Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 31 (31.7.1914)
- Article
- [Kommentar]
- Date
- 1914-07-31
- Page
- 793 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 31 793 DIE^ELT essen den deutschen unterzuordnen wünschte, oder die Zionisten, die das Institut im Sinne ihrer - nationalen Bestrebungen zu leiten suchten. Es ist immer nur das Institut selbst, das das jüdische Volk angeht. Die Masse des jüdischen Volkes will es stehen sehen — als ein Zeugnis jüdischen Patriotismus und zur Stärkung jüdischer Hoffnungen. Jede Versündigung an der Zukunft des Technikums wird als ein Schandmal in den Annalen der jüdischen Geschichte stehen." „Near East“ in London schreibt über Petroleumfunde in Palästina: Die türkische Petroleumkompanie hat sich eine Option für Petroleum führende Gebiete zwischen Haifa und Damaskus gesichert, sowie für ein Areal von 150 000 Acres an der Küste des Toten Meeres. Die Gesellschaft entsendet soeben einen Fachmann zur Begutachtung an Ort und Stelle. Die „Standard Oil Company" ist damit beschäftigt, die Petroleumgebiete am Südostufer des Toten Meeres zu erschließen, auf die sie sich kürzlich ein Anrecht gesichert hat. Die amerikanische Gesellschaft ist dabei, eine Landstraße von 75 km Länge von Hebron nach den Fundstätten zu bauen, die in vier Monaten fertig sein soll. Man erwartet anscheinend eine beträchtliche Ausbeute, da man sonst nicht eine so große Anzahl von Ingenieuren und Arbeitern hingeschickt hätte. |_j Palästina-Rundschau [iiiiiimiliii[ Aus dem englischen Konsular-Bericht über Jerusalem Vor kurzem ist der Bericht des Konsuls in Jerusalem Mr. Mc Gregor über den Handel des Konsularbezirks Jerusalem im Jahre 1913 veröffentlicht worden. Danach zählt die Stadt gegenwärtig eine Bevölkerung von etwa 95 000 Personen, darunter 70 000 Juden. Der Bericht führt aus, daß eine große Anzahl der Juden Einwanderer aus Rußland sind, die sich so vorzüglich den Verhältnissen des Landes angepaßt haben, daß sie fast den ganzen Handel des Landes in ihren Händen hätten. Trotz der Auswanderung vieler Juden zeige diese Bevölkerungsschicht eine konstante Steigerung. Die Olivenholzindustrie sei fast ausschließlich in den Händen der Trotz der durch die Balkankriege hervorgerufenen finanziellen Krisis habe Sich der Verbrauch des Landes in Anbetracht der wachsenden jüdischen Bevölkerung auf gleicher Höhe ge Der britische Vizekonsul Hough berichtet über Jaffa, daß diese Stadt eine Bevölkerung von zirka 50000 Köpfen zähle, die durch die jüdische Einwanderung dauernd zunimmt. In Ermanglung einer verläßlichen Statistik schätzt man, daß sich die Bevölkerung zur Hälfte aus Moslems und zur Hälfte aus Juden und Christen in ungefähr gleicher Anzahl zusammensetzt. Bemerkenswert sei, daß sich die Juden Jaffas durchaus von den Juden Jerusalems unterscheiden. Die Jaffaer Juden seien intelligent und betriebsam. Man könne wohl sagen, daß die jüdischen Bezirke Jaffas die einzigen Stadtteile sind, die eine Zivilisation ähnlich der der europäischen Städte zeigen. Die Landbevölkerung des Innern bestehe hauptsächlich aus Muselmanen. Sie erfahre anscheinend keine Steigerung, andererseits nehme die Zahl der Bevölkerung in den jüdischen Kolonien und damit ihre Arbeitsleistungen bedeutend zu, die wesentlich zum Gedeihen dieses Distriktes beitragen. Vom Jaffaer Hebräischen Gymnasium Der Aufsichtsrat des Hebräischen Gymnasiums in Jaffa teilt uns mit: Zu Beginn des Schuljahres 5675 werden Parallelklassen auch für die erste, zweite und achte Gymnasialklasse eröffnet, so daß mit Ausnahme der vier Vorbereitungsklassen für sämtliche Jahrgänge Parallelklassen vorhanden sein werden. Da es in den oberen Klassen (V— VIII) nur sehr wenig freie Plätze gibt, mögen diejenigen Schüler, die in eine dieser Klassen aufgenommen zu werden wünschen, vorher bei der Direktion anfragen. Aufnahmeprüfungen werden von nun an nur zweimal jährlich, im Tamraus und nach dem Sukkothfeste, stattfinden. Nur ganz ausnahmsweise werden auch zu Chanukka Aufnahmeprüfungen abgehalten werden. Die Taxe für die Aufnanmeprüfung beträgt 10 Frcs., außerdem hat der Schüler für den Eintritt ins Gymnasium weitere 10 Frcs. zu entrichten. Gemäß dem Beschluß der Generalversammlung vom Jahre 5673 müssen die Eltern sämtlicher Schüler des Gymnasiums Mitglieder der Agudath Hagymnasia Ha-Ibrith sein und den Mitgliederbeitrag von 250 Frcs. auf einmal oder in Teilzahlungen erlegen. Das Schulgeld beträgt: 1. Vorbereitungsklasse 60.— Frcs. jährlich 2. 80.- „ 3. 120.- „ 4. 140.- „ Gymnasialkl. I—II 180.- „ „ III—V 200.- „ VI—VIII 220.— Das Schulgeld wird vierteljährlich im voraus erhoben. Mitglieder der Agudath Hagymnasia erhalten 10 Nachlaß vom Schulgeld eines Schülers. Für jeden Schüler, dessen Eltern nicht in Jaffa wohnen, muß ein Vormund bestellt werden, der der Leitung des Gymnasiums für die Forderungen der Anstalt haftet. Auch muß jeder Schüler, dessen Eltern nicht in Jaffa wohnen, der Krankenkasse der. Anstalt beitreten und den Mitgliedsbeitrag von 30 Frcs. jährlich entrichten. Zionistische Broschüren-Biblioihek Nr. 1 Soeben erschien: THEODOR HERZL von Dr. Osias Thon 2% Bogen In Umschlag 2 Bogen ln farbigem Umschlag Preis pro Heft Preis pro Heft IO Pf. 10 Heller ZO Pt ZO Heller Bel direktem Bezug durch das Zionistische Zenlralbureau Berlin 15 Pfc ✓ 15 Heller, einschl. Porto, resp. 25 K / 25 Heller ZOO Exemplare mit 10% Rabatt 500 „ ZO% 1000 „ „ 30% sozOgUdt Porto / Auf ein Postpaket gehen 120 Exemplare Die Lieferung erfolgt nur gegen Voreinsendung des Betrages KT R Der Oberaus niedrige Preis lieb sich nur unter der Voraussetzung der A Vermeidung allen Schreibwerks. Buchung usw. erzielen. Wir bitten daher dringend, auf die Bezugsbedingungen genau zu achten und Korrespondenzen möglichst zu vermeiden. ZIONISTISCHES ZENTRALBUREAU BERLIN W15 SÄCHSISCHE STR. S ^4922187