Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 2 (1898)
- Issue
- 21 (27.5.1898)
- Article
- Der zweite Baseler Congreß
- Date
- 1898-05-27
- Page
- 3 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3315709-3315742-3315764-3359812--06011-3359959- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr 21 j*#w«r Wahltermines der Congressd elegierten angegangen, damit die Wahlen rechtzeitig vorgenommen werden könnten. Diesem Wunsche wurde Rechnung getragen. Um die Fertigstellung der Wahllisten nicht zu verzögern, werden die Inhaber der Schekelblocks ersucht, bis zu dem festgesetzten Termine die Juxten einzusenden. Die Geldbeträge sind alle an die Zahlstelle des Congressbureaus, Herrn Dr. C. Kokesch, Hof- und -Gerichtsadvocaten in Wien (I., Singerstraße 25) abzuliefern. Das gilt auch für die Schekelzahler, welchen direct vom Congressbureau Schekelblanquette verabfolgt wurden. Den Körperschaften und Einzelpersonen, welche anlässlich der letzten gegnerischen Publicativnen dem Actions-CvmitO Sympathiekundgebungen zugehen ließen, dankt dieses bestens, ersucht aber diese Angriffe lieber an Ort und Stelle zurückzuweisen. Das Äctions-Comitö wird dem Congress seinen Rechenschaftsbericht vorlegen. Dort wird der competente Ort sein, um über seine Arbeit zu urtheilen. Man soll den Gegner nicht unterschätzen, aber ihm auch nicht die Ehre erweisen, ihn für ernster zu nehmen, als er ist. Wien, 28. Mai 1898. Das Sündenregister der Judenheit, das sich wie der bekannte rothe Faden durch die Geschichte aller Völker und aller Zeiten hindurchzieht, istwiederum eine neueUnthatbereichertworden. Tie Feder sträubt sich, das Furchtbare niederzuschreiben, aber es muss geschehen: — der spanisch-amerikanische Krieg ist das Werk der Juden. Ah, sie haben es schlau eingefädelt, diese geriebenen Semiten, aber es kommt doch alles an die Sonnen. Wochenlang, monatelang hat . die corrupte Judenpresse in der unverschämtesten Weise ihren verjudeten Sand der Welt in die Augen gestreut, zahllose jüdische Federn haben sich krumm und stumpf geschrieben, um die Leute glauben zu machen, Cuba sei der Anlass des Krieges, mit echt orientalischer Phantasie wurden die abenteuerlichsten Enten in die Welt gesetzt, um die öffentliche Aufmerksamkeit von dem eigentlichen Grunde des Völkerstreites abzulenkeu, und die Millionen Leser fielen richtig aus den plumpen Judenschwindel hinein, die ganze Welt ließ sich foppen, nur einer nicht — Herr Geßmann. Er hat den Judenschwindel durchschaut. Und so güug er denn hinaus ins Volk und machte die Blinden sehend. Da stel es ihnen wie Schuppen von den Angen. Es war am 20. Mai des Jahres 1898, als der Abgeordnete Geßmann in der Bolkshalle des Wiener Rathhauses zum erstenmale der lauschenden Menge verkündete, dass der spanisch-amerikanische Krieg eine Frucht jüdischer Speculation sei. Ja, das Blut aller armen Soldaten, das auf dem Kriegsschauplätze geflossen, klebt eigentlich an den Händen der Juden, und jeder Jude, wie sehr er sich auch dagegen sträuben mag, ist nichts anderes als ein Mörder, ans dem die Flüche der spanischen und amerikanischen Christenheit ruhen. Weil schon von Amerika die Rede ist: Im Centralpark von New-York ist jetzt, wie ein Telegramm meldet, der Lurleibrunnen mit dem Reliefbilde Heinrich Heine's aufgestellt worden. Heine hat also das Steindenkmal, das man einem alten Herkommen gemäß den großen Männern zu setzen pflegt, nun doch bekommen, trotz des Widerspruches von christlicher Seite und — trotz des Nasenrümpsens mancher Juden. Dieses Nasenrümpfen ist ergötzlich anzuschauen. Da fällt man über das Privatleben des großen Dichters her, bemängelt da etwas an seinen religiösen Anschauungen, findet dort etwas an seiner Ehe nicht in Ordnung, kurz, man