Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 2 (1898)
- Issue
- 30 (29.7.1898)
- Article
- Für die geplünderten galizischen Juden
- Date
- 1898-07-29
- Page
- 8 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 8 Nr. 3L 8 fl. 50 kr.; Sam. I. Asriel, Wersch etz, 1 fl.. Dr. Scherbak, Herrn Dr. Alexander Mintz zugekommen: 40 Lei—10 fl. 88 kr. Brünn, 2 fl.; Summe 754 fl. 01 kr., hiezu der frühere Ausweis von I e h u d i, Jassy, und 1 fl. von Ignaz Wohl, Triest, zuvon 1644 fl. 50 kr. 2398 fl. 51 kr. sammen 19 fl. 88 kr. Zu dem nämlichen Zwecke stnd Herrn Dr. A. Korn- Weitere Spenden für die geplünderten galizischen Juden Häuser, Advokaten in Jaslo, zugekommen: nimmt Herr Dr. Alexander Mintz, Hof- und Gerichtsadvokat in Bon den Theilnehmern der StanislauerDelegierten- Wien, I., Schulerstraße 20, entgegen. Konferenz 35 fl.; von den Herren Ariel und Abraham Olmütz. Der „Zion" trat mit 25 fl. an die Spitze der von Dogilewski, Peffie Wolinska und Jakob Hefter, der Cultusgemeinde für die geplünderten galizischen Juden versämmtliche in Bukaczowcze, je 2 fl., zusammen 8 fl.; vom Verein anstalteten Sammlung, die bereits eine Höhe von 800 fl. erreicht „Erez Israel“ in Stanislau 190 fl.; von Herrn Victor hat. (Es ist hocherfreulich, dass der uwralische Druck der zionisti- C hajes in Lemberg 1 fl.; von dem 9jährigen Mädchen Rosalie schen Bewegung eine solche Opferwilligkeit zeitigt.) Alexandrowiz, Krakau, 25 kr., Summe 234 fl. 25 kr. Für den wackeren Juden Jacob Hagel in Stryzow sind mm. Die KlsAemaurr. Im Osten Jerusalems, in der Nähe des Haram el Cherib, befindet sich der berühmte Klageort der Juden. Er soll von allen außerhalb des Haram gelegenen Stätten der Stelle des Allerheiligsten am nächsten gelegen sein. Hier stehen und kauern die Juden oft stundenlang und wiederholen unter Thränen die Klage des 79. Psalmes. Sie küflen inbrünstig die heiligen Steine und flehen um die Wiedererrichtung Zions. Es sind Juden, die sich aus allen Ländern der Erde hier eingefunden haben. Und für manchen, der heute vor der Klaaemauer steht, ist die Wiedererrichtung Zions kein hoffnungsloser Traum mehr. Die Sehnsucht zweier Jahrtausende will sich erfüllen. PspMr-Viffenschastlichk Rundschau. Telegraphie ohne Draht. Die Erfindung des jungen Italieners Marconi, ohne Leitungsdrähte zu telegraphieren, scheint sich in der Praxis zu bewähren. In den „Spigolature Scientifiche", einer italienischen technischen Revue, wird berichtet, dass bereits seit dem November vorigen Jahres zwischen Needles an der Ostküste der Insel Wight und dem bekannten Badeort Bournemouth aus dem englischen Festlande ein regelmäßiger telegraphischer Verkehr nach'Marconi's System unterhalten wird. Ein hundert Fuß hoher Mast, welcher an der letzteren steht, hat die Bewohner der Insel Wight nicht wenig überrascht. Der Mast hat den Zweck, die von der Station Bournemouth kommenden elektrischen Wellen beim Auffangen in die Höhe zu bringen. Bon einem Ringe nicht fern von der Spitze des Mastes läuft ein schmales Drahtnetz in das empfangende Instrument und überträgt die Schwingungen. Die Entfernung zwischen den beiden Stationen beträgt 23 Kilometer. Die Geschwindigkeit des Telegraphierens erreicht 12 Worte in der Minute. Der Austausch der Telegramme ist bei jedem Wetter ohne die geringste Störung möglich. Bei Nebel functioniert der Apparat ein wenig kräftiger als bei trockenem Wetter. Marconi hat nun beschlossen, die Insel Wight auch mit Swanage an der englischen Küste und Cherbourg an der französischen Küste nach seinem System telegraphisch zu verbinden. Die Entfernung zwischen Wight und Cherbourg-beträgt 10v Kilometer, und hier sind schon erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden. Die elektrischen Wellen, die von