zeichnerische Begabung gerechnet wird, die praktischen Kenntnisse vereint, den Haushalt eines Witwers zu leiten und dessen beide schulpflichtige Kinder zu erziehen. Offerte mit Photographie unter M. S. 8440 an Rudolf Mosse, München- IV. Bezirk, Schleifmühlgasse 4 Telephon 1063 Fischhof 3 {Tetephon 12463) II., Taborstrasse 10 (Tetephon 150S0) VII., Andreasgasse Q (Telephon QtSS) VIII., Josefstädterstrasse 64 sowie die meisten Gasinstallateure. in Stockerau, Mödling, Baden u. Wr.-Neustadt: die Gasanstalten. Instandhaltung (Putzen der Lampen, Ersatz von Glühkörpern u. C.ylindern) als Jahres- oder Saison-Abonnement NACH BILLIGSTEM TARIF! SPIRITUSGLÜHUCHT Brenner, auf Petroleum lampen passend ■ comp!. Steh-, Hängelampen in geschmack«