kritisiert. Individuen, deren niedrige Erbärmlichkeit es einem verbietet, sich direct mit ihnen zu befaffen, wagen es, über einen Mann zu urtheilen, der thurmhoch über ihrem unappetitlichen Lebenskreise steht, eigentlich sie, die mit ihren unsauberen Fingern sich nicht erdreisten dürften, einem solchen Manne die Schuhriemen zu lösen, schreiben über Charakter, ein Ding, das sie nur vom Hörensagen kennen. Diese verächtlichen Subjecte müssen der Vorsehung stündlich danken, dass sie dem Judenthum hie und da einen großen Mann geschenkt hat, der mit seinem großen Namen von dem Schild des Judenthums den Schimpf weglöscht, der von derartigen Individuen dem Judenthum schon durch ihre Zugehörigkeit zu unserem Volke zugesügt wird. Um aber wieder zu Heine zurückzukehren: das New- Yorker Denkmal ist ein Werk des Bildhauers E. Herter. Trotzdem also die Juden Amerika in einen blutigen Krieg gestürzt haben, setzt der gemüthliche Yankee einem Juden in New- York ein Denkmal. Die Juden haben aber noch ganz andere Greuel aus dem Gewiffen. Es ist unglaublich, und wenn die Vertrauenswürdigkeit des Prinzen Liechtenstein, der uns als Bürge gilt, nicht über jeden Zweifel erhaben wäre, so würden wir die sensationelle Nachricht, die er in einem antisemitischen Arbeiterverein von der Rednertribüne ins Volk schleuderte, einfach in das Reich der Erfindungen verweisen. — Die Revolte von Mailand ist das Werk der Juden. Es ist geradezu beängstigend, was diese Juden treiben. Da kommen sie mit ihrer Armensündermiene und lamentieren einem etwas von Märtyrerthum vor, machen einem weis, dass das jüdische Blut zu den meisivergoffenen Blutarten gehöre, erzählen allerhand Mordsgeschichten ans dem Leben ihrer unglücklichen und gewöhnlich zum Schluffe hingeschlachteten Ahnen, und wenn man die Sache näher ins Auge fasst, nota bene wenn man sich die Sache von den Wiener politischen Größen auseinandersetzen lässt, so ergibt sich das. gerade Gegentheil. Also auch Mailand! Man möchte es diesen hinfälligen Hausierern mit den eingefallenen Wangen, die da in Wien herumschleichen, sactisch nicht ansehen, was für eine Blutgier in ihnen steckt. Den wohlgenährten, behäbigen Juden, die gähnend im Kaffeehaus sitzen, schon viel eher. Wie lange muss sich ein Chronist oder Historiker abquälen, ehe er den letzten Grund eines geschichtlichen Ereigniffes heransfindet. Prinz Liechtenstein, Geßmann lösen so ein Problem mit spielender Leichtigkeit, sie finden immer die leicht fassliche und so beliebte präcise Form und beschämen damit manchen ergrauten Fachmann. Wenn man sich von der wahrhaft infernalischen Gefährlichkeit der Juden einen Begriff machen will, so muss man sich daran erinnern, dass unter den Mailänder Ausrührern auch etliche vierzig Mönche waren, die aus ihrem Kloster heraus aus die Truppen schossen. Diese Mönche sind, das ergibt sich aus der Liechtenstein'schen Rede von selbst, durch jüdischen (!!) Einfluss zur Revolte, zum treulosen Abfall von dem angestammten Herrscherhause verleitet worden. Man bedenke vierzig Mönche.... Männer, denen die Gottesfurcht und Menschenliebe schon förmlich in Fleisch und Blut übergegangen ist, sind durch jüdischen Einfluss zu Mördern und Hochoerrätheru geworden. Und damit ist alles gesagt. Was für Mittel die Juden angewandt haben mögen, um die Natur der Mönche so zu entmenschen, wird ein ewiges Räthsel bleiben. — Vielleicht Hypnose? & Me jüdische Colomalback. (Mittheilungen des Bankcomites.) Beim Bankcomitö in Köln laufen Tag für Tag Anfragen und Shareanmeldungen zahlreich ein. Die Anmeldungen waren bisher hauptsächlich aus Russland, Polen, England, Holland, Rumänien, Deutschland. Der Zionsverein in Leeds (England) mit fiinshundert Mitgliedern will mehrere tausend Shares übernehmen